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Erklärfilm: Emissionshandel
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 20 Zeilen
- Der Klimawandel ist spürbar. Auch in Deutschland zeigen sich die Folgen der globalen Erwärmung
- mit immer neuen Hitzerekorden, Starkregen oder Überschwemmungen. Um die Erderwärmung und die Folgen des Klimawandels zu begrenzen,
- müssen wir das Klima schützen und Klimagasemissionen verringern. Zu diesem Zweck hat die Europäische Union im Jahr 2005 den Emissionshandel eingeführt.
- Er schafft Anreize für Unternehmen, weniger Kohle und Gas zu verbrennen und so ihre klimaschädlichen Emissionen zu verringern.
- In Deutschland ist hierfür die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt zuständig.
- Der Emissionshandel funktioniert nach dem Prinzip „begrenzen und handeln“, also „cap and trade“.
- Das cap definiert, wie viel alle einbezogenen Kraftwerke und Industrieanlagen in der EU zusammen emittieren dürfen
- – also die Summe aller Emissionsberechtigungen. Diese Berechtigungen müssen die Unternehmen am Markt erwerben
- – entweder kaufen oder an einer europäischen Börse ersteigern, zum Beispiel an der Leipziger Energiebörse EEX.
- Industrieanlagen erhalten Berechtigungen nach festen Regeln teilweise noch kostenfrei. Wenn ein Unternehmen in einem Jahr Emissionen von 100.000 Tonnen CO2 verursacht,
- braucht es die entsprechende Anzahl an Berechtigungen und muss diese jeweils jährlich abgeben, wodurch sie praktisch gelöscht werden.
- Tut es das nicht, werden finanzielle Sanktionen fällig. Die EU gibt vor, um wie viel und wie schnell sich die jährlichen Gesamtemissionen verringern sollen
- Das Cap ist also eine Reihe von jährlich neu zur Verfügung stehenden Emissionsberechtigungen für alle Kraftwerke und Industrieanlagen. Da die Menge an neuen Berechtigungen von Jahr zu Jahr sinkt,
- führt das Cap Schritt für Schritt zur Dekarbonisierung. Beispielsweise hat Unternehmen A 100.000 Berechtigungen.
- Es stößt jedoch 125.000 Tonnen CO2 aus. Es muss also 25.000 Berechtigungen dazu kaufen.
- Das ist beim trade möglich – dem Handel mit Berechtigungen. Unternehmen B hat ebenfalls 100.000 Berechtigungen.
- Dank vorausschauender Investitionen in klimaschonende Techniken verursacht das Unternehmen aber nur 50.000 Tonnen CO2-Emissionen.
- Nicht benötigte Berechtigungen kann das Unternehmen zum Verkauf anbieten. Beim Handel zwischen den Unternehmen bildet sich so ein Marktpreis für die Berechtigungen.
- Da die Höchstgrenze, also das „cap“, jedes Jahr weiter sinkt, steigt dieser Marktpreis. So wird es für Unternehmen auch wirtschaftlich attraktiver,
- in umweltfreundliche Techniken zu investieren – und so ihre Emissionen zu reduzieren.