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Geschichte · Klasse 7–10 · aktualisiert

Soziale Ungleichheit in der Geschichte verstehen

Du lernst, was soziale Ungleichheit bedeutet, wie sie sich verändert und wie du historische Aussagen darüber prüfst.

0 von 8 Aufgaben gelöst

Soziale Ungleichheit in der Geschichte verstehen

Kurz gesagt

Soziale Ungleichheit bedeutet, dass Menschen aufgrund ihrer gesellschaftlichen Stellung regelmäßig unterschiedliche Chancen und Mittel haben. Dazu gehören Besitz, Bildung und Einfluss. Gleiche Rechte beseitigen diese Unterschiede nicht automatisch.

Menschen unterscheiden sich in vielen Dingen. Aber nicht jeder Unterschied bedeutet soziale Ungleichheit. Entscheidend ist, ob mit der gesellschaftlichen Stellung regelmäßig Vorteile oder Nachteile verbunden sind. Du untersuchst, wie solche Unterschiede entstehen und wie Historiker sie erklären.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Verschiedene Interessen allein sind noch keine soziale Ungleichheit. Von sozialer Ungleichheit sprechen wir, wenn Menschen wegen ihrer gesellschaftlichen Stellung regelmäßig unterschiedliche Chancen und Mittel haben. Dazu gehören Eigentum, Einkommen, Bildung, Einfluss und Ansehen. Eigentum ist das, was jemand besitzt. Einkommen ist das, was jemand etwa durch seine Arbeit erhält. Ansehen bedeutet, wie viel Anerkennung jemand genießt.

Es geht also nicht um einen einmaligen Vorteil oder irgendeinen Unterschied. Entscheidend sind Vorteile und Nachteile, die mit beständigen gesellschaftlichen Beziehungen verbunden sind.

Du solltest außerdem Beschreibung und Bewertung trennen. Die Aussage, dass eine Gruppe mehr Einkommen erhält als eine andere, beschreibt eine Verteilung. Ob du diese Verteilung gerecht findest, ist eine weitere Frage. Für dieses Urteil musst du erklären, welchen Maßstab du verwendest.

Definition

Soziale Ungleichheit

Regelmäßige Unterschiede bei Chancen und Mitteln, die mit der gesellschaftlichen Stellung zusammenhängen.

Beispiel: Beispieltext, ausgedacht: Interessen und Bildungschancen

  1. 1Zwei Schüler haben verschiedene Lieblingsspiele. Das zeigt zunächst unterschiedliche Interessen.
  2. 2In einer ausgedachten Gesellschaft hängt der Zugang zu weiterführender Bildung regelmäßig vom Besitz der Familie ab.
  3. 3Der zweite Fall beschreibt soziale Ungleichheit: Eine gesellschaftliche Stellung bringt unterschiedliche Bildungschancen mit sich.

Teste dich

LeichtBeispieltext, ausgedacht: Welcher Fall beschreibt soziale Ungleichheit?

Alles auf einen Blick

Soziale Ungleichheit

  • Begriff

    Soziale Ungleichheit verbindet gesellschaftliche Stellung mit regelmäßigen Vor- oder Nachteilen.

  • Unterscheidung

    Eine Verteilung zu beschreiben ist etwas anderes, als sie gerecht oder ungerecht zu nennen.

  • Wandel

    Gleiche rechtliche Freiheit garantiert weder gleichen Besitz noch gleiche Erwerbschancen.

  • Absicherung

    Gemeinsame Hilfe und staatliche Versicherungen konnten Risiken begrenzen, hatten zunächst aber eine begrenzte Reichweite.

  • Modelle

    Klasse, Schicht, Status und Kapitalarten zeigen unterschiedliche Seiten sozialer Ungleichheit.

  • Prüfung

    Eine begründete historische Aussage nennt Belege und erklärt ihre Grenzen.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Eine Aussage über die Arbeiterschaft prüfen

  1. 1Aufgabe: Prüfe, ob die Einteilung in Besitzer und Arbeiter die Unterschiede innerhalb der Arbeiterschaft im Kaiserreich vollständig erklärt.
  2. 2Zeitraum und Gruppe bestimmen: Untersucht werden Arbeiter im Kaiserreich.
  3. 3Stärke erkennen: Die Einteilung kann die Abhängigkeit der Arbeiter von Besitzern zeigen.
  4. 4Gegenbeleg prüfen: Facharbeiter und ungelernte Arbeiter hatten unterschiedliche Einkommen und Chancen.
  5. 5Urteil formulieren: Die Einteilung hilft, erfasst diese Unterschiede aber nicht vollständig. Dafür sind zusätzliche Angaben und Modelle nötig.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zur Versicherung der Angestellten In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Ein Modell, das Menschen nach mehreren Merkmalen wie Beruf, Einkommen und Bildung ordnet, heißt . Die eigene Versicherung von 1911 bot den bessere Bedingungen als die Arbeiterversicherungen. Marktchancen durch Besitz und beruflich nutzbare Kenntnisse stehen im Mittelpunkt des Klassenbegriffs von .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Soziale Ungleichheit

LeichtWelche Aussage beschreibt eine Verteilung, ohne sie schon moralisch zu bewerten?
MittelWie erklären Baten und Hippe Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft und Bildung im Europa des 19. Jahrhunderts?
SchwerEine Untersuchung ordnet Menschen nur nach Einkommen. Welche Grenze zeigt der Vergleich mit Bourdieu?

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