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Geschichte · Klasse 7–11 · aktualisiert

Geschichte der Menschenrechte: Wendepunkte und Grenzen

Du lernst wichtige Wendepunkte der Menschenrechte kennen und prüfst, für wen Rechte galten und wie sie durchgesetzt werden können.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Geschichte der Menschenrechte: Wendepunkte und Grenzen

Kurz gesagt

Menschenrechte stehen jedem Menschen gleichermaßen zu. Ihre Geschichte führte von begrenzten Rechtsgarantien zu allgemeinen Erklärungen und verbindlichen Verträgen. Ausschlüsse, Rücknahmen und fehlende Umsetzung zeigen die Grenzen dieses Fortschritts.

Ein Recht aufzuschreiben bedeutet noch nicht, dass jeder es nutzen kann. Lange wurden gleiche Rechte gefordert, während Menschen davon ausgeschlossen blieben. Du untersuchst, wie sich Rechte veränderten und was zu ihrem Schutz nötig ist.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Menschenrechte stehen jedem Menschen gleichermaßen zu, unabhängig etwa von Herkunft oder Geschlecht. Dieser allgemeine Anspruch unterscheidet sich von frühen Rechten, die bestimmte Gruppen schützten.

1215 erzwangen englische Barone, also mächtige Adlige, die Magna Carta gegen die Willkür des Königs. Willkür bedeutet hier: Der Herrscher handelt nach eigenem Belieben. Klausel 39, ein Abschnitt des Textes, schützte freie Männer vor willkürlicher Haft. Das war noch keine Gleichberechtigung aller.

Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 begründete rechtmäßige Herrschaft mit Gleichheit und Rechten, die Menschen nicht entzogen werden dürfen. Die französische Erklärung von 1789 beanspruchte ebenfalls Freiheit und Gleichheit.

1948 entstand vor dem Hintergrund der Weltkriege und der Verbrechen der Nationalsozialisten die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, kurz AEMR. Sie formulierte einen Rechteanspruch für alle Menschen. Die Europäische Menschenrechtskonvention, kurz EMRK, ist ein Vertrag zum Schutz bestimmter Rechte. Sie wurde 1950 zur Unterzeichnung aufgelegt und trat 1953 in Kraft.

Die Vereinten Nationen, kurz UN, sind ein Zusammenschluss von Staaten. Ihre beiden Menschenrechtspakte von 1966 sind Verträge, die ihre Vertragsstaaten verpflichten. Vertragsstaaten sind Staaten, für die ein Vertrag verbindlich gilt.

Definition

Menschenrechte

Rechte, die jedem Menschen allein deshalb gleichermaßen zustehen, weil er ein Mensch ist.

JahrWendepunkt
1215Die Magna Carta schützt freie Männer vor willkürlicher Haft.
1776Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung formuliert Gleichheit und nicht entziehbare Rechte.
1789Die französische Erklärung beansprucht Freiheit und Gleichheit.
1948Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte formuliert einen allgemeinen Rechteanspruch.
1950Die Europäische Menschenrechtskonvention wird zur Unterzeichnung aufgelegt.
1953Die Europäische Menschenrechtskonvention tritt in Kraft.
1966Die beiden UN-Menschenrechtspakte werden angenommen.

Teste dich

LeichtWie ordnest du die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 ein?

Alles auf einen Blick

Geschichte der Menschenrechte

  • Anspruch

    Menschenrechte stehen jedem Menschen gleichermaßen zu.

  • Frühe Rechte

    Die Magna Carta schützte freie Männer vor willkürlicher Haft, noch nicht alle Menschen gleichermaßen.

  • Ausschlüsse

    Allgemeine Gleichheitsforderungen bedeuteten noch keine politische Gleichberechtigung von Frauen.

  • Verbindlichkeit

    Die AEMR war kein verbindlicher Vertrag; die beiden UN-Pakte verpflichten ihre Vertragsstaaten.

  • Urteil

    Fortschritte müssen zusammen mit Ausschlüssen, Rücknahmen und fehlender Umsetzung beurteilt werden.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Die Schritte beim UN-Zivilpakt unterscheiden

  1. 1Aufgabe: Erkläre, warum die Annahme des UN-Zivilpakts noch nicht seine Umsetzung bewies.
  2. 2Annahme einordnen: 1966 wurde der Vertragstext angenommen.
  3. 3Inkrafttreten unterscheiden: Der Pakt trat am 23. März 1976 in Kraft. Annahme und Inkrafttreten waren verschiedene Schritte.
  4. 4Umsetzung prüfen: Vertragsstaaten müssen die Rechte gewährleisten und wirksame Beschwerdemöglichkeiten schaffen.
  5. 5Ergebnis: Die beiden Zeitangaben belegen Schritte auf dem Weg zur rechtlichen Verbindlichkeit. Sie beweisen noch nicht, dass ein Staat seine Pflichten tatsächlich erfüllt.

Fehler finden

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die von englischen Baronen erzwungene Magna Carta von 1215 schützte vor willkürlicher Haft. Die französische Erklärung mit ihrem Anspruch auf Freiheit und Gleichheit stammt von . Der 1966 angenommene UN-Zivilpakt trat am 23. März in Kraft.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Geschichte der Menschenrechte

LeichtWelche Zeitangabe gehört zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte?
MittelWas zeigt Olympe de Gouges’ Forderung von 1791 im Vergleich zur französischen Erklärung von 1789?
SchwerWie lässt sich der Schutz durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte beurteilen?

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