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Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Augustus: Aufstieg, Prinzipat und Herrschaft erklärt

Du lernst, wie Augustus Alleinherrscher wurde, wie er seine Macht sicherte und warum sein Frieden nicht das Ende aller Kriege bedeutete.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Augustus: Aufstieg, Prinzipat und Herrschaft erklärt

Kurz gesagt

Augustus war der erste römische Kaiser. Seine Herrschaftsordnung heißt Prinzipat: Alte Ämter bestanden weiter, doch er vereinte die entscheidende Macht. Im Inneren des Reiches begann eine lange Friedensphase, während er nach außen zahlreiche Kriege führte.

Kann ein Mann allein herrschen, obwohl die alten Ämter weiterbestehen? Augustus gelang genau das. Du untersuchst seinen Weg zur Macht und wägst Beobachtungen zu seiner Herrschaft ab.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Augustus hieß ursprünglich Gaius Octavius. Er war der Großneffe des römischen Diktators Gaius Iulius Caesar. Ein Großneffe ist der Enkel eines Bruders oder einer Schwester. Ein Diktator war in Rom ein Amtsträger mit besonderen Machtbefugnissen. Nach Caesars Ermordung 44 v. Chr. erfuhr Octavius: Caesar hatte ihn in seinem Testament als Sohn angenommen und zum Haupterben seines Privatvermögens gemacht. Die Abkürzung „v. Chr.“ bedeutet „vor Christus“. Ein Testament legt fest, was nach dem Tod mit dem Besitz geschehen soll. Für diese Zeit nennen Geschichtsschreiber den späteren Augustus meist Octavian.

Octavian erbte damit nicht die Herrschaft über Rom. Er musste Anhänger gewinnen. Dazu leistete er die Zahlungen, die Caesar in seinem Testament für seine früheren Soldaten und die Bevölkerung Roms vorgesehen hatte. Dafür nutzte er eine beschlagnahmte Kriegskasse, also Geld für einen geplanten Krieg, und verkaufte eigenen Besitz. Das brachte ihm viele Unterstützer. Außerdem baute er ein eigenes Heer aus früheren Soldaten Caesars auf.

Octavian wechselte seine Bündnisse. Zunächst kämpfte er gegen Marcus Antonius, einen früheren Heerführer Caesars. 43 v. Chr. erzwang Octavian mit seinen Truppen seine Wahl zum Konsul, einem der höchsten Amtsträger Roms. Noch im selben Jahr verbündete er sich mit Antonius und Marcus Aemilius Lepidus, einem weiteren früheren Heerführer Caesars. Ein solches Dreierbündnis heißt Triumvirat. Ihr Bündnis war gesetzlich abgesichert.

Später schaltete Octavian seine Mitbewerber um die Macht aus. 36 v. Chr. entmachtete er Lepidus. Octavian gewann die Bürgerkriege nach Caesars Ermordung und war ab 31 v. Chr. tatsächlich Alleinherrscher des Römischen Reiches.

Definition

Bürgerkrieg

In einem Bürgerkrieg kämpfen Gruppen aus demselben Staat gegeneinander. In Rom ging es dabei um die Macht im Reich.

Beispiel: Wie Lepidus seine Macht verlor

  1. 136 v. Chr. brachte Octavian die Truppen des Lepidus auf der Insel Sizilien dazu, zu ihm überzulaufen.
  2. 2Damit entmachtete er einen bisherigen Bündnispartner.
  3. 3Der Fall zeigt: Für den Kampf um die Herrschaft war die Unterstützung von Soldaten wichtig.

Teste dich

MittelWie führte Octavians Weg vom Erben zur Alleinherrschaft?

Alles auf einen Blick

Augustus

  • Aufstieg

    Caesars Erbe gab Octavian eine Ausgangsposition, aber keine geerbte Herrschaft. Seine Anhänger und militärischen Siege waren entscheidend.

  • Prinzipat

    Alte Ämter bestanden weiter, während Augustus die entscheidende Macht in seiner Hand vereinte.

  • Frieden

    Die Pax Augusta galt im Inneren des Reiches. Nach außen führte Augustus zahlreiche Kriege.

  • Akzeptanz

    Die neue Ordnung funktionierte, zu Augustus gab es keine realistische andere Möglichkeit der Herrschaft, und die Römer gewöhnten sich während seiner langen Herrschaft daran.

  • Urteil

    Dauerhafte Ordnung und innerer Frieden müssen zusammen mit gewaltsamem Machtgewinn und eingeschränkter Macht anderer betrachtet werden.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Warum viele Menschen die neue Ordnung akzeptierten

  1. 1Aufgabe: Erkläre, warum Augustus’ persönliche Herrschaft für viele Menschen annehmbar wurde.
  2. 2Gründe sammeln: Der Prinzipat funktionierte. Zu Augustus gab es keine realistische andere Möglichkeit der Herrschaft.
  3. 3Den Zeitraum beachten: Augustus regierte nach dem Gewinn der Alleinherrschaft noch mehr als 40 Jahre. Die Römer gewöhnten sich währenddessen an die neue Ordnung.
  4. 4Eine Erklärung formulieren: Die funktionierende Ordnung, die fehlende andere Möglichkeit und die lange Gewöhnung erklären die Annahme seiner Herrschaft.
  5. 5Eine Folge unterscheiden: Mit der neuen Ordnung begann eine lange Zeit des inneren Friedens und des Wohlstands. Diese Folge ist nicht mit den genannten Gründen gleichzusetzen.
  6. 6Die Grenze nennen: Damit ist nicht bewiesen, dass sein gewaltsamer Aufstieg gerechtfertigt war. Eine Erklärung für die Annahme seiner Herrschaft ersetzt kein Urteil über die gesamte Herrschaft.

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Prüfe die Aussagen über den Ehrennamen und die neue Ordnung In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Nach Caesars Ermordung erfuhr Octavian von seiner Einsetzung als Haupterbe. Das gesetzlich abgesicherte Dreierbündnis mit Antonius und Lepidus entstand . Den Ehrennamen Augustus verlieh der Senat Octavian .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Augustus

LeichtWas brachten Octavian die Auszahlungen an Caesars frühere Soldaten und die Bevölkerung Roms?
MittelWelche Beobachtung widerspricht der Behauptung, unter Augustus habe es keine Kriege mehr gegeben?
SchwerWelche Zuordnung gibt die Schwerpunkte der Historiker Ronald Syme und Jochen Bleicken wieder?

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