Zum Inhalt springen
L

Physik · Klasse 12–13 · aktualisiert

Resonanz in der Physik einfach erklärt

Du prüfst, wann ein periodischer Antrieb besonders stark wirkt, liest Resonanzkurven und beurteilst den Einfluss der Dämpfung.

0 von 10 Aufgaben gelöst

Resonanz in der Physik einfach erklärt

Kurz gesagt

Resonanz ist die starke Antwort eines schwingungsfähigen Systems auf eine passende periodische Anregung. Im einfachen Modell liegt die Erregerfrequenz bei der Eigenfrequenz. Energiezufuhr lässt die Amplitude wachsen, Dämpfung begrenzt sie.

Resonanz entsteht, wenn ein schwingungsfähiges System periodisch passend zu seiner Eigenfrequenz angeregt wird. Dann nimmt es besonders wirksam Energie auf und seine Amplitude kann stark wachsen. Auf dieser Seite lernst du, Resonanz von anderen Schwingungen zu unterscheiden, den Einfluss der Dämpfung zu erklären und Chancen sowie Gefahren einzuschätzen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Ein schwingungsfähiges System bewegt sich um eine Gleichgewichtslage. Bei einer freien Schwingung wird es einmal ausgelenkt und danach sich selbst überlassen. Seine Eigenschaften bestimmen die Eigenfrequenz f_0. Bei einer erzwungenen Schwingung wirkt wiederholt ein äußerer Erreger mit der Erregerfrequenz f_E. Nach dem Einschwingen folgt die Bewegung dem Rhythmus des Antriebs.

Das kann ein Fadenpendel, eine elastische Leiste, eine Stimmgabel oder ein Bauteil sein. Die Amplitude beschreibt jeweils den größten Abstand von der Gleichgewichtslage.

Definition

Amplitude

Die Amplitude ist die größte Auslenkung aus der Gleichgewichtslage. Eine größere Amplitude bedeutet bei einer Schaukel beispielsweise einen größeren Abstand von ihrer tiefsten Lage.

Definition

Frequenz

Die Frequenz f gibt an, wie viele vollständige Schwingungen pro Sekunde stattfinden. Ihre Einheit ist Hertz: 1\,\text{Hz} bedeutet eine Schwingung pro Sekunde.

Beispiel: Eine elastische Leiste wird angeregt

  1. 1Du biegst eine festgeklemmte, elastische Leiste kurz zur Seite und lässt los: Sie schwingt frei.
  2. 2Wird die Leiste anschließend regelmäßig leicht angetippt, wirkt eine periodische äußere Anregung. Ihr Rhythmus bestimmt nach dem Einschwingen die Bewegung.

Teste dich

LeichtWelche Situation zeigt eine freie Schwingung?

Alles auf einen Blick

Resonanz

  • Voraussetzung

    schwingungsfähiges System mit Eigenfrequenz

  • Antrieb

    äußere periodische Anregung mit Erregerfrequenz

  • Bedingung

    im einfachen Modell gleiche Frequenzen

  • Antwort

    bei geringer Dämpfung ausgeprägtes Amplitudenmaximum im Resonanzbereich

  • Dämpfung und Folgen

    begrenzte Amplitude, nützliche oder schädliche Wirkung

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Passende Anregungsdauer bestimmen

  1. 1Ein elastisches Bauteil hat eine freie Eigenfrequenz von f_0=1{,}6\,\mathrm{Hz}.
  2. 2Für den einfachen Resonanzfall wählst du f_E=f_0=1{,}6\,\mathrm{Hz}.
  3. 3Der Abstand zweier gleichgerichteter Anregungen ist T_E=\frac{1}{1{,}6\,\mathrm{Hz}}=0{,}625\,\mathrm{s}.
  4. 4Ob eine große Amplitude entsteht, hängt auch von der Dämpfung und der Stärke der Anregung ab.

Fehler finden

Frequenzen eines getriebenen Bauteils In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Bei einer freien Schwingung heißt die typische Frequenz des Systems . Eine fortlaufende äußere Anregung besitzt eine . Stimmen beide Frequenzen im einfachen Modell überein, liegt vor.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Resonanz

LeichtWann liegt im einfachen Modell Resonanz vor?
MittelZwei gleiche Systeme werden gleich stark und mit passender Frequenz angeregt. System A ist stärker gedämpft als System B. Welches erreicht voraussichtlich die größere Amplitude?
SchwerEine Konstruktion beginnt nur bei einer bestimmten Anregungsfrequenz stark zu schwingen. Wie untersuchst du, ob Resonanz die Ursache ist?

Weiterlesen in Physik