Französisch · Klasse 5–7 · aktualisiert
Fragesatz im Französischen: Formen und Fragewörter
Du lernst drei französische Frageformen, unterscheidest Ja/Nein-Fragen von Informationsfragen und wählst passende Fragewörter.
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Kurz gesagt
Du bildest französische Fragen mit steigender Stimme, mit „est-ce que“ oder durch Umstellen von Wörtern. Eine Frage kann prüfen, ob etwas zutrifft, oder eine bestimmte Information verlangen.
Möchtest du wissen, ob jemand Französisch spricht oder wo jemand wohnt? Dafür brauchst du unterschiedliche Fragen. Du lernst, wie du sie bildest und welche Wörter dir dabei helfen.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
3 Abschnitte
Ein Verb nennt zum Beispiel eine Tätigkeit. Seine gebeugte Form passt zur Person: „parler“ bedeutet „sprechen“, „tu parles“ bedeutet „du sprichst“. Das Subjekt ist der Satzteil, über den etwas gesagt wird. Ein Subjektpronomen steht dafür: „tu“ bedeutet „du“, „il“ bedeutet „er“, „elle“ bedeutet „sie“. „Vous“ bedeutet „ihr“ oder höflich „Sie“.
Bei einer Intonationsfrage bleibt die Wortfolge der Aussage erhalten. Intonation bedeutet hier Stimmführung: Beim Sprechen steigt die Stimme am Ende. Beim Schreiben setzt du ein Fragezeichen. Diese Frageform ist in Gesprächen sehr verbreitet.
Du kannst auch „est-ce que“ vor die Aussage setzen. Danach bleibt das Subjekt vor dem Verb. Vor einem Vokal, also einem Selbstlaut wie „e“, wird „que“ zu „qu’“. Die Wörter „est-ce que“ übersetzt du in der deutschen Frage nicht einzeln.
Bei der Inversionsfrage stellst du das gebeugte Verb vor das Subjektpronomen. Ein Bindestrich verbindet beide. Diese Form passt besonders zu formellen Fragen, etwa in einer förmlichen Gesprächssituation. Sie ist im Gespräch aber nicht ausgeschlossen. Auch „est-ce que“ ist nicht auf mündliche Fragen beschränkt.
Definition
Inversion
Inversion bedeutet hier Umstellung: Das gebeugte Verb steht vor dem Subjektpronomen.
Beispiel: Erfundenes Beispiel: nach Sprachkenntnissen fragen
- 1Aussage: „Tu parles français.“ – Du sprichst Französisch.
- 2Intonationsfrage: „Tu parles français ?“
- 3Frage mit „est-ce que“: „Est-ce que tu parles français ?“
- 4Inversionsfrage: „Parles-tu français ?“
- 5Alle drei Fragen bedeuten hier: Sprichst du Französisch?
- 6Vor „elle“ wird gekürzt: „Est-ce qu’elle parle français ?“ – Spricht sie Französisch?
Merke: Die Frageform verändert hier nicht die erfragte Information. Achte beim Bilden einer Inversionsfrage auf die Reihenfolge und den Bindestrich.
Teste dich
Eine Entscheidungsfrage fragt, ob etwas zutrifft. Eine kurze Antwort kann „oui“ für „ja“ oder „non“ für „nein“ sein. Eine Ergänzungsfrage verlangt dagegen eine bestimmte Information. Sie enthält ein Fragewort oder eine Fragegruppe. Ein bloßes Ja oder Nein liefert die gesuchte Information nicht.
Die Frageart und die Frageform sind zwei verschiedene Dinge. Die Frageart sagt, welche Antwort gesucht ist. Die Frageform sagt, wie du den Satz baust. Auch eine Ergänzungsfrage kann „est-ce que“ enthalten. Das Fragewort steht dann davor.
Eine Besonderheit gibt es bei einer verneinten Frage. „Ne … pas“ drückt hier „nicht“ aus. Wenn du der Verneinung widersprichst, antwortest du mit „si“: Das bedeutet dann „doch“. „Non“ bestätigt dagegen die negative Antwort. Auch eine verneinte Frage kann eine Entscheidungsfrage sein.
Beispiel: Erfundene Beispiele: Tanzen und Wohnort
- 1„Habiter“ bedeutet „wohnen“; „tu habites“ heißt „du wohnst“.
- 2„Est-ce que tu danses ?“ – Tanzt du? „Danser“ bedeutet „tanzen“.
- 3„Où est-ce que tu habites ?“ – Wo wohnst du?
- 4Die erste Frage verlangt Ja oder Nein. Die zweite verlangt den Wohnort.
Merke: „Si“ bedeutet als Widerspruch auf eine verneinte Frage „doch“. Verwechsle die Frageart nicht mit der Art, wie der Satz gebaut ist.
Teste dich
Wähle das Fragewort nach der gesuchten Information. Die Tabelle hilft dir dabei. Vor „est-ce que“ steht das Fragewort. Bei der hier behandelten Inversion steht es vor dem umgestellten Verb und Pronomen. Erfundenes Beispiel: „Quand partez-vous ?“ bedeutet „Wann fahrt ihr ab?“. „Partir“ heißt „abfahren“ oder „weggehen“, „vous partez“ heißt hier „ihr fahrt ab“. Die passende deutsche Übersetzung hängt vom Satz ab.
