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Deutsch · Klasse 5–6 · aktualisiert

Groß- und Kleinschreibung: Regeln einfach erklärt

Kleinschreibung ist der Normalfall. Du lernst die Gründe für Großschreibung: Satzanfang, Nomen, Substantivierung, Eigenname, Anrede und Doppelpunkt.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Groß- und Kleinschreibung: Regeln einfach erklärt

Kurz gesagt

Im Deutschen schreibst du Wörter klein, außer es gibt einen Grund für Großschreibung: Satzanfang, Nomen („der Hund“), substantivierte Wörter („beim Lesen“, „etwas Neues“), Eigennamen („Berlin“) und die höfliche Anrede „Sie“. Nach einem Doppelpunkt schreibst du groß, wenn ein vollständiger Satz folgt.

Kleinschreibung ist der Normalfall. Du schreibst ein Wort groß, wenn es dafür einen bestimmten Grund gibt: Es steht etwa am Satzanfang, ist ein Nomen, wird wie ein Nomen gebraucht, gehört zu einem Eigennamen oder ist eine höfliche Anredeform. Auf dieser Seite lernst du ein Prüfverfahren kennen, mit dem du solche Gründe erkennst und erklärst.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Verben, Adjektive, Adverbien, Artikel, Pronomen, Präpositionen und Konjunktionen beginnen normalerweise klein: „Wir gehen heute ins Kino.“ „Das war ein spannender Film.“ „Sie kommt vermutlich später.“ „Er wartet vor dem Eingang.“ Für eine Großschreibung brauchst du dagegen einen erkennbaren Grund. Das Prüfverfahren im Kasten hilft dir, ihn zu finden.

Merke: Prüfe nicht zuerst, warum ein Wort kleingeschrieben wird. Suche zuerst nach einem Grund für die Großschreibung. Findest du keinen, gilt in der Regel die Kleinschreibung.

Beispiel: Prüfverfahren: sechs Fragen an ein Wort

  1. 1Steht das Wort am Satzanfang oder am Anfang einer Überschrift oder wörtlichen Rede?
  2. 2Ist es ein Eigenname?
  3. 3Ist es ein Nomen?
  4. 4Wird es wie ein Nomen gebraucht, also substantiviert?
  5. 5Gehört es zur höflichen Anrede?
  6. 6Steht es nach einem Doppelpunkt? Dann prüfe den folgenden Satzteil genauer.

Teste dich

LeichtWarum beginnt „spannend“ in „Das ist spannend.“ klein?

Alles auf einen Blick

Groß- und Kleinschreibung

  • Grundregel

    Kleinschreibung ist der Normalfall, Großschreibung braucht einen Grund

  • Satzanfang

    erstes Wort eines Satzes, einer Überschrift oder wörtlichen Rede

  • Nomen und Eigennamen

    immer groß („der Hund“, „Berlin“)

  • Substantivierung

    groß nach Signalen wie „das“, „beim“ oder „etwas“

  • Anrede

    „Sie“, „Ihnen“ und „Ihr“ groß

  • Doppelpunkt

    vollständiger Satz groß, bloße Aufzählung klein

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Begründe jeden Großbuchstaben: Die Führerin fragte: „Haben Sie beim Rundgang etwas Interessantes entdeckt?“

  1. 1„Die“: Satzanfang. „Führerin“: Nomen, der Begleiter „die“ passt.
  2. 2„fragte“, „entdeckt“: Verben ohne Grund für Großschreibung, also klein.
  3. 3„Haben“: erstes Wort der wörtlichen Rede. „Sie“: höfliche Anrede.
  4. 4„Rundgang“: Nomen, „beim“ enthält den Artikel „dem“.
  5. 5„Interessantes“: substantiviertes Adjektiv nach „etwas“, kein Bezugsnomen folgt.

Fehler finden

Jonas schreibt über seinen Urlaub. In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Kleinschreibung ist der . Nach „beim“ wird ein Verb wie „Lesen“ . Nach einem Doppelpunkt beginnt eine bloße Aufzählung .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Groß- und Kleinschreibung

LeichtWelche Wortgruppe enthält eine Substantivierung?
MittelWelche Fassung ist vollständig richtig?
SchwerWelche Begründung erklärt die Großschreibung von „König“, „Sie“, „Ihnen“ und „Gute“ in „Frau König sagte: Sie wünsche Ihnen alles Gute“?

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