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Geschichte · Klasse 9–10 · aktualisiert

20. Juli 1944: Attentat und Umsturzversuch

Du lernst, wie Attentat und Umsturz zusammenhingen, warum sie scheiterten und wie du Motive, Verfolgung und Erinnerung einordnest.

0 von 9 Aufgaben gelöst

20. Juli 1944: Attentat und Umsturzversuch

Kurz gesagt

Hitler überlebte. Bild (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg): mehrere hundert Verhaftete, etwa 200 Hingerichtete oder zur Selbsttötung Getriebene. Bundeszentrale für politische Bildung: Tausende Festnahmen von Regimegegnern in den Tagen nach dem Attentat. Hier keine gesicherte gemeinsame Gesamtzahl.

Ein Anschlag auf einen Diktator bedeutet noch keine Übernahme der Macht. Am 20. Juli 1944 wollten Gegner Adolf Hitlers die nationalsozialistische Diktatur und den Krieg beenden. Du untersuchst, warum ihr Versuch scheiterte und weshalb ihr Widerstand ein genaues Urteil verlangt.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Am 20. Juli 1944 brachte Claus Schenk Graf von Stauffenberg, einer der Beteiligten am Umsturzversuch, eine Bombe in eine Besprechung mit dem Diktator Adolf Hitler. Die Besprechung fand in der „Wolfsschanze“ statt. Hitler überlebte leicht verletzt. Hinter dem Anschlag stand ein Netzwerk von Gegnern der nationalsozialistischen Herrschaft, kurz NS-Herrschaft. Dazu gehörten Militärangehörige und Zivilisten, also Menschen außerhalb des Militärs. Sie wollten Hitler ausschalten, seine Herrschaft und den Krieg beenden.

Das Attentat sollte den Weg zur Machtübernahme öffnen. Dafür wollten die Beteiligten den militärischen Plan „Walküre“ nutzen. Ursprünglich sollte dieser Plan innere Unruhen niederschlagen, darunter Aufstände ausländischer Zwangsarbeiter. Das waren Menschen, die zur Arbeit gezwungen wurden. Die Verschwörer gaben dem Plan einen anderen Zweck: Einheiten des deutschen Militärs sollten für die Machtübernahme Dienststellen der NS-Herrschaft besetzen.

Du musst deshalb zwei Schritte unterscheiden: Der Anschlag richtete sich gegen Hitler. Die veränderte Nutzung von „Walküre“ sollte die politische Machtübernahme ermöglichen. Beide Schritte gehörten zum Umsturzversuch, waren aber nicht dasselbe.

Definition

Umsturz

Ein Umsturz soll die bestehende politische Herrschaft beseitigen und die Macht in andere Hände bringen.

Merke: Der Anschlag sollte die Machtübernahme ermöglichen. Die Übernahme der Macht musste jedoch gesondert durchgesetzt werden.

Teste dich

MittelWie waren Attentat und Machtübernahme miteinander verbunden?

Alles auf einen Blick

20. Juli 1944

  • Plan

    Das Attentat sollte den Umsturz ermöglichen; die Machtübernahme war ein eigener Schritt.

  • Scheitern

    Hitlers Überleben, widersprüchliche Nachrichten, verzögerte Befehle und hitlertreue Kräfte wirkten zusammen.

  • Urteil

    Unterschiedliche Motive und politische Vorstellungen verlangen eine getrennte Prüfung von Widerstand und früherer Verantwortung.

  • Verfolgung

    Das NS-Regime verfolgte Beteiligte, weitere Gegner und Angehörige; Frauen hatten auch die Vorbereitung unterstützt.

  • Erinnerung

    Die wachsende Anerkennung in der Bundesrepublik und das offizielle Gedenken in der DDR setzten unterschiedliche Schwerpunkte.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Das Abwarten vieler Offiziere als Teil der Wirkungskette erklären

  1. 1Aufgabe: Erkläre, warum das Abwarten vieler Offiziere zum Scheitern des Umsturzes beitrug.
  2. 2Ausgangspunkt bestimmen: Hitler hatte überlebt. Meldungen darüber trafen auf Befehle zum Umsturz.
  3. 3Zusammenhang erklären: Wegen dieser widersprüchlichen Informationen warteten viele Offiziere ab.
  4. 4Folge benennen: Dadurch wurde es schwerer, militärische Kräfte für den Umsturz in Bewegung zu setzen.
  5. 5Ergebnis begrenzen: Die Nachrichtenprobleme waren eine Ursache unter mehreren. Auch der misslungene Anschlag und das Handeln hitlertreuer Kräfte gehören zur Erklärung.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu den politischen Vorstellungen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Stauffenberg brachte am 20. Juli eine Bombe in die Besprechung mit Hitler in der „Wolfsschanze“. Als die Nachricht nach Berlin zunächst uneindeutig blieb, zögerte , „Walküre“ auszulösen. Kommunistischer Widerstand stand im geteilten Deutschland im Mittelpunkt des offiziellen Gedenkens der .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: 20. Juli 1944

LeichtWelchen ursprünglichen Zweck hatte der Plan „Walküre“?
MittelWie ist die Rolle des „Volksgerichtshofs“ nach dem Umsturzversuch einzuordnen?
SchwerWelche Vorgehensweise führt zu einem differenzierten Urteil über einen Beteiligten?

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