Bei Personen fragst du mit „qui“. Für die folgenden Beispiele hilft diese Unterscheidung: Das Subjekt handelt; beim direkten Objekt fragst du, wen oder was die Handlung betrifft. Verhältniswörter wie „avec“ heißen Präpositionen. „Avec“ bedeutet „mit“. Für eine gesuchte Person als Subjekt stehen „qui“ oder „qui est-ce qui“, als direktes Objekt „qui“ oder „qui est-ce que“. Erfundenes Beispiel mit „chercher“ = „suchen“: „Qui est-ce qui cherche Marie ?“ bedeutet „Wer sucht Marie?“. „Qui est-ce que Marie cherche ?“ bedeutet „Wen sucht Marie?“. Nur im zweiten Satz ist Marie das Subjekt. Marie ist hier eine erfundene Person.
Für eine Sache als Subjekt nimmst du „qu’est-ce qui“. Für eine Sache als direktes Objekt stehen „que“ oder „qu’est-ce que“. Nach einer Präposition steht bei Personen „qui“, bei Sachen „quoi“: „avec qui“ bedeutet „mit wem“, „de quoi“ kann „worüber“ bedeuten.
„Quel“ fragt nach „welcher“, „welche“ oder „welches“. Es begleitet ein Nomen, also ein Wort für etwa eine Person oder Sache. Es kann auch mit „être“ = „sein“ und einem Nomen stehen; es muss also nicht unmittelbar neben dem Nomen stehen. „Lequel“ ersetzt dagegen ein Nomen. Beide passen zu dessen grammatischem Geschlecht und Zahl. Maskulin bedeutet grammatisch männlich, feminin grammatisch weiblich. Singular heißt Einzahl, Plural heißt Mehrzahl. Die zweite Tabelle zeigt die Formen.
Bei der Inversion ergänzt du vor „il“, „elle“ und „on“ nach einer Verbform auf „e“ oder „a“ ein „-t-“. „On“ bedeutet „man“ und steht im Gespräch oft für „wir“. Erfundenes Beispiel: „Parle-t-elle français ?“ heißt „Spricht sie Französisch?“. Steht schon ein „t“ oder „d“ am Verbende, kommt kein weiteres „t“ hinzu. Das ist keine vollständige Regel für alle anderen Endungen; es gibt weitere Sonderfälle. Ein Name kann vorn bleiben und durch das passende Pronomen wiederaufgenommen werden: „Marie parle-t-elle français ?“ heißt im erfundenen Beispiel „Spricht Marie Französisch?“.
Eine indirekte Frage ist eine Frage, die von einem anderen Verb abhängt, etwa von „demander“ = „fragen“. Hier lernst du einfache Sätze mit einer Einleitung in der Gegenwart. Bei einer Ja/Nein-Frage folgt „si“ = „ob“. Bei einer Frage nach Ort oder Zeit bleibt „où“ oder „quand“. Erfunden: „Marie demande si tu parles français.“ heißt „Marie fragt, ob du Französisch sprichst.“ „Marie demande où tu habites.“ heißt „Marie fragt, wo du wohnst.“ In diesen einfachen Sätzen steht nach „si“ oder dem Fragewort das Subjektpronomen vor dem Verb. Du verwendest dort kein „est-ce que“. Das Wort „si“ bedeutet hier „ob“, nicht die Antwort „doch“.
| Fragewort | Gesuchte Information |
|---|---|
| où | wo oder wohin: Ort oder Richtung |
| quand | wann: Zeitpunkt |
| comment | wie: Art und Weise |
| pourquoi | warum: Grund |
| combien | wie viel: Menge |
| combien de + Nomen | wie viele: Anzahl |
| Geschlecht und Zahl | Mit Nomen | Anstelle des Nomens |
|---|---|---|
| maskulin, Singular | quel | lequel |
| feminin, Singular | quelle | laquelle |
| maskulin, Plural | quels | lesquels |
| feminin, Plural | quelles | lesquelles |
Merke: Ein ergänztes „-t-“ hat auf beiden Seiten einen Bindestrich. Ein bereits vorhandenes „t“ oder „d“ am Verbende braucht kein zusätzliches „t“.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Fragesatz
Frageformen
Du kannst mit steigender Stimme, „est-ce que“ oder Inversion fragen.
Fragearten
Eine Entscheidungsfrage verlangt eine Entscheidung; eine Ergänzungsfrage eine bestimmte Information.
Antwort
Mit „si“ widersprichst du der Verneinung in einer Frage.
Fragewörter
Wähle nach der gesuchten Information, etwa „où“ für den Ort und „quand“ für den Zeitpunkt.
Personen und Sachen
Achte darauf, ob du nach dem Subjekt oder dem direkten Objekt fragst.
Auswahl
„Quel“ steht mit einem Nomen; „lequel“ ersetzt es. Beide passen zu Geschlecht und Zahl.
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Erfundene Musteraufgabe: höflich nach dem Befinden fragen
- 1Aufgabe: Bilde eine Inversionsfrage mit „comment“ = „wie“ und „vous allez“. Hier sprichst du eine Person höflich mit „Sie“ an.
- 2„Aller“ bedeutet wörtlich „gehen“ und wird auch für das Befinden verwendet. „Vous allez“ ist die passende gebeugte Form.
- 3Stelle das Verb vor das Subjektpronomen und verbinde beide: „allez-vous“.
- 4Setze das Fragewort davor und ein Fragezeichen dahinter: „Comment allez-vous ?“
- 5Die Frage bedeutet hier: „Wie geht es Ihnen?“ Die Inversionsform passt besonders zu einer formellen Frage.
Fehler finden
Prüfe die erfundene Frage zum Weggehen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 2Das zusätzliche „t“ ist falsch, weil „part“ bereits auf „t“ endet. Richtig: „Part-il ?“
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Vor dem mit „e“ beginnenden „elle“ steht die Frageeinleitung . Wenn du mit einer kurzen Antwort einer verneinten Frage widersprichst, sagst du . Nach einem Zeitpunkt fragst du mit .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback