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Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer

Die Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer e. V. (VdF) ist ein 1970 gegründeter Verein. Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich am Institut für …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Aufgabe und Bedeutung
  2. 2. Gründung, Ausbreitung und Interessenvertretung
  3. 3. Zeitschrift und didaktische Entwicklung
  4. 4. Mehrsprachigkeit und Verbandsentwicklung
  5. 5. Vorsitz

Aufgabe und Bedeutung

Die Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer e. V. (VdF) ist ein 1970 gegründeter Verein. Seine Bundesgeschäftsstelle befindet sich am Institut für Romanistik der Universität Leipzig. Die VdF setzt sich vor allem für die Pflege und Verbreitung der französischen Sprache und Kultur ein. Ein Schwerpunkt ist der Französischunterricht an deutschen Bildungseinrichtungen.

Mitglieder und Vorstand wirken an der Weiterentwicklung des Französischunterrichts und des Französischstudiums sowie an der Lehrerfortbildung mit. Der Verein fördert den Austausch von Lehrkräften und Hochschullehrkräften zwischen Deutschland und besonders Frankreich. Außerdem unterstützt er internationale Kontakte zwischen Französischlehrerinnen und -lehrern. Die VdF gehört der Fédération internationale des professeurs de français (F.I.P.F.) in Sèvres an und arbeitet mit Einrichtungen ähnlicher Zielsetzung zusammen. Ein wichtiger Kooperationspartner ist die französische Botschaft; deren Unterstützung ermöglicht Kulturveranstaltungen auf Landes- und Bundesebene.

Gründung, Ausbreitung und Interessenvertretung

Die VdF wurde 1970 in Rottweil als „Vereinigung der Französischlehrer“ gegründet. Anlass waren Beschlüsse der Kultusministerkonferenz, durch die sich der Französischunterricht in Deutschland zu verringern drohte. Der Verein trat für Französischunterricht ab Klasse 5 ein und warb in Broschüren und Veranstaltungen für Französisch als erste, zweite oder dritte Schulfremdsprache. In den sprachenpolitischen Debatten der 1970er, 1980er und 1990er Jahre vertrat die VdF unter ihrem Gründungspräsidenten Jürgen Olbert diese Förderung ausdrücklich.

Nach kurzer Zeit war der Verein nicht mehr nur in Baden-Württemberg tätig, sondern in nahezu allen Bundesländern vertreten. Mit der deutschen Einigung kamen Vertretungen in den neuen Bundesländern hinzu; in dieser Zeit hatte die Vereinigung etwa dreitausend Mitglieder. Sie veranstaltete regionale Fachtagungen, Bundeskongresse, unter anderem in Leipzig 2009, Jena, Bochum 2013 und Leipzig 2018, sowie binationale Kongresse, beispielsweise 1990 in Berlin, 1993 in Bayreuth und 1996 in Tours. Teilweise arbeitete sie dabei mit dem französischen Deutschlehrer-Verband ADEAF zusammen.

Der Geschichtsabschnitt des Artikels ist als in seiner Neutralität umstritten gekennzeichnet. Der gesamte Artikel weist zudem auf fehlende ausreichende Belege hin.

Zeitschrift und didaktische Entwicklung

Seit 1972 erscheint das Verbandsorgan französisch heute (fh) viermal jährlich und führt die Informationsblätter für Französischlehrer fort. Die Zeitschrift behandelte fachdidaktische und bildungspolitische Fragen zum Französischunterricht und zum deutsch-französischen Verhältnis. Weitere Themen waren Methoden, Inhalte der Landes- und Literaturkunde sowie deren Didaktisierung, also die Planung und Gestaltung von Unterricht.

In den 1990er Jahren öffnete sich fh stärker für die damalige fremdsprachendidaktische Forschung. Dabei betonte die Zeitschrift Mehrsprachigkeit und reflexives Sprachenlernen, also das bewusste Nachdenken über das Lernen und Lehren von Sprachen, bezogen auf Französisch. Später rückