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Biologie · Klasse 9–10 · aktualisiert

Pflanzen: Angepasstheit an Wasser und Standort

Vergleiche Pflanzen an trockenen, feuchten und nassen Standorten und erkläre Blattmerkmale durch Selektion.

0 von 12 Aufgaben gelöst

Pflanzen: Angepasstheit an Wasser und Standort

Kurz gesagt

Pflanzen sind an bestimmte Standortbedingungen angepasst. Wasserpflanzen besitzen oft große luftgefüllte Räume; Trockenpflanzen begrenzen häufig die Verdunstung oder speichern Wasser. Erbliche Merkmale können sich über Generationen durch natürliche Selektion verbreiten.

Pflanzen besitzen Merkmale, die unter bestimmten Standortbedingungen nützlich sind. Bei Trockenheit begrenzen etwa eine dicke Cuticula und eingesenkte Spaltöffnungen den Wasserverlust. Im Wasser helfen dagegen große luftgefüllte Räume beim Gastransport und beim Auftrieb. Du lernst, solche Merkmale nicht nur aufzuzählen, sondern aus dem Standort zu erklären. Außerdem erfährst du, warum Angepasstheit über viele Generationen entsteht und nicht durch eine absichtliche Veränderung der einzelnen Pflanze.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Eine Landpflanze muss Kohlenstoffdioxid aufnehmen und verliert dabei Wasser. Der Austausch erfolgt unter anderem über Spaltöffnungen. Diese regulierbaren Poren können sich bei starker Sonneneinstrahlung und hoher Verdunstung schließen. Unter Wasser ist Wasser vorhanden; dort werden innerer Gastransport und Auftrieb wichtig. Darum ist nicht derselbe Blattbau an jedem Standort günstig.

Die Epidermis schließt ein Blatt oben und unten ab. Auf ihr liegt die schützende Cuticula. Spaltöffnungen sind regulierbare Poren für den Gasaustausch. Das Mesophyll liegt zwischen den Epidermisschichten und umfasst Palisaden- und Schwammparenchym. Leitbündel aus Xylem und Phloem dienen dem Stofftransport. Interzellularräume sind Zwischenräume zwischen Zellen und am Gastransport beteiligt.

Ein bifaziales Flachblatt besitzt eine unterschiedlich gebaute Ober- und Unterseite; es ist im feuchten, gemäßigten Klima verbreitet. Beim äquifazialen Blatt sind beide Seiten ähnlich gebaut. Beim unifazialen Blatt, etwa bei Schwertlilie oder Lauch, ist die Blattoberseite weitgehend reduziert.

Definition

Angepasstheit

Angepasstheit bezeichnet die Ausprägung von Merkmalen, die unter bestimmten Umweltbedingungen das Überleben und den Fortpflanzungserfolg begünstigen. Sie ist immer auf eine bestimmte Umwelt bezogen.

Merke: Frage bei einem Merkmal nach der Herausforderung am Standort, seiner Wirkung und dem möglichen Vorteil.

Beispiel

  1. 1Du siehst in einem Blattquerschnitt eine obere und eine untere Epidermis, Mesophyll sowie Leitbündel.
  2. 2Damit kannst du zunächst die Gewebe benennen.
  3. 3Erst danach deutest du Besonderheiten wie eine besonders dicke Cuticula oder große luftgefüllte Räume.
  4. 4So trennst du Beobachtung und Deutung.

Teste dich

LeichtWelche Aussage beschreibt Angepasstheit am besten?
MittelEin Blattquerschnitt zeigt eine auffällig dicke Cuticula. Welche Formulierung ist wissenschaftlich am sorgfältigsten?

Alles auf einen Blick

Angepasstheit von Pflanzen

  • Wasserstandort

    Hydrophyten mit Aerenchym und schwacher Cuticula

  • Feuchter Landstandort

    Hygrophyten mit großen Blättern und dünner Cuticula

  • Mittleres Wasserangebot

    Mesophyten als Mittelstellung

  • Trockenstandort

    Xerophyten mit Verdunstungsschutz, Speicherung oder tiefen Wurzeln

  • Blattvergleich

    Struktur beobachten, Wirkung erklären, Standort zuordnen

  • Evolution

    erbliche Variation, Selektion und unterschiedlicher Fortpflanzungserfolg

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Zwei unbekannte Blätter vergleichen

  1. 1Aufgabe: Blatt A hat eine dünne Cuticula und große Blattfläche. Blatt B hat eine dicke Cuticula und eingesenkte Spaltöffnungen. Was lässt sich vermuten?
  2. 2Beschreibe erst die sichtbaren Unterschiede: Cuticula und Spaltöffnungen unterscheiden sich.
  3. 3Blatt A passt eher zu einem feuchten Landstandort, weil Verdunstungsschutz wenig ausgeprägt ist.
  4. 4Blatt B passt eher zu einem trockenen Standort, weil seine Merkmale den Wasserverlust begrenzen können. Ohne Fundort bleibt die Zuordnung eine Vermutung.

Fehler finden

Ein Blattquerschnitt In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Bei Trockenheit kann eine Cuticula den Verdunstungsschutz unterstützen. Tief Spaltöffnungen passen häufig zu Xerophyten. Ein enthält große luftgefüllte Räume und unterstützt Wasserpflanzen beim Gastransport und Auftrieb.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Angepasstheit von Pflanzen

LeichtWelches Merkmal gehört unmittelbar zum Aerenchym?
MittelEin Blatt besitzt eine dünne Cuticula und herausgehobene Spaltöffnungen. Welcher Pflanzentyp passt am besten?
SchwerZwei Pflanzen wachsen am selben trockenen Standort. Pflanze A besitzt eine dicke Cuticula und eingesenkte Spaltöffnungen, Pflanze B nicht. Welche vollständige Erklärung ist möglich?

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