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Biologie · Klasse 12–13 · aktualisiert

Rezeptorpotenzial: Entstehung und Codierung

Wie wandelt eine Sinneszelle Reize in Signale um? Vergleiche Potenzialamplitude, Frequenz und zwei Sinneszelltypen.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Rezeptorpotenzial: Entstehung und Codierung

Kurz gesagt

Ein Rezeptorpotenzial ist eine örtliche, abgestufte Änderung der Membranspannung nach einem Sinnesreiz. Ein stärkerer Reiz kann eine größere Änderung auslösen, aber die Beziehung hängt vom Rezeptor ab. Bei der Weitergabe können sich Häufigkeit von Aktionspotenzialen oder Transmitterfreisetzung ändern.

Trifft ein Reiz auf eine Sinneszelle oder sensorische Nervenendigung, kann sich ihre Membranspannung am Reizort ändern. Diese Änderung heißt Rezeptorpotenzial und hat eine abgestufte Stärke: Bei stärkeren Reizen fällt sie oft größer aus. Für die weitere Übertragung können danach Aktionspotenziale entstehen oder Botenstoffe in anderer Menge freigesetzt werden.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Licht im Auge, Druck auf der Haut oder Schall im Innenohr wird in eine elektrische Zellantwort übersetzt. Diese sensorische Transduktion beginnt, wenn ein passender physikalischer oder chemischer Reiz eine Rezeptorstruktur erreicht. Er öffnet oder schließt Ionenkanäle direkt oder über eine Signalkette. Der veränderte Ionenstrom macht das Membranpotenzial positiver oder negativer.

Oft wird die Membran depolarisiert, also weniger negativ. Bei menschlichen Photorezeptoren führt Licht dagegen zur Hyperpolarisation: Das Potenzial wird negativer. Beide Richtungen sind Rezeptorpotenziale, weil der Reiz eine örtliche und abgestufte Spannungsänderung auslöst.

Definition

Rezeptorpotenzial

Auch Sensorpotenzial genannt, ist das Rezeptorpotenzial eine durch einen Reiz entstandene Spannungsänderung an einer Sinneszelle oder sensorischen Nervenendigung. Es bleibt örtlich begrenzt und seine Größe kann abgestuft variieren.

Beispiel

  1. 1Leichter Druck auf deine Haut verändert mechanisch gesteuerte Ionenkanäle.
  2. 2Dadurch bildet sich ein kleines Rezeptorpotenzial.
  3. 3Stärkerer Druck führt am selben Rezeptor meist zu einer größeren Spannungsänderung.
  4. 4Die Antwort der Membran hat also Abstufungen statt nur zwei Zuständen.

Beispiel: Der grundlegende Ablauf lautet

  1. 1Zuerst erreicht ein passender physikalischer oder chemischer Reiz die Rezeptorstruktur.
  2. 2Daraufhin ändern Ionenkanäle ihren Zustand, unmittelbar oder nach einer Signalkette.
  3. 3Nun fließen Ionen anders durch die Zellmembran.
  4. 4Die örtliche Spannung steigt oder fällt: Das Rezeptorpotenzial ist entstanden.

Teste dich

LeichtWas beschreibt die sensorische Transduktion?
MittelLicht hyperpolarisiert einen Photorezeptor. Ist die Veränderung trotzdem ein Rezeptorpotenzial?

Alles auf einen Blick

Rezeptorpotenzial

  • Entstehung

    Reiz beeinflusst Ionenkanäle; Membran depolarisiert oder hyperpolarisiert

  • Eigenschaften

    abgestufte Amplitude; lokale abschwächende Ausbreitung; Dauer abhängig von der Reizeinwirkung

  • Weitergabe

    primär in derselben Nervenzelle; sekundär über Transmitter an eine nachgeschaltete Nervenzelle

  • Codierung

    Reizstärke in der Potenzialamplitude; Fernleitung über Aktionspotenzialfrequenz

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Lichtreiz am Photorezeptor

  1. 1Licht trifft auf einen Photorezeptor des menschlichen Auges.
  2. 2Durch die Reizumwandlung schließen Ionenkanäle; die Membran hyperpolarisiert.
  3. 3Die Stärke der Potenzialänderung kann mit der Lichtstärke variieren.
  4. 4Der Photorezeptor verändert seine Transmitterfreisetzung an nachgeschaltete Nervenzellen.

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Lückentext

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Ein Rezeptorpotenzial ist , während ein Aktionspotenzial dem folgt. Rezeptorpotenziale breiten sich aus. Ein synaptisches Potenzial wird durch Neurotransmitter an einer postsynaptischen Membran ausgelöst.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Rezeptorpotenzial

LeichtWelche Eigenschaft gehört zum Rezeptorpotenzial?
MittelEin Reiz hält länger an. Welche Aussage ist am besten begründet?
SchwerZwei Zelltypen reagieren auf denselben Reiz. Bei Typ A entstehen Aktionspotenziale in der reizaufnehmenden Nervenzelle. Typ B setzt zunächst Transmitter frei; die Aktionspotenziale entstehen in einer nachgeschalteten Nervenzelle. Welche Zuordnung stimmt?

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