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Biologie · Klasse 12–13 · aktualisiert

Erregungsleitung: kontinuierlich und saltatorisch

Wie kommt ein Nervensignal am Axon voran? Vergleiche kontinuierliche und saltatorische Leitung samt Tempo und Energiebedarf.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Erregungsleitung: kontinuierlich und saltatorisch

Kurz gesagt

Erregungsleitung bedeutet, dass entlang eines Axons neue Aktionspotenziale entstehen. Ohne Myelin geschieht das Abschnitt für Abschnitt; mit Myelin nur an den Ranvierschen Schnürringen. Zwischen diesen breitet sich der lokale Strom schnell aus, was auch Pumpenarbeit spart.

Bei der Erregungsleitung pflanzt sich ein elektrisches Signal entlang des Axons fort; der äußere Reiz selbst wandert dabei nicht mit. Ohne Myelin löst ein Abschnitt den nächsten aus. In einem myelinisierten Axon entstehen neue Aktionspotenziale an den Ranvierschen Schnürringen. Das erhöht das Leitungstempo und senkt den Energiebedarf.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Ein Axon ist der lange Fortsatz einer Nervenzelle, über den Aktionspotenziale weitergeleitet werden. Wird ein Membranabschnitt bis zur Schwelle depolarisiert, entsteht dort ein vollständiges Aktionspotenzial. Die Myelinscheide isoliert Axonabschnitte und hat regelmäßige Lücken, die Ranvierschen Schnürringe.

An einem nicht myelinisierten Axon liegt die Membran frei. Ein Aktionspotenzial verursacht lokale Ströme, die den benachbarten Abschnitt depolarisieren. Erreicht dieser die Schwelle, entsteht dort ein neues Aktionspotenzial. So wird das Signal Abschnitt für Abschnitt kontinuierlich erneuert. Hinter der Erregungsfront sind Na⁺-Kanäle vorübergehend inaktiv; diese Refraktärzeit unterstützt die Weiterleitung zum Axonende.

Definition

Myelinscheide

Myelin umhüllt und isoliert das Axon elektrisch. Im peripheren Nervensystem bilden Schwannsche Zellen diese Hülle; im Zentralnervensystem übernehmen das Oligodendrozyten.

Beispiel

  1. 1Denk an dicht aufgestellte Dominosteine.
  2. 2Ein fallender Stein stößt den nächsten an.
  3. 3Ähnlich wird bei kontinuierlicher Leitung ein Membranabschnitt nach dem anderen erregt.
  4. 4Das Signal behält seine typische Höhe, weil jeder erreichte Abschnitt ein vollständiges Aktionspotenzial neu bildet.

Beispiel: Der Ablauf wiederholt sich fortlaufend

  1. 1Zuerst bildet ein Abschnitt der Axonmembran ein Aktionspotenzial.
  2. 2Sein lokaler Strom depolarisiert den benachbarten Abschnitt.
  3. 3Erreicht dieser die Schwelle, löst er selbst ein Aktionspotenzial aus.
  4. 4Diese Folge setzt sich über die frei liegende Membran fort.

Teste dich

LeichtWelches Merkmal entscheidet unmittelbar zwischen den beiden Leitungsformen?
MittelWas geschieht direkt vor der Erregungsfront eines nicht myelinisierten Axons?

Alles auf einen Blick

Erregungsleitung

  • Kontinuierlich

    gesamte Membran wird nacheinander depolarisiert

  • Saltatorisch

    neue Aktionspotenziale an Schnürringen

  • Myelin

    Isolation, höheres Tempo, geringerer Energiebedarf

  • Axondurchmesser

    größer bedeutet geringerer Innenwiderstand

  • Refraktärzeit

    verhindert unmittelbare erneute Erregung

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Leitungsgeschwindigkeit aus Messwerten

  1. 1An einem Axon benötigt das Signal für 55 mm eine Zeit von 0,0017 s.
  2. 2Teile die Strecke durch die Zeit: 55 mm ÷ 0,0017 s ≈ 32.353 mm/s.
  3. 3Rechne Millimeter in Meter um: etwa 32,35 m/s.
  4. 4Aus diesem Wert allein lässt sich nicht entscheiden, ob das Axon myelinisiert ist.

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Bei einem Axon entstehen neue Aktionspotenziale an den Ranvierschen Schnürringen. Die Leitung heißt . Bei einem Axon ohne Myelinscheide wird dagegen nacheinander depolarisiert. Ein größerer Axondurchmesser senkt den elektrischen Innenwiderstand.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Erregungsleitung

LeichtWo entstehen bei der saltatorischen Erregungsleitung neue Aktionspotenziale?
MittelWarum wird ein Aktionspotenzial bei der kontinuierlichen Leitung nicht immer schwächer?
SchwerEin dünnes Axon leitet schneller als ein deutlich dickeres Axon. Welche Erklärung solltest du zuerst prüfen?

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