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Geschichte · Klasse 7–10 · aktualisiert

Scheitern der Weimarer Republik: Ursachen

Du lernst, wie Krisen und politische Entscheidungen zusammenwirkten und wie du Ursachen für das Scheitern der Weimarer Republik begründet gewichtest.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Scheitern der Weimarer Republik: Ursachen

Kurz gesagt

Die Weimarer Republik scheiterte am Zusammenwirken wirtschaftlicher Not, demokratiefeindlicher Kräfte und politischer Entscheidungen. Ihr Ende war nicht zwangsläufig. Nach Hitlers Ernennung zum Regierungschef zerstörten die Nationalsozialisten die verbliebenen demokratischen Rechte.

Eine Wirtschaftskrise kann eine Demokratie schwer belasten. Doch sie entscheidet nicht selbst darüber, wer regiert und welche Rechte bestehen bleiben. An der Weimarer Republik untersuchst du, wie Not, Gegner der Demokratie und Entscheidungen mächtiger Politiker zusammenwirkten.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Die Weimarer Republik war eine parlamentarische Demokratie: Gewählte Abgeordnete beschlossen im Reichstag, dem Parlament, Gesetze und kontrollierten die Regierung. Doch Folgen des Ersten Weltkriegs, Gegner der Republik und politische Gewalt belasteten sie über längere Zeit. Viele Mitarbeiter in Militär, Verwaltung und Gerichten lehnten die Demokratie ab. Trotzdem überstand die Republik frühe Krisen und stabilisierte sich Mitte der 1920er-Jahre. Ihr Ende stand also nicht von Anfang an fest.

Eine akute Krise verschärft eine Lage innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit. Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 traf die deutsche Wirtschaft besonders schwer. Diese war stark von Exporten, also Verkäufen ins Ausland, und von Krediten aus den Vereinigten Staaten von Amerika, kurz USA, abhängig. Kredite sind geliehenes Geld. Arbeitslosigkeit und Not nahmen zu.

Davon unterscheidest du politische Entscheidungen. Der Reichspräsident, das Staatsoberhaupt, konnte den Reichskanzler als Regierungschef ernennen und entlassen. Reichspräsident Hindenburg ernannte Hitler, den Anführer der Nationalsozialisten, am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler. Der konservative Politiker Papen hatte dafür geworben, weil er Hitler für kontrollierbar hielt. Die Ernennung war eine Entscheidung von Menschen, keine automatische Folge der Wirtschaftskrise.

Definition

Langfristige Belastung

Ein Problem, das über längere Zeit besteht und eine politische Ordnung schwächt. Eine akute Krise spitzt die Lage zu; eine Entscheidung ist eine Handlung verantwortlicher Menschen.

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MittelWelche Zuordnung unterscheidet die drei Arten richtig?

Alles auf einen Blick

Scheitern der Weimarer Republik

  • Unterscheiden

    Langfristige Belastungen, akute Krisen und politische Entscheidungen wirkten zusammen.

  • Verstärkung

    Wirtschaftliche Not und politische Unsicherheit verschärften sich gegenseitig.

  • Verantwortung

    Hitlers Ernennung war eine politische Entscheidung, keine automatische Krisenfolge.

  • Übergang

    Die parlamentarische Demokratie wurde schon vor der Errichtung der Diktatur geschwächt.

  • Urteil

    Gewichte Ursachen anhand ihrer Wirkung und beziehe weitere Ursachen ein.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Die Auflösung des Reichstags im Juli 1930 erklären

  1. 1Aufgabe: Erkläre, wie eine Entscheidung die Kontrolle der Regierung schwächte.
  2. 2Vorgang feststellen: Am 18. Juli 1930 setzte der Reichstag eine Notverordnung außer Kraft. Dazu war er nach Artikel 48 berechtigt.
  3. 3Entscheidung benennen: Brüning verlas daraufhin die vorbereitete Verordnung Hindenburgs zur Auflösung des Reichstags nach Artikel 25.
  4. 4Wirkung erklären: Bis zu den Neuwahlen konnte die Regierung nun ungehindert mit Notverordnungen regieren. Der Widerstand des Parlaments war ausgeschaltet.
  5. 5Einordnen: Nicht allein das Vorhandensein der Verfassungsbefugnisse schwächte die Kontrolle. Entscheidend war hier, wie Hindenburg und Brüning sie nutzten.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die Weltwirtschaftskrise traf die deutsche Wirtschaft ab . Hindenburg stützte Regierungen ohne eigene parlamentarische Mehrheit mit Notverordnungen nach Artikel . Am 30. Januar 1933 ernannte Hitler zum Reichskanzler.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Scheitern der Weimarer Republik

LeichtWelche wirtschaftliche Abhängigkeit machte Deutschland beim Beginn der Weltwirtschaftskrise besonders verletzlich?
MittelWie wirkte politische Unsicherheit nach dem Wahlerfolg der NSDAP 1930 auf die Wirtschaft zurück?
SchwerWas zeigt der Vergleich der Präsidentenbefugnisse unter Ebert 1923 und Hindenburg ab 1930?

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