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Biologie · Klasse 9–10 · aktualisiert

Mutation einfach erklärt: Arten, Folgen, Vererbung

Was Mutationen sind, welche Arten es gibt und wann ihre Folgen vererbt werden können.

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Mutation einfach erklärt: Arten, Folgen, Vererbung

Kurz gesagt

Eine Mutation ist eine dauerhafte Veränderung der genetischen Information. Sie kann ein Gen, die Struktur eines Chromosoms oder die Chromosomenzahl betreffen. Ob sie vererbbar ist, hängt bei geschlechtlicher Fortpflanzung davon ab, ob sie die Keimbahn erreicht.

Eine Mutation verändert die Erbinformation dauerhaft. Sie kann beim Kopieren der DNA entstehen oder durch äußere Einflüsse ausgelöst werden. Hier ordnest du Mutationen nach ihrer Ebene, prüfst mögliche Folgen und unterscheidest Körperzellen von der Keimbahn.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Das Erbgut einer Zelle ist in ihrer DNA gespeichert. Wird die DNA verändert und bleibt diese Veränderung dauerhaft erhalten, liegt eine Mutation vor. Bei einer Zellteilung kann sie an die Tochterzellen weitergegeben werden. Nicht jede Beschädigung der DNA wird zur Mutation. Reparatursysteme der Zelle beheben viele Schäden und Kopierfehler. Erst wenn eine Veränderung nicht richtig repariert wird und bestehen bleibt, kann daraus eine Mutation werden. Mutationen entstehen nicht, weil ein Lebewesen eine bestimmte Eigenschaft benötigt. Sie sind in diesem Sinn ungerichtet. Ihre Folgen hängen anschließend davon ab, welcher DNA-Bereich betroffen ist und unter welchen Umweltbedingungen ein Organismus lebt.

Definition

Mutation

Eine Mutation ist eine dauerhafte Veränderung der genetischen Information einer Zelle oder eines Organismus.

Merke: Eine Mutation ist nicht automatisch schädlich. Ihre Wirkung kann unauffällig, neutral, nachteilig oder vorteilhaft sein.

Teste dich

LeichtWelche Veränderung ist sicher eine Mutation?

Alles auf einen Blick

Mutation

  • Entstehung

    spontan; durch Mutagene induziert

  • Betroffene Ebene

    Genmutation; Chromosomenmutation; Genommutation

  • Vererbung

    somatische Mutation; Keimbahnmutation

  • Wirkung

    neutral; nachteilig; vorteilhaft

  • Evolution

    neue Allele; genetische Vielfalt; Grundlage für Selektion

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Folgen eines Basenaustauschs prüfen

  1. 1Nach einem Basenaustausch in der codierenden DNA lautet das entsprechende mRNA-Codon statt GAU nun GUU. Welche Proteinfolge ist zunächst zu erwarten?
  2. 2GAU steht für Asparaginsäure; GUU steht für Valin.
  3. 3Der Austausch führt damit zu einer anderen Aminosäure: Das ist eine Missense-Mutation.
  4. 4Ob das Protein seine Funktion verliert, folgt daraus noch nicht. Die Wirkung hängt unter anderem von der Position der Aminosäure im Protein ab.

Fehler finden

Kann eine Hautzellmutation vererbt werden? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Ein Basenaustausch mit einer anderen Aminosäure ist eine . Ein vorzeitiges Stoppcodon kennzeichnet eine . Werden zwei Basen in einen protein-codierenden Bereich eingefügt, verschiebt sich das . Werden dort genau drei Basen eingefügt, bleibt die Einteilung der folgenden Basen in Dreiergruppen erhalten.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Mutation

LeichtWelche Aussage beschreibt eine Genommutation?
MittelIm protein-codierenden Bereich eines Gens werden zwei Basen entfernt. Welche unmittelbare Folge ist zu erwarten?
SchwerEine Mutation entsteht in einer Vorläuferzelle von Spermien und verändert ein Protein nicht erkennbar. Welche Aussage ist richtig?

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