Deutsch · Klasse 3–4 · aktualisiert
Komparation: Adjektive richtig steigern
Schnell, schneller, am schnellsten: Du lernst, Adjektive zu steigern, mit „wie“ und „als“ zu vergleichen und Formen wie „besser“ zu bilden.
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Kurz gesagt
Komparation heißt Steigerung von Adjektiven. Es gibt drei Stufen: Positiv (schnell), Komparativ (schneller) und Superlativ (am schnellsten). Bei Gleichheit sagst du „so schnell wie“, bei Ungleichheit „schneller als“. Manche Formen sind besonders: gut – besser – am besten.
Mit der Komparation veränderst du ein Adjektiv, um Eigenschaften zu vergleichen. Die drei Steigerungsstufen heißen Positiv, Komparativ und Superlativ: „schnell – schneller – am schnellsten“.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Adjektive beschreiben Eigenschaften, zum Beispiel klein, laut oder freundlich. Viele Adjektive lassen sich steigern. Komparativ: Der Komparativ ist die erste Steigerungsstufe. Mit ihm vergleichst du zwei Lebewesen, Dinge oder Zustände: „Der Hund ist schneller als die Katze.“ Superlativ: Der Superlativ ist die höchste Steigerungsstufe: „Von den drei Tieren läuft der Hund am schnellsten.“
Definition
Positiv
Der Positiv ist die Grundform eines Adjektivs. Er nennt eine Eigenschaft, ohne sie zu steigern: „Der Hund ist schnell.“
| Stufe | Aufgabe | Beispiel |
|---|---|---|
| Positiv | Eigenschaft nennen | schnell |
| Komparativ | zwei Größen vergleichen | schneller |
| Superlativ | höchsten Grad nennen | am schnellsten |
Beispiel: Drei Wege sind unterschiedlich lang:
- 1Der Waldweg ist kurz: Positiv.
- 2Der Feldweg ist kürzer als der Waldweg: Komparativ.
- 3Der Uferweg ist am kürzesten: Superlativ.
- 4Die Formen beziehen sich auf dieselbe Eigenschaft kurz. Der Positiv nennt sie; die beiden Steigerungsformen ordnen die Wege im Vergleich ein.
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Für einen Vergleich musst du zuerst entscheiden: Sind die Eigenschaften gleich stark oder unterschiedlich stark? Bei Gleichheit verwendest du den Positiv mit so, genauso, gleich oder ebenso und dem Vergleichswort wie: „Mira läuft genauso schnell wie Ben.“ Bei Ungleichheit verwendest du den Komparativ und das Vergleichswort als: „Mira läuft schneller als Ben.“ Du kannst Ungleichheit auch ohne Komparativ ausdrücken: „Ben läuft nicht so schnell wie Mira.“ Den regelmäßigen Komparativ bildest du mit -er. Endet die Grundform bereits auf ein unbetontes -e, hängst du nur -r an: schnell → schneller. leise → leiser. mutig → mutiger. Wenn du die Eigenschaft mit einem Verb ausdrückst, etwa „ist schnell“ oder „läuft schnell“, verwendest du im Superlativ meist am und die Endung -sten oder -esten: schnell → am schnellsten. leise → am leisesten. mutig → am mutigsten. Bei manchen Formen erleichtert ein zusätzliches e die Aussprache: laut → lauter → am lautesten. rund → runder → am rundesten. interessant → interessanter → am interessantesten. Einige kurze Adjektive mit a, o oder u erhalten beim Steigern einen Umlaut. Das geschieht jedoch nicht bei jedem solchen Adjektiv. alt → älter → am ältesten. groß → größer → am größten. jung → jünger → am jüngsten. kurz → kürzer → am kürzesten. Bei Adjektiven wie teuer und dunkel fällt im Komparativ ein unbetontes e weg: „teuer – teurer“, „dunkel – dunkler“. Lerne diese gebräuchlichen Formen zusammen mit den Superlativen am teuersten und am dunkelsten. Häufige besondere Formen wie gut – besser – am besten lernst du am besten als ganze Reihe (siehe Tabelle). Auch einige Adverbien lassen sich steigern. Das sind Wörter, die beispielsweise eine Handlung näher beschreiben. Gern ist ein Adverb: „Ich lese gern.“ Seine Reihe lautet gern – lieber – am liebsten. Du kannst also sagen: „Ich lese lieber, als ich fernsehe.“
Merke: Gleichheit: so + Positiv + wie. Ungleichheit: Komparativ + als.
Beispiel: Lea und Amir haben beide 15 Punkte. Deshalb heißt es: „Lea hat genauso viele Punkte wie Amir.“
- 1Noah hat 18 Punkte. So formulierst du den Vergleich mit Lea:
- 2Du vergleichst die Anzahl der Punkte: 18 ist mehr als 15. Die Anzahlen sind also ungleich.
- 3Du brauchst den Komparativ von viel. Diese besondere Form lautet mehr.
- 4Du verbindest den Vergleich mit als: „Noah hat mehr Punkte als Lea.“
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| gut | besser | am besten |
| viel | mehr | am meisten |
| hoch | höher | am höchsten |
| nah | näher | am nächsten |
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Beschreibt das Adjektiv mit einem Verb wie sein eine Eigenschaft, bleibt der Komparativ ohne zusätzliche Endung. Beim Superlativ verwendest du dann die Form mit am: Der erste Film ist spannender. Von allen Filmen ist der dritte am spannendsten. Steht das Adjektiv direkt vor einem Nomen, etwa in „der spannende Film“, bekommt auch die Steigerungsform eine passende Endung: der spannendere Film, ein spannenderer Film, die spannenderen Filme, der spannendste Film. Die Endung hängt vom Artikel, vom grammatischen Geschlecht, von Einzahl oder Mehrzahl und vom Fall ab. In der spannendere Film zeigt -er- den Komparativ; das -e am Ende passt das Wort an das Nomen an. Ausnahme: Mehr bekommt keine Endung: „mehr Punkte“, nicht „mehre Punkte“. Steigere außerdem nur den passenden Teil: das weiter entfernte Ziel, das am weitesten entfernte Ziel. „Weiter entferntere“ wäre eine unnötige doppelte Steigerung.
Beispiel: Aus „Das Fahrrad ist schnell“ wird beim Vergleich:
- 1mit sein: „Das Motorrad ist schneller als das Fahrrad.“
- 2vor dem Nomen: „Das Motorrad ist das schnellere Fahrzeug.“
- 3In dieser Beispielsituation ist das Motorrad das schnellere der beiden Fahrzeuge. Beim direkten Beschreiben des Nomens Fahrzeug kommt zur Form schneller die Endung -e hinzu.
- 4Entscheidend ist die Verwendung, nicht bloß die Wortstellung: Auch in „Schneller ist das Motorrad“ steht keine zusätzliche Adjektivendung. Ebenso bleibt der Komparativ bei einer Handlung unverändert: „Das Motorrad fährt schneller.“
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Nicht jede Eigenschaft lässt sich sinnvoll abstufen. Wörter wie tot, einzig oder maximal lassen sich in ihrer wörtlichen Bedeutung normalerweise nicht abstufen. Optimal bedeutet bereits „bestmöglich“. In der Standardsprache vermeidest du deshalb Formen wie „einzigste“ oder „optimalste“. Als bewusste Übertreibung kommen solche Formen zwar vor, in neutralen Sachtexten bleibst du aber bei einzig und optimal. Achte außerdem auf diese häufigen Fehler: Gleichheit heißt so groß wie, nicht „so groß als“. Ungleichheit heißt größer als, standardsprachlich nicht „größer wie“. Von gut heißt es besser, nicht „guter“ oder „güter“. Von viel heißt es mehr, nicht „vieler“. Von gern heißt es lieber, nicht „gerner“. Von hoch heißt es höher, nicht „hocher“.
Merke: Prüfe vor dem Steigern drei Fragen: Ist die Eigenschaft überhaupt abstufbar? Ist die Form regelmäßig oder besonders? Brauche ich wie für Gleichheit oder als für Ungleichheit?
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Alles auf einen Blick
Komparation
Stufen
schnell – schneller – am schnellsten
Gleichheit
so schnell wie
Ungleichheit
schneller als
Bildung
-er und am …-sten, manchmal mit Umlaut
Besondere Formen
gut – besser – am besten
Grenzen
nicht jede Eigenschaft ist steigerbar
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Vergleiche die Geschwister: Lena ist 1,40 m groß, Paul auch 1,40 m und Tim 1,55 m.
- 1Lena und Paul sind gleich groß. Gleichheit: so + Positiv + wie → „Lena ist so groß wie Paul.“
- 2Tim ist größer als Lena. Ungleichheit: Komparativ mit Umlaut + als → „Tim ist größer als Lena.“
- 3Von allen dreien ist Tim der Größte. Superlativ → „Tim ist am größten.“
- 4Die ganze Reihe lautet: groß – größer – am größten.
Fehler finden
Lukas schreibt fünf Vergleiche in sein Heft. In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Nach dem Komparativ „wärmer“ steht bei Ungleichheit „als“, nicht „wie“. Richtig: Im Sommer ist es viel wärmer als im Winter.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Der Komparativ von klein heißt . Der Superlativ von jung heißt . Gut wird zu und viel zu mehr gesteigert.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback