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Geschichte · Klasse 7–10 · aktualisiert

Sozialgesetzgebung: Bismarcks Sozialversicherungen

Du lernst, warum Sozialversicherungen entstanden, wer sie bezahlte und welche Hilfe und Grenzen sie für Arbeiter mitbrachten.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Sozialgesetzgebung: Bismarcks Sozialversicherungen

Kurz gesagt

Unter dem deutschen Regierungschef Otto von Bismarck entstanden Versicherungen bei Krankheit, Arbeitsunfällen und im Alter. Sie halfen unter Bedingungen auch Versicherten, die dauerhaft nicht mehr arbeiten konnten. Die Hilfe blieb begrenzt; sie sollte Arbeiter zugleich an den Staat binden.

Wer wegen Krankheit nicht arbeiten konnte, musste trotzdem Essen und Wohnung bezahlen. Für Arbeiter konnte ein Verdienstausfall deshalb große Not bedeuten. Du untersuchst, wie staatliche Versicherungen helfen sollten und welches politische Ziel Regierungschef Bismarck damit verfolgte.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Mit der Industrialisierung wuchs die Arbeiterschaft. Viele Menschen waren auf ihren Verdienst aus Arbeit angewiesen. Wohnungsnot, belastende Arbeit und unsichere Versorgung bei einem Verdienstausfall verschärften die soziale Frage. Damit sind hier die sozialen Probleme der Arbeiterschaft und die Suche nach Lösungen gemeint.

Diese Probleme erhöhten den Druck auf die Politik, etwas zu verändern. Otto von Bismarck, der deutsche Reichskanzler und damit Leiter der Regierung, reagierte darauf mit Sozialgesetzen. Sie sollten im späten 19. Jahrhundert die Not der Arbeiterschaft lindern. Der Zusammenhang lautet also: Die sozialen Probleme verschärften sich, der Druck auf die Politik wuchs, und die Regierung reagierte mit gesetzlichen Versicherungen.

Definition

Sozialversicherung

Eine gesetzlich geregelte Absicherung gegen bestimmte Risiken. Beiträge finanzieren Leistungen, auf die Versicherte unter festgelegten Bedingungen Anspruch haben.

Teste dich

MittelWelcher Zusammenhang erklärt den Druck auf die Politik?

Alles auf einen Blick

Sozialgesetzgebung

  • Ausgangslage

    Soziale Not in der wachsenden Arbeiterschaft erhöhte den Druck auf die Politik.

  • Doppelstrategie

    Bismarck verband soziale Absicherung mit staatlicher Unterdrückung.

  • Versicherungen

    Krankheit, Arbeitsunfälle sowie Invalidität und Alter wurden unterschiedlich abgesichert und finanziert.

  • Wirkung

    Verbindliche Ansprüche verbesserten den Schutz, verhinderten Armut aber nicht zuverlässig.

  • Bedeutung

    Soziale Absicherung wurde langfristig staatliche Aufgabe; politische Gleichberechtigung ersetzte sie nicht.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Finanzierung und Hilfe bei einem Arbeitsunfall unterscheiden

  1. 1Aufgabe: Erkläre, wer die Unfallversicherung finanzierte und welche Hilfe bei bleibender Erwerbsunfähigkeit nach einem Arbeitsunfall vorgesehen war.
  2. 2Finanzierung bestimmen: Die Arbeitgeber trugen die Beiträge zur Unfallversicherung.
  3. 3Leistung bestimmen: Wer durch einen Arbeitsunfall dauerhaft nicht mehr arbeiten konnte, erhielt eine Rente.
  4. 4Ergebnis formulieren: Die Arbeitgeber finanzierten den Schutz; die Rente half dem betroffenen Versicherten. Beitragszahler und Empfänger der Leistung sind hier zu unterscheiden.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zur gesetzlichen Rentenversicherung In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Bei der Krankenversicherung nach dem Gesetz von 1883 trugen Arbeitnehmer der Beiträge. Das Gesetz zur Unfallversicherung stammte von . Unter gesetzlichen Bedingungen gab es in der Altersversicherung eine Altersrente ab Jahren.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Sozialgesetzgebung

LeichtWelche Entwicklung gehörte zur Ausgangslage der Sozialgesetzgebung?
MittelWas galt trotz des Sozialistengesetzes von 1878 für Sozialdemokraten?
SchwerWas zeigt die bis 1890 gestiegene sozialdemokratische Stimmenzahl für Bismarcks politisches Ziel?

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