Biologie · Klasse 7–8 · aktualisiert
Insekten: Körperbau, Entwicklung und Bedeutung
Erkenne Insekten an sechs Beinen, entdecke ihre Entwicklung und verstehe ihre Aufgaben im Ökosystem.
0 von 13 Aufgaben gelöst
Kurz gesagt
Insekten sind Gliederfüßer mit Kopf, Brust und Hinterleib. Drei Beinpaare sitzen an der Brust. Manche durchlaufen ein Puppenstadium, andere entwickeln sich ohne Puppe; viele bestäuben Blüten oder dienen anderen Tieren als Nahrung.
Insekten sind wirbellose Gliederfüßer. Du erkennst ihren Grundbau an Kopf, Brust und Hinterleib sowie an sechs gegliederten Beinen. Ihre Körperteile sind an unterschiedliche Lebensweisen angepasst. Außerdem spielen Insekten wichtige Rollen bei der Bestäubung, in Nahrungsketten und beim Abbau toter Stoffe.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Nicht jedes kleine Tier, das krabbelt, ist ein Insekt. Entscheidend sind überprüfbare Merkmale und nicht Größe, Lebensraum oder Bewegung. Am Kopf befinden sich ein Paar Fühler, Augen und Mundwerkzeuge. Die Brust trägt die Beine und – sofern vorhanden – die Flügel. Im Hinterleib liegen die meisten inneren Organe. Eine schützende Chitinschicht umgibt den Körper. Sie bildet ein Außenskelett: Die feste Stütze liegt außen und nicht wie die Wirbelsäule eines Menschen im Körperinneren. Viele erwachsene Insekten besitzen Flügel. Dieses Merkmal allein reicht aber nicht zur Bestimmung, denn es gibt auch flügellose Insekten. Bei Käfern, Schmetterlingen und Fliegen unterscheiden sich außerdem Zahl, Bau und Aufgabe der Flügel.
Definition
Insekt
Ein Insekt ist ein wirbelloser Gliederfüßer. Sein Körper besteht aus Kopf, Brust und Hinterleib. An der Brust sitzen drei Beinpaare, also sechs Beine.
Merke: Prüfe zuerst die sichere Merkmalskombination: drei Körperabschnitte und sechs Beine an der Brust.
Teste dich
Insekten nutzen unterschiedliche Nahrung. Ein Schmetterling saugt Nektar mit einem Rüssel. Eine Stechmücke hat stechend-saugende Mundwerkzeuge. Eine Ameise bearbeitet Nahrung mit beißenden Werkzeugen.
Auch Flügel sind verschieden: Beim Käfer schützen feste Vorderflügel die dünnen Hinterflügel, mit denen er fliegt. Bei Zweiflüglern fliegen die Vorderflügel; umgebildete Hinterflügel helfen beim Gleichgewicht. Fühler dienen vor allem dem Riechen und Tasten. Komplexaugen aus vielen Einzelaugen nehmen Bewegungen gut wahr.
Luft gelangt durch Körperöffnungen, die Stigmen, in verzweigte Tracheen. Diese führen Sauerstoff zu Organen und Muskeln. Die Hämolymphe transportiert unter anderem Nährstoffe, aber nicht wie menschliches Blut den Sauerstoff von einer Lunge. Das Rückengefäß bewegt diese Körperflüssigkeit im offenen Kreislauf; sie umspült auch die Organe. Auf der Bauchseite bilden zwei Nervenstränge mit Knoten und Querverbindungen ein Strickleiternervensystem. Nervenknoten im Kopf bilden ein einfaches Gehirn.
Beispiel
- 1Eine Hummel besucht eine Blüte, um Nektar und Pollen aufzunehmen.
- 2Ihre Körperform und ihre Mundwerkzeuge ermöglichen ihr den Zugang zur Nahrung.
- 3Beim Blütenbesuch bleibt Pollen am Körper hängen.
- 4An einer weiteren Blüte kann dieser Pollen übertragen werden.
- 5Der Körperbau unterstützt damit nicht nur die Ernährung der Hummel, sondern auch die Bestäubung der Pflanze.
Merke: Tracheen transportieren Atemluft direkt durch den Körper; die Hämolymphe übernimmt vor allem andere Transportaufgaben, etwa den Transport von Nährstoffen.
Beispiel: So gehst du vor
- 1Luft gelangt durch Körperöffnungen, die Stigmen, hinein.
- 2Die Tracheen verzweigen sich im Körper.
