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Erklärfilm: Nationaler Emissionshandel
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 18 Zeilen
- Der Klimawandel stellt eine große Herausforderung für heutige und künftige Generationen dar. Um das Klima zu schützen, müssen die Treibhausgasemissionen erheblich sinken.
- Auf europäischer Ebene geschieht dies seit 2005 durch den europäischen Emissionshandel. Er versieht Emissionen von Kraftwerken, Industrieanlagen und Luftverkehr mit einem Preis.
- Ergänzend führte Deutschland 2021 ein nationales Emissionshandelssystem für Emissionen außerhalb des europäischen Emissionshandels ein. Die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt ist für die Umsetzung beider Systeme zuständig.
- Einbezogen sind vor allem Brennstoffe, bei deren Verbrennung klimaschädliche CO2-Emissionen entstehen – unter anderem Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas, Erdgas, Kohle und Stoffe für die Abfallverbrennung.
- Zur Teilnahme am Emissionshandel sind Gas- und Kohlelieferanten, Unternehmen der Mineralölwirtschaft und Betreiber von Abfallverbrennungsanlagen als Verantwortliche verpflichtet.
- Für jede Tonne CO2, die durch die Verbrennung der Brennstoffe entstehen kann, muss der Verantwortliche ein Zertifikat erwerben und abgeben. Damit erhält das ausgestoßene CO2 einen Preis.
- Die Zertifikate im nationalen Emissionshandel werden zunächst zu Festpreisen verkauft. Danach erfolgt der Umstieg auf ein Handelssystem, in dem sich der Preis am Markt bildet.
- Die Zertifikatskosten werden von den Verantwortlichen an die Verbraucher der Brennstoffe weitergegeben. Bürger*innen und Unternehmen erhalten so einen Anreiz, ihren fossilen Energieverbrauch zu senken.
- Die Nutzung erneuerbarer Energie und klimaschonender Technologien wird attraktiver. Ein Beispiel:
- Eine Raffinerie beliefert eine Tankstelle mit Dieselkraftstoff und bringt damit den Brennstoff in Verkehr. Die Raffinerie muss für jede Tonne CO2, die bei der Verbrennung des Dieselkraftstoffs frei werden kann, ein Zertifikat erwerben.
- Die Kosten reicht sie an den Tankstellenbetreiber weiter. Dieser gibt die Kosten wiederum an die Tankenden weiter.
- Der Preisanstieg macht es für die Tankenden attraktiver, ihren Verbrauch zu senken – zum Beispiel durch eine spritsparende Fahrweise,
- Fahrgemeinschaften oder die Nutzung des Fahrrads oder der öffentlichen Verkehrsmittel.
- Die Einnahmen aus dem Emissionshandel fließen in den Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung. Damit werden klimafreundliche Projekte in den Bereichen Energieversorgung, Dekarbonisierung, Gebäudesanierung,
- Wasserstoffwirtschaft und Elektromobilität finanziert. Mit sozialen Maßnahmen wie einer Klimaprämie
- und Förderprogrammen zur Senkung des fossilen Energieverbrauchs kann auch eine ambitionierte CO2-Bepreisung sozialverträglich gestaltet werden.
- Der nationale Emissionshandel führt zu weniger Treibhausgasemissionen. Er schafft die Voraussetzungen dafür, einen gesellschaftlichen Wandel hin zur Treibhausgasneutralität aktiv sozial- und wirtschaftspolitisch zu unterstützen.
- Das macht ihn zu einem Eckpfeiler unserer Klimaschutzanstrengungen.
Zum Nachlesen
EU-Emissionshandel↑ MÄRKTE-CO2-Preis überspringt erstmals die Marke von 50 Euro. In: Reuters, 8. Mai 2021. Abgerufen am 8. Mai 2021. ↑ United Kingdom. ICAP, abgerufen am 21 …
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