Französisch · Klasse 10–13 · aktualisiert
Akademischer Wortschatz Französisch: präzise schreiben
Du lernst, französische Aussagen genauer zu formulieren, passende Wortverbindungen zu nutzen und Gedanken sowie Unsicherheit klar auszudrücken.
0 von 9 Aufgaben gelöst
Kurz gesagt
Akademischer Wortschatz hilft dir, auf Französisch sachlich und genau zu schreiben. Entscheidend sind passende Wörter, klare Verbindungen zwischen Gedanken und Aussagen, deren Sicherheit zu den vorhandenen Angaben passt.
Bei einer Analyse untersuchst du einen Text genauer. Schreibst du auf Französisch, merkst du: Wörter wie „Dinge“ sagen wenig aus. Genauere Wörter helfen deinem Leser, deinen Gedanken zu verstehen. Dazu brauchst du passende Wortverbindungen und musst zeigen, was feststeht und was noch unsicher ist.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Akademischer Wortschatz meint hier sachlich passende Wörter für eine Analyse oder begründete Darstellung. Präzisieren bedeutet, genauer zu sagen, was du meinst. Ein kompliziertes Wort ist deshalb noch kein treffendes Wort.
Gehe schrittweise vor: Suche zunächst einen vagen, also ungenauen Ausdruck. Bestimme dann anhand des sichtbaren Zusammenhangs, welcher Gegenstand gemeint ist. Ersetze den Ausdruck durch eine passende genauere Formulierung. Der Zusammenhang heißt auch Kontext.
„Il y a des choses“ bedeutet „Es gibt Dinge“. Die Formulierung lässt offen, welche Dinge gemeint sind. Benennt deine Vorgabe Probleme, kannst du diese genauer benennen. Eine Zahl darfst du aber nur ergänzen, wenn die Vorgabe sie enthält. Genau schreiben heißt nicht, fehlende Angaben zu erfinden.
Definition
Präzisieren
Genauer ausdrücken, was gemeint ist. Die genauere Aussage muss durch den sichtbaren Kontext gedeckt sein.
Merke: Prüfe bei jedem genaueren Wort: Enthält die Vorgabe wirklich die Information, die ich damit ausdrücke?
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Eine Kollokation ist eine gebräuchliche Wortverbindung. Lerne „poser un problème“ und „tirer une conclusion“ jeweils als Ganzes.
„Poser un problème“ bedeutet im Zusammenhang mit einer schwierigen Situation: ein Problem aufwerfen oder darstellen. Die Wendung benennt eine Problembeziehung. Sie sagt für sich genommen noch nicht, welches konkrete Problem vorliegt. Deshalb ersetzt sie nicht in jedem Zusammenhang eine genauere Erklärung.
„Tirer une conclusion“ bedeutet, aus Angaben oder Überlegungen eine Schlussfolgerung zu ziehen. Eine Schlussfolgerung ist hier ein gedankliches Ergebnis. Der vorherige Kontext muss zeigen, worauf sie beruht; gegebenenfalls musst du auch erklären, wie sie lautet. Die Wendung allein beweist nicht, dass das Ergebnis richtig ist: Schlussfolgerungen können auch übereilt oder schlecht begründet sein.
Die Wendungen erfüllen verschiedene Aufgaben: Die erste benennt ein Problem, die zweite einen Denkschritt zum Ergebnis. Du lernst hier die Form „poser un problème“. Daraus folgt kein allgemeines Verbot der Variante „poser problème“ ohne Artikel.
| Wortverbindung | Bedeutung im behandelten Kontext | Was du zusätzlich prüfen musst |
|---|---|---|
| poser un problème | ein Problem aufwerfen oder darstellen | Wird deutlich, welches Problem gemeint ist? |
| tirer une conclusion | eine Schlussfolgerung ziehen | Worauf beruht das Ergebnis, und ist es begründet? |
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Kohäsion bedeutet hier sprachlich sichtbaren Zusammenhang. Dafür nutzt du passende Verknüpfungen und machst deutlich, auf welchen Gegenstand du dich beziehst. Ein Konnektor ist ein Wort oder eine Wendung, die eine Beziehung zwischen Aussagen zeigt.
„De plus“ bedeutet „außerdem“ und ergänzt einen Gedanken. „Par conséquent“ bedeutet „folglich“ und kennzeichnet eine Folge. „D’abord“ bedeutet „zuerst“, „ensuite“ bedeutet „danach“: Damit ordnest du Schritte. Wähle die Verbindung nach der tatsächlichen Beziehung. „Par conséquent“ beweist keine Folge, sondern kennzeichnet eine Folge, die inhaltlich begründet sein muss.
Plane auch den Zusammenhang zwischen Absätzen. Ein Absatz behandelt normalerweise einen Schwerpunkt. Überlege für den Übergang, ob der nächste Absatz etwa einen Gedanken ergänzt oder eine begründete Folge entwickelt. Wähle dafür die passende Verbindung.
Du kannst einen bereits genannten Gegenstand erneut mit seinem Nomen, also seinem Namen oder seiner Bezeichnung, nennen. Auch ein Pronomen, ein stellvertretendes Wort wie „il“ für „er“, kann den Bezug herstellen. Nach mehreren männlichen Nomen kann aber unklar sein, welches gemeint ist. Dann kann die erneute Nennung des gemeinten Nomens klarer sein.
Beispiel: Erfundenes Beispiel: eine Untersuchung ordnen
- 1Kontext: Ein Problem wurde bereits eingeführt. Nun beschreibst du die Arbeitsschritte.
- 2„D’abord, on examine le problème.“ – Zuerst untersucht man das Problem.
- 3„Ensuite, on peut tirer une conclusion.“ – Danach kann man eine Schlussfolgerung ziehen.
- 4„D’abord“ und „ensuite“ ordnen die Schritte. „Le problème“ nimmt das bereits eingeführte Problem wieder auf.
Merke: Prüfe Übergänge und Bezüge: Welche Beziehung besteht zwischen den Gedanken, und worauf bezieht sich jedes stellvertretende Wort?
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Register heißt die Sprachweise, die zur Kommunikationssituation und ihrem Grad an Förmlichkeit passt. In einer schulischen Analyse wählst du verständliche, sachliche Formulierungen nach Aufgabe und Leser. Sachlich schreiben bedeutet nicht, jede persönliche Formulierung zu vermeiden. In einer persönlichen Stellungnahme kann etwa „je pense que…“ – „ich denke, dass…“ – sinnvoll sein.
Prüfe getrennt davon, wie sicher deine Aussage ist. Modalisierung heißt hier, diese Sicherheit sprachlich kenntlich zu machen. „Peut-être“ bedeutet „vielleicht“ und markiert Zweifel, Vermutung oder Wahrscheinlichkeit. Es nennt keine genaue numerische Wahrscheinlichkeit, also keinen bestimmten Zahlenwert.
Passe die Stärke deiner Aussage an die vorhandenen Angaben an. Eine einzelne beobachtete Stelle erlaubt nicht ohne Weiteres eine Behauptung über alle Fälle. Eine klar belegte Feststellung musst du andererseits nicht vorsorglich zur Vermutung abschwächen. „Peut-être“ zeigt Unsicherheit; es ersetzt keinen Beleg.
Register und Sicherheit sind verschiedene Fragen: Passt die Sprachweise zur Aufgabe? Und ist die Aussage so sicher formuliert, wie die Angaben es erlauben? Ein förmlicher Satz kann unbelegt sein. Eine einfache Formulierung kann genau und gut gestützt sein.
Merke: Prüfe Sprachweise und Sicherheit getrennt. Förmliche Wörter machen eine Behauptung nicht besser belegt.
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Alles auf einen Blick
Akademischer Wortschatz Französisch
Präzision
Benenne genauer, was der Kontext tatsächlich hergibt.
Kollokationen
Lerne gebräuchliche Wortverbindungen mit ihrer jeweiligen Funktion.
Zusammenhang
Wähle passende Verbindungen und mache Bezüge erkennbar.
Absätze
Plane normalerweise einen Schwerpunkt pro Absatz und verbinde die Textteile.
Register und Sicherheit
Prüfe die passende Sprachweise getrennt von der Stärke deiner Belege.
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Erfundene Musteraufgabe: eine Berichtsnotiz präzisieren
- 1Vollständige Vorgabe: In einem erfundenen Bericht werden zwei Probleme genannt. Die Notiz dazu lautet: „Il y a des choses.“ – Es gibt Dinge.
- 2Finde den vagen Ausdruck: „des choses“ bedeutet „Dinge“ und benennt den Gegenstand nicht genau.
- 3Prüfe die Angaben: Gemeint sind Probleme. Die Vorgabe nennt ausdrücklich zwei.
- 4Überarbeite die Notiz: „Le texte présente deux problèmes.“ – Der Text stellt zwei Probleme dar.
- 5Kontrolliere die Ergänzungen: Gegenstand und Anzahl stammen aus der erfundenen Vorgabe. Ohne die Mengenangabe dürftest du „deux“ nicht ergänzen.
Fehler finden
Prüfe die erfundene Einschätzung einer Situation In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 2Die zweite Zeile verwechselt eine unsichere Einschätzung mit einer sicheren. Richtig: Die Problemeinschätzung wird mit „peut-être“ als unsicher gekennzeichnet.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Für das gedankliche Ergebnis aus Angaben passt die Wortverbindung . Soll eine inhaltlich begründete Folge gekennzeichnet werden, passt . Soll eine Einschätzung ausdrücklich als noch unsicher erscheinen, hilft .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback