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Hitlers Überfall auf die Sowjetunion | Terra X

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Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 36 Zeilen
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  1. Juni 1941, „Unternehmen „Barbarossa“: der deutsche Überfall auf die Sowjetunion. Der größte Feldzug der Geschichte endet im Desaster. Was geschah? Sonntag, 22. Juni 1941: In den frühen Morgenstunden machen sich deutsche Soldaten zum Angriff auf die Sowjetunion bereit.
  2. Vor der Reichskanzlei in den Morgenstunden des historischen 22. Juni. Der Führer zieht nach monatelangem Schweigen nun in zwölfter Stunde die noch einzig mögliche Konsequenz mit den Worten:
  3. Ich habe mich entschlossen, das Schicksal und die Zukunft des deutschen Reiches wieder in die Hand unserer Soldaten zu legen. Der Angriff ist eine Überraschung. Eigentlich sind Deutschland und die Sowjetunion Verbündete.
  4. Im November 1940, nach dem deutschen Sieg über Frankreich und Polen, kommt der sowjetische Außenminister Molotow zum Freundschaftsbesuch nach Berlin. Zu dieser Zeit laufen die heimlichen Vorbereitungen für das Unternehmen Barbarossa schon auf Hochtouren.
  5. Hitler verfolgt zwei Ziele zugleich. Er will den Deutschen sogenannten „Lebensraum im Osten“ erobern und das verfeindete England zum Frieden zwingen. Wenn Stalins Sowjetunion besiegt sei, müsse England Hitler gewähren lassen, glaubt er. Voraussetzung ist ein schneller Sieg.
  6. Der Angriff beginnt ohne Kriegserklärung. Mit über drei Millionen Soldaten will Hitler die Sowjetunion in wenigen Wochen niederzwingen, in einem „Blitzkrieg“, wie zuvor gegen Polen und Frankreich.
  7. Und dann kommt noch als weiteres Moment hinzu, dass dieser Krieg von den Dimensionen her so unglaublich ist. Das ist...niemals vorher und nachher in der Geschichte der Menschheit sind so viele Soldaten auf einmal aufeinandergetroffen und haben in so großem Maße gekämpft.
  8. Der größte Feldzug der Geschichte. Wie fühlen die deutschen Soldaten, die an ihm teilnehmen? Einer von ihnen schreibt nach Hause: Zitat: „Es ist 4 Uhr morgens, meine liebe Wilma, der Kampf zwischen Weiß und Rot hat begonnen.
  9. Ich erlebe im Moment den ersten deutschen Feuerüberfall... Wir schießen schon eine 3/4 Stunde Artillerie und schon brennt es auf der ganzen russischen Grenze. Noch schießt er nicht zurück. Das Erlebnis ist gewaltig... Grüße an Euch alle von Eurem Papi.
  10. Und das merkt man auch in den Tagebucheinträgen, endlich dabei zu sein, man bekam ja auch mit, dass diejenigen, die im ersten Weltkrieg eben nicht an der Front standen im Grunde weniger Ansehen hatten.
  11. Manche drängten sich sogar nach vorne, sie wollten da mitmachen, mag auch zu Beginn auch Abenteuerlust hineingespielt haben. Die Wehrmacht eilt anfangs von Sieg zu Sieg. Im September nimmt sie Kiew ein, die Hauptstadt der sowjetischen Ukraine.
  12. Die Bevölkerung zahlt einen hohen Preis. Die Angehörigen der roten Armee und natürlich erst recht die Zivilbevölkerung erleben, dass auch die deutschen Soldaten an Kriegsverbrechen beteiligt sind,
  13. das sind nicht nur irgendwie ganz abstrakt irgendwelche Menschen die weit weg sind sondern es ist der einfache deutsche Soldat, der die Besatzungsherrschaft errichtet vor Ort.
  14. Das erlebt man, wenn es zu Erschießungen kommt, zu Plünderungen kommt, wenn es auch zu Vergewaltigungen kommt, wenn sich die deutsche Besatzungsherrschaft etabliert und jeder Widerstand oder vermuteter Widerstand entsprechend hart bestraft wird.
  15. Viele Verbrechen sind sogar ausdrücklich befohlen. Hitler hat das „Unternehmen Barbarossa“ zum Vernichtungskrieg gegen den „jüdischen Bolschewismus“ erklärt.
  16. Der sogenannte Kommissarbefehl setzt diese Vorgabe um. Politoffiziere der Roten Armee, sogenannte Kommissare, die über Disziplin und Einstellung der Soldaten wachen, sollen im Falle einer Gefangennahme sofort ermordet werden.
  17. Rund 50.000 von ihnen, so Schätzungen, kostet dieser Befehl das Leben. Doch auch die gefangenen Soldaten, die nicht sofort ermordet werden, haben keine hohen Überlebenschancen.
  18. Die Wehrmacht ist nicht darauf vorbereitet, Hunderttausende Gefangene zu versorgen. Und ihre Führung hält es auch nicht für nötig. Bis Anfang 1942 sterben rund 2 Millionen Rotarmisten in deutscher Gefangenschaft, zumeist an Hunger.
  19. Das ist Ihnen eigentlich letztlich egal, was mit diesen Kriegsgefangenen passiert wenn da viele verhungern, dann ist es nun mal so. Das ist dieses verbrecherische Denken und das ist dann auch das größte Verbrechen der Wehrmacht in den ganzen Krieg im Osten.
  20. Sie ist noch an weiteren Untaten beteiligt. Nach einem Anschlag auf deutsche Soldaten in Kiew, beschließen SS und Wehrmacht eine Vergeltungsaktion an der jüdischen Gemeinde.
  21. Die Wehrmacht bringt die entsprechenden Maueranschläge an, so ein Propagandakompanie, dass die Juden sich zu einem gewissen Zeitpunkt in gewissen Straßenzügen einzufinden haben und die werden dann abtransportiert in die Schlucht von Babi Yar - bei Kiew.
  22. Im Rücken der Front hat die SS begonnen, alle Juden in den eroberten Gebieten zu ermorden. Es ist der Beginn des Holocaust. In der Schlucht von Babi Yar wartet ein Erschießungskommando der SS auf die Kiewer Juden.
  23. Sie müssen Kleider und Besitztümer ablegen, bevor sie erschossen werden. Rund 35.000 Männer, Frauen und Kinder werden im September 1941 in der Schlucht von Babi Yar ermordet.
  24. Es ist das größte Einzelmassaker im Unternehmen Barbarossa. Doch die Taten schlagen zurück auf die Täter. Die Zeit der schnellen Siege ist vorbei.
  25. 100 Kilometer vor Moskau beginnt es zu schneien. Der einsetzende Winter bremst das Tempo der Angreifer. Und die Wehrmacht hat bereits eine Million Mann verloren, getötet oder verwundet. Ihre Ausrüstung ist reparaturbedürftig, ihre Offensivkraft erschöpft.
  26. 5. Dezember 1941. Die Rote Armee schlägt zurück. Mit frischen, ausgeruhten Divisionen aus Sibirien und Mittelasien tritt sie auf einer 1000 Kilometer breiten Front zum Gegenangriff an.
  27. Damit hat die Wehrmacht nicht gerechnet. Die Deutschen geraten nun in die Defensive. Und es entwickelt sich sehr schnell daraus fast eine Katastrophe für die Deutschen,
  28. überall müssen sich zurückziehen, es sieht so aus, als wenn die deutsche Front zusammenbricht. Die deutschen Generäle drängen auf Rückzug. Hitler lehnt ab. Er befiehlt Halten um jeden Preis.
  29. Die Front stabilisiert sich wieder, doch der Preis ist hoch. Auf den Schlachtfeldern vor Moskau und anderswo liegen Zehntausende Leichen, Deutsche und Russen.
  30. Sie können wochenlang nicht begraben werden, weil der Boden gefroren ist. Der Unteroffizier Wolfgang Buff schreibt am Weihnachtstag:
  31. Eine totenähnliche Erschöpfung befiel Offiziere und Mannschaft nach den übermenschlichen Anstrengungen der letzten Tage. Das war also unser Weihnachtsgeschenk: 80 Tote in unserem Abschnitt und mehrere hundert Verwundete, dazu so gut wie kein Erfolg.
  32. Alle Ego-Dokumente die ich mir angeschaut habe ist die Stimmung Ende 1941 mit der sowjetischen Winteroffensive und Weihnachten und Neujahr katastrophal. Die Soldaten denken wirklich: Der Krieg, wie wollen wir das noch gewinnen?
  33. Die sind total erschüttert in ihren festen, ihren Grundüberzeugungen. Die sowjetische Winteroffensive markiert das Scheitern des Unternehmens Barbarossa und die Wende im Zweiten Weltkrieg.
  34. Es dauert noch rund dreieinhalb Jahre, bis sich im April 1945 sowjetische und amerikanische Soldaten an der Elbe treffen. Deutschland ist besiegt und liegt am Boden.
  35. In Potsdam treffen sich die Sieger, um über das weitere Schicksal des Landes zu entscheiden. Manchen erscheint es wie ein Wink des Schicksals. Der größte und grausamste Feldzug in der Geschichte der Deutschen führt zu ihrer katastrophalsten Niederlage.
  36. Wenn ihr mehr über den Zweiten Weltkrieg erfahren wollt, haben wir euch hier ein Video verlinkt. Abonniert unseren Kanal, damit ihr keines unserer Videos verpasst.

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