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Biologie · Klasse 12–13 · aktualisiert

Krebs: Entstehung, Tumoren und Metastasen

Krebs entsteht meist schrittweise durch gestörte Zellkontrollen. Du unterscheidest Gene, Tumoren, Metastasen und Risiken.

0 von 12 Aufgaben gelöst

Krebs: Entstehung, Tumoren und Metastasen

Kurz gesagt

Krebs entsteht, wenn veränderte Zellen sich der normalen Kontrolle entziehen und sich vermehren. Bösartige Zellen können in Nachbargewebe eindringen und Metastasen bilden. Häufig wirken mehrere Veränderungen zusammen; ein Risikofaktor allein macht eine Erkrankung nicht sicher.

Krebs entsteht, wenn sich Körperzellen durch mehrere Veränderungen schrittweise der normalen Kontrolle entziehen. Sie teilen sich unkontrolliert, können gesundes Gewebe zerstören und sich als Metastasen in andere Körperregionen ausbreiten. Auf dieser Seite verfolgst du den Weg von der geregelten Zellteilung bis zum bösartigen Tumor. Dabei lernst du auch, warum ein Risikofaktor nicht automatisch eine Krebserkrankung verursacht.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Gewebe braucht neue Zellen, kontrolliert aber Teilung und Zelltod. Gesunde Zellen teilen sich gewöhnlich bei passenden Signalen. Kontrollpunkte prüfen, ob die DNA ausreichend intakt ist. Schäden können repariert werden. Stark geschädigte Zellen können durch Apoptose sterben; auch das Immunsystem kann veränderte Zellen beseitigen. Krebszellen entgehen solchen Kontrollen mitunter.

Eine Veränderung des Erbguts oder seiner Regulation macht eine Zelle meist noch nicht zur Krebszelle. Bleibt sie bestehen und wird die Zelle nicht beseitigt, kann sie einen Wachstumsvorteil erhalten. Ihre Nachkommen bilden einen Zellklon. Weitere Veränderungen in einzelnen Nachkommen können zusätzliche Kontrollen über Teilung, Reparatur und Zelltod schwächen. Die Reihenfolge variiert. Da dies über viele Zellgenerationen geschehen kann, liegen zwischen einer ersten Veränderung und erkennbarer Erkrankung mitunter Jahre oder Jahrzehnte.

Eine Mutation verändert die DNA-Information. Sie kann einen Baustein, einen größeren Chromosomenabschnitt oder die Zahl ganzer Chromosomen betreffen. Die Wirkung hängt von Ort und betroffener Zellfunktion ab.

Definition

Apoptose

Die Apoptose ist der kontrollierte, programmierte Tod einer alten, überflüssigen oder geschädigten Zelle. Sie schützt das Gewebe davor, dass sich problematische Zellen weiter vermehren.

Merke: Gesundes Gewebe beruht auf einem Gleichgewicht: Neue Zellen entstehen, beschädigte Zellen werden repariert oder beseitigt, und überflüssige Zellen sterben kontrolliert.

Beispiel

  1. 1Stell dir eine Zelle vor, bei der zunächst ein wachstumsförderndes Signal dauerhaft aktiv ist. Eine weitere Veränderung schwächt später die Teilungsbremse. Fällt anschließend auch eine Reparaturfunktion aus, bleiben neue DNA-Schäden leichter bestehen.
  2. 2Keine dieser Veränderungen muss allein genügen. Zusammen verschaffen sie dem betroffenen Zellklon jedoch immer mehr Vorteile gegenüber normal kontrollierten Zellen. Dieses Beispiel zeigt ein mögliches Modell; die genaue Reihenfolge kann sich zwischen Tumoren unterscheiden.

Teste dich

LeichtWelche Reaktion schützt ein Gewebe unmittelbar vor der Vermehrung einer stark geschädigten Zelle?
MittelWann kann eine zusätzliche Veränderung in einer bereits auffälligen Zelle das Krebsrisiko erhöhen?

Alles auf einen Blick

Krebs

  • Normale Kontrolle

    Wachstumssignale, Reparatur, Apoptose und Immunsystem

  • Mehrere Veränderungen

    Onkogene werden aktiv, Schutzfunktionen fallen aus

  • Bösartiger Tumor

    invasives Wachstum und mögliche Metastasen

  • Risiko

    zufällige, erworbene und erbliche Einflüsse

  • Tumorentwicklung

    unterschiedliche Zellgruppen, mögliche Resistenz und Rückfälle

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Einen Tumorbefund biologisch einordnen

  1. 1Eine Zellwucherung ist groß, bleibt aber klar begrenzt und dringt nicht zerstörend in Nachbargewebe ein.
  2. 2Größe allein beweist keine Bösartigkeit. Das begrenzte Wachstum passt eher zu einem gutartigen Tumor.
  3. 3Bei einem bösartigen soliden Tumor wäre zerstörendes Einwachsen ein wichtiges Merkmal.
  4. 4Die Fähigkeit, andernorts Tochtergeschwülste zu bilden, wäre eine weitere bösartige Eigenschaft.

Fehler finden

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Ein normal wachstumsförderndes Gen heißt zunächst . Dauerhaft überaktiv kann es zum werden. Fällt ein aus, wird eine Teilungsbremse geschwächt. Ein defektes Reparaturgen kann dazu führen, dass weitere DNA-Schäden bestehen bleiben.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Krebs

LeichtWelche Zuordnung ist fachlich richtig?
MittelWelche Reihenfolge beschreibt das Mehrschrittmodell am besten?
SchwerEin Tumor ist groß, klar begrenzt und wächst nicht in Nachbargewebe ein. Welche Beurteilung ist mit den beschriebenen Merkmalen vereinbar?

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