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Zhu Shijie

Am Anfang des Buches findet sich ein Bild, welches die heute als Pascalsches Dreieck bezeichnete Darstellung der Binomialkoeffizienten zeigt. Das Buch …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Zhu Shijie und seine Bedeutung
  2. 2. Einführung in das Studium der Mathematik
  3. 3. Der kostbare Spiegel der vier Elemente

Zhu Shijie und seine Bedeutung

Zhu Shijie (朱世傑 / 朱世杰, Pinyin Zhū Shìjié; * um 1260 in Yan Shan; † um 1320) war einer der bedeutendsten chinesischen Mathematiker. Über sein Leben ist wenig bekannt. Überliefert sind jedoch zwei mathematische Werke, die wichtige Inhalte aus Arithmetik, Algebra und Geometrie behandeln.

Einführung in das Studium der Mathematik

Die Einführung in das Studium der Mathematik (算學啟蒙, Suànxué qǐméng) erschien 1299 und ist ein grundlegendes Mathematiklehrbuch. Es behandelt ungefähr 260 Aufgaben aus Arithmetik und Algebra. Außerdem zeigt es, wie unterschiedliche zweidimensionale Formen und dreidimensionale Körper gemessen werden.

Das chinesische Original ging verloren. Das Werk wurde jedoch in Japan und Korea als Lehrbuch genutzt. Eine chinesische Fassung wurde 1839 mithilfe einer koreanischen Übersetzung rekonstruiert.

Der kostbare Spiegel der vier Elemente

Zhus wichtigste Arbeit ist Der kostbare Spiegel der vier Elemente (四元玉鑒, Sì yuán yù jiàn) von 1303. Mit diesem Werk brachte er die chinesische Algebra auf höchstes Niveau.

Zentral ist die Methode der vier Elemente. Sie dient dazu, algebraische Gleichungen mit vier Unbekannten darzustellen. Eine Unbekannte ist ein noch nicht bekannter Wert, der in einer Gleichung bestimmt werden soll. Zhu erläuterte außerdem das Finden von Quadratwurzeln sowie Reihen und Folgen.

Am Anfang des Buches steht eine Darstellung der Binomialkoeffizienten, die heute Pascalsches Dreieck genannt wird. Binomialkoeffizienten sind die Zahlen, die bei der Entwicklung von Binomen auftreten. Das Buch enthält auch die Umwandlungsmethode Zhu fan fa zum Lösen polynomialer Gleichungen 4. Grades. Diese Methode wurde 500 Jahre später von William George Horner und Paolo Ruffini in Europa erneut entdeckt.

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