- 3Sie führen Sauerstoff zu Organen und Muskeln.
Teste dich
Bei den hier beschriebenen Entwicklungswegen beginnt das Leben im Ei. Die Jungtiere häuten sich beim Wachsen. Bei der vollständigen Metamorphose lautet die Folge: Ei → Larve → Puppe → erwachsenes Insekt. Die Larve kann anders aussehen, sich anders bewegen und andere Nahrung nutzen. Nach mehreren Häutungen wird ihr Körper in der Puppe stark umgebaut. Schmetterlinge und Käfer entwickeln sich so.
Bei der unvollständigen Metamorphose folgt auf das Ei eine Reihe junger Entwicklungsstadien und dann das erwachsene Insekt. Eine Puppe fehlt. Die Jungtiere ähneln dem erwachsenen Tier bereits und verändern sich schrittweise durch Wachstum und Häutungen. Heuschrecken, Wanzen und Libellen gehören zu diesen Beispielen.
Beispiel
- 1Aus einem Schmetterlingsei schlüpft eine Larve, die Raupe.
- 2Sie wächst und häutet sich mehrfach.
- 3Danach verpuppt sie sich.
- 4Erst aus der Puppe kommt das erwachsene, geflügelte Insekt hervor.
- 5Die Raupe wird also nicht einfach nur größer; ihr Körper wird grundlegend umgebaut.
Merke: Eine Puppe mit starkem Umbau kennzeichnet die vollständige Metamorphose. Ohne Puppe entwickelt sich das Jungtier schrittweise weiter.
Teste dich
Insekten erfüllen verschiedene Aufgaben im Ökosystem. Bei einem Blütenbesuch kann Pollen am Körper hängen bleiben und auf eine weitere Blüte gelangen. Diese Bestäubung ermöglicht bei vielen Pflanzen die Bildung von Samen und Früchten. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge können Pollen übertragen.
Pflanzen erzeugen organische Stoffe und sind Produzenten. Pflanzenfressende Insekten sind Konsumenten und werden selbst von anderen Tieren gefressen. In der Kette Pflanze → Blattlaus → Marienkäfer zeigt der Pfeil von der Nahrung zum Fresser: Die Blattlaus saugt Pflanzensaft, der Marienkäfer frisst Blattläuse und kann deren Bestand verringern.
Aas- und Mistkäfer nutzen tote Tiere oder Kot und wirken so am Abbau organischer Stoffe mit. Dadurch gelangen Stoffe zurück in Kreisläufe. Verschwinden geeignete Lebensräume oder Nahrungspflanzen, können Bestäubung, Nahrungsbeziehungen und Stoffabbau beeinträchtigt werden. Insekten können Menschen nutzen oder schaden; ihre ökologischen Aufgaben reichen darüber hinaus.
Beispiel
- 1Verschwindet eine Pflanze, von der bestimmte Raupen leben, fehlt ihnen ihre Nahrung.
- 2Nimmt dadurch die Zahl dieser Raupen ab, steht auch ihren Fressfeinden weniger Nahrung zur Verfügung.
- 3Eine Veränderung kann sich somit über mehrere Glieder einer Nahrungskette auswirken.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Insekten
Erkennen
Kopf, Brust, Hinterleib und sechs Beine
Angepasst sein
Mundwerkzeuge, Beine, Flügel und Sinnesorgane
Versorgt werden
Tracheen, offener Kreislauf und Nervensystem
Sich entwickeln
vollständige oder unvollständige Metamorphose
Ökologisch wirken
Bestäubung, Nahrungsketten und Stoffabbau
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Entwicklungsweg einer Heuschrecke bestimmen
- 1Du beobachtest junge Heuschrecken, die den erwachsenen Tieren bereits ähneln.
- 2Die Jungtiere wachsen und häuten sich mehrfach.
- 3Ein Puppenstadium tritt nicht auf.
- 4Du ordnest den Ablauf als unvollständige Metamorphose ein.
Fehler finden
Ein flügelloses Tier prüfen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Die dritte Zeile verwechselt Flügel mit einem zwingenden Merkmal. Richtig: Auch ohne Flügel kann das Tier ein Insekt sein; die sechs Beine an der Brust und die drei Körperabschnitte sprechen dafür.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Bei der vollständigen Metamorphose folgt auf die Larve die . Danach erscheint das . Bei der unvollständigen Metamorphose fehlt die . Die jungen Tiere ähneln dem erwachsenen Insekt bereits und verändern sich schrittweise.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback