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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Virtuelles Bild

Ein virtuelles Bild eines lichtreflektierenden oder leuchtenden Objekts ist in der Optik ein optisches Abbild, das im Gegensatz zu einem reellen Bild an dem …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Definition und Entstehung
  2. 2. Typische Beispiele

Definition und Entstehung

Ein virtuelles Bild ist in der Optik das Abbild eines leuchtenden oder lichtreflektierenden Objekts, das an seinem scheinbaren Ort nicht auf einem Schirm aufgefangen werden kann. Darin unterscheidet es sich von einem reellen Bild.

Vom Ort des virtuellen Bildes gehen tatsächlich keine Lichtstrahlen aus. Die ins Auge fallenden Strahlen scheinen jedoch von dort zu kommen, weil die Wahrnehmung einen Lichtstrahl als geradlinig auffasst und ihn bei Bedarf gedanklich rückwärts verlängert. Bei einer Sammellinse entsteht ein virtuelles Bild, wenn sich der Gegenstand zwischen der Linse und ihrem Brennpunkt befindet.

Typische Beispiele

• Beim ebenen Spiegel erscheint das virtuelle Spiegelbild hinter dem Spiegel. Es hat dieselbe Größe wie das Objekt und liegt ebenso weit hinter dem Spiegel, wie das Objekt vor ihm steht. Das gilt auch dann, wenn sich hinter dem Spiegel eine Wand befindet oder der Spiegel deutlich kleiner als das Objekt ist.

• Eine Lupe ist eine Sammellinse. Liegt der betrachtete Gegenstand innerhalb ihrer Brennweite, erzeugt sie ein virtuelles Lupenbild.

• Beim Lichtmikroskop erzeugt das Objektiv zunächst ein reelles Zwischenbild. Das Okular vergrößert dieses Zwischenbild ähnlich wie eine Lupe und erzeugt das wahrgenommene virtuelle Bild.

• Auch beim Blick auf einen Gegenstand durch eine Zerstreuungslinse nimmt man ein virtuelles Bild wahr.

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