Französisch · Klasse 5–7 · aktualisiert
Französischer Imperativ: Bildung und Verwendung
Du lernst, wie du auf Französisch Aufforderungen bildest, verneinst und bei reflexiven Verben die Pronomen richtig stellst.
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Kurz gesagt
Der Imperativ ist die Befehlsform und hat drei Formen: für tu, nous und vous. Ein Subjektpronomen steht nicht davor: Regardez. Verneint umschließen ne und pas das Verb: Ne prends pas. Bei reflexiven Verben steht bejaht -toi, -nous oder -vous hinter dem Verb.
„Komm mit!“ „Hab keine Angst!“ „Lass uns gehen!“ Mit solchen Sätzen bittest, rätst oder lädst du jemanden ein. Im Französischen brauchst du dafür den Imperativ. Hier lernst du, wie du ihn bildest, verneinst und bei reflexiven Verben benutzt.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
3 Abschnitte
Der Imperativ ist die Befehlsform. Du benutzt ihn für Aufforderungen, Befehle, Ratschläge und Einladungen. Auf Französisch heißt er impératif. Er hat drei Formen: eine für tu, eine für nous und eine für vous. Vous benutzt du auch als höfliche Anrede.
Vor die Imperativform setzt du kein Subjektpronomen, also kein tu, nous oder vous. Anders als im Deutschen markierst du den Imperativ nicht mit einem Ausrufezeichen. Für nous und vous sind die Formen mit dem Präsens identisch, außer bei Verben wie être und avoir. Aus nous regardons wird Regardons. Das bedeutet: Lass uns schauen. Aus vous regardez wird Regardez.
Die tu-Form leitest du aus der je-Form des Präsens ab: je mange wird Mange, je fais wird Fais. Bei manchen Verben fällt dabei das s der tu-Form im Präsens weg, bei anderen bleibt es gleich. Eine allgemeine Regel, bei welchen Verben das so ist, lernst du hier nicht. Merk dir die Beispiele.
Drei wichtige Verben haben unregelmäßige Imperativformen: aller, avoir und être. Die musst du auswendig lernen.
Definition
Impératif
Die Befehlsform für Aufforderungen, Befehle, Ratschläge und Einladungen. Es gibt drei Formen: für tu, für nous und für vous.
Beispiel: Regarder (schauen) im Imperativ
- 1tu: Regarde. (Schau.)
- 2nous: Regardons. (Lass uns schauen.)
- 3vous: Regardez. (Schaut.)
| Verb | tu | nous / vous |
|---|---|---|
| aller | va | allons / allez |
| avoir (haben) | aie | ayons / ayez |
| être (sein) | sois | soyons / soyez |
Teste dich
Bejahte Aufforderung: Du benutzt nur die Verbform, ohne Subjektpronomen. Ein Beispiel ist Prends. Ein Objekt kann folgen, zum Beispiel Prends deux litres.
Verneinte Aufforderung: Das Verb wird von ne und pas umschlossen. Ne steht vor dem Verb, pas dahinter: Ne prends pas.
Vor einem Vokal oder einem stummen h wird ne zu n': N'aie pas peur. In der gesprochenen Sprache fällt ne oft weg. Hier lernst du die vollständige Form mit ne … pas.
Beispiel: Prendre (nehmen) und avoir (haben) verneinen
- 1Bejaht: Prends. (Nimm.)
- 2Verneint: Ne prends pas. (Nimm nicht.)
- 3Verneint, Verb beginnt mit Vokal: N'aie pas peur. (Hab keine Angst.)
Merke: Bejaht steht nur die Verbform. Verneint heißt es ne + Verb + pas. Vor einem Vokal wird ne zu n'.
Teste dich
Reflexive Verben sind rückbezügliche Verben. Sie haben ein zusätzliches Pronomen, das sich auf die Person selbst bezieht. Als Beispiel dient hier das Verb se promener.
Bejaht setzt du die Formen toi, nous oder vous hinter das Verb: Promène-toi. Promenons-nous. Promenez-vous.
Verneint stehen te (oder t'), nous oder vous vor dem Verb. Ne steht davor und pas hinter dem Verb: Ne te promène pas. Ne nous promenons pas. Ne vous promenez pas.
Achte darauf: Bejaht heißt es toi, verneint te. Bei nous und vous bleibt das Pronomen gleich, nur seine Stellung ändert sich.
| Person | bejaht | verneint |
|---|---|---|
| tu | Promène-toi. | Ne te promène pas. |
| nous | Promenons-nous. | Ne nous promenons pas. |
| vous | Promenez-vous. | Ne vous promenez pas. |
Merke: Bejaht: Pronomen hinter dem Verb (-toi, -nous, -vous). Verneint: Pronomen vor dem Verb (te, nous, vous).
Teste dich
Alles auf einen Blick
Imperativ
Formen
Der Imperativ hat drei Formen, für tu, nous und vous, ohne Subjektpronomen.
Bildung
Nous und vous sind wie im Präsens, außer bei Verben wie être und avoir. Die tu-Form kommt aus der je-Form.
Sonderformen
aller (va), avoir (aie) und être (sois) haben eigene Formen.
Verneinung
Ne und pas umschließen das Verb, vor Vokal heißt es n'.
Reflexive Verben
Bejaht stehen -toi, -nous, -vous hinter dem Verb, verneint te, nous, vous davor.
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Erfundene Musteraufgabe: Faire (machen) im Imperativ
- 1Aufgabe (erfunden): Bilde den Imperativ von faire für tu, nous und vous. Verneine dann die vous-Form.
- 2Schritt 1, tu: Die Präsens-Form je fais ergibt Fais.
- 3Schritt 2, nous: Aus nous faisons wird Faisons, ohne nous.
- 4Schritt 3, vous: Aus vous faites wird Faites, ohne vous.
- 5Schritt 4, verneinen: Ne und pas umschließen Faites. Faire beginnt mit f, also bleibt es ne: Ne faites pas.
Fehler finden
Prüfe die erfundenen Aussagen zu den Imperativformen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Bei être gilt nicht die Präsensform, sondern eine eigene Imperativform ohne Subjektpronomen. Richtig: Soyons.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Vor einer Imperativform steht Subjektpronomen. Im Satz „Ne prends pas.“ steht das Verb ne und pas. Im bejahten Imperativ steht bei tu das Pronomen hinter dem Verb.
Karteikasten
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