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Geschichte · Klasse 7–11 · aktualisiert

Migration und Industrialisierung: Ursachen und Folgen

Du lernst, warum Menschen für Industriearbeit umzogen, wie Städte wuchsen und was die Geschichte der Ruhrpolen und historische Zahlen zeigen.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Migration und Industrialisierung: Ursachen und Folgen

Kurz gesagt

Die Industrialisierung schuf Arbeitsplätze, für die Menschen ihren Wohnort wechselten. Zuzug vom Land trug zum Wachstum der Städte bei. Am Beispiel der Ruhrpolen zeigt sich: Eine andere Sprache bedeutete nicht, dass jemand eine Staatsgrenze überschritten hatte.

Für eine neue Arbeit umziehen: Das konnte Einkommen bringen, aber auch ein fremdes Umfeld bedeuten. Im 19. Jahrhundert suchten viele Menschen Arbeit in Industrieregionen. Du untersuchst ihre Gründe, ihre Erfahrungen und die Grenzen von Bevölkerungszahlen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Industrialisierung veränderte die Arbeit: In wichtigen Industriegebieten wurden stark zunehmend Arbeitskräfte gebraucht. Neue Arbeitsplätze zogen Menschen an. Auf dem Land konnten dagegen Armut und fehlende Arbeitsmöglichkeiten Menschen zum Wegziehen bewegen. Arbeitsmigration bedeutet, dass Menschen ihren Wohnort wechseln, um eine Arbeit aufzunehmen.

Die Wanderung vom Land in die Stadt wird auch Landflucht genannt. Sie trug dazu bei, dass Städte wuchsen. Urbanisierung bedeutet jedoch mehr als größere Städte: Auch städtische Lebensweisen breiteten sich aus, etwa in ländlichen Gebieten.

Der Zusammenhang war keine feste Regel für jeden Ort. Städte wuchsen auch dort, wo Industrie nicht die wichtigste treibende Kraft war. Umgekehrt brauchte erfolgreiche Industrialisierung nicht unbedingt schon einen hohen Anteil an Stadtbewohnern.

Wachsende Städte brachten neue Aufgaben mit sich. Im Europa des 19. Jahrhunderts vergrößerte sich mit den Städten auch die Abwassermenge. Damit stieg die Gefahr ansteckender Krankheiten. Leitungen zur Ableitung von Abwasser und eine zentrale Wasserversorgung wurden nötig.

Definition

Migration

Migration ist die Verlagerung des Lebensmittelpunktes für einen längeren Aufenthalt. Einzelne Menschen, Familien oder größere Gruppen können umziehen. Das kann freiwillig oder erzwungen geschehen.

Beispiel: Stadtwachstum und Abwasser

  1. 1In Europas wachsenden Städten des 19. Jahrhunderts nahm die Abwassermenge zu.
  2. 2Dadurch stieg die Gefahr ansteckender Krankheiten.
  3. 3Ein Netz von Abwasserleitungen und eine zentrale Wasserversorgung wurden nötig.

Teste dich

MittelWie lässt sich der Zusammenhang zwischen Industrialisierung und Stadtwachstum beschreiben?

Alles auf einen Blick

Migration und Industrialisierung

  • Zusammenhang

    Industriearbeitsplätze zogen Menschen an; Zuzug konnte Städte wachsen lassen.

  • Wanderungsformen

    Die damalige Staatsgrenze entscheidet, ob ein Umzug Binnenmigration war.

  • Ruhrpolen

    Arbeitsplätze wirkten anziehend, Armut und oft Abhängigkeit von großen Landbesitzern drängten zum Wegziehen.

  • Erfahrungen

    Die Ruhrpolen wurden als fremd wahrgenommen und bauten eigene Einrichtungen auf.

  • Zahlen prüfen

    Ort, Zeitpunkt und gezählte Gruppe begrenzen die Aussage einer Zahl.

  • Beleggrenzen

    Bevölkerungszahlen allein zeigen nicht, welchen Anteil Zuwanderung am Wachstum hatte.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Was belegt die Zahl zu Bottrops Zechen?

  1. 1Aufgabe: Prüfe, ob die Angabe zu Bottrop den Anteil der Migranten an der gesamten Stadtbevölkerung belegt.
  2. 2Angabe festhalten: 1911 stellten Migranten 36 Prozent der Belegschaften der Zechen in Bottrop.
  3. 3Gruppe bestimmen: Gezählt werden die Beschäftigten der Zechen. Gemeint sind nicht alle Einwohner der Stadt.
  4. 4Ergebnis formulieren: Die Zahl belegt den Anteil an den Belegschaften. Den Anteil an der Stadtbevölkerung kannst du daraus nicht ablesen.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu den Gemeinschaften der Ruhrpolen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die Wanderung aus den Ostprovinzen Preußens ins ebenfalls preußische Ruhrgebiet begann seit etwa . Die Arbeiterzeitung „Wiarus Polski“ bestand ab . In Bottrop stellten Migranten 1911 Prozent der Belegschaften der Zechen.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Migration und Industrialisierung

LeichtWelche Wanderung führte über eine Staatsgrenze?
MittelWelche Erklärung verbindet die Wanderung der Ruhrpolen mit der Industrialisierung?
SchwerWarum lässt sich die Zuverlässigkeit der hier genannten historischen Zahlen nicht unabhängig bestätigen?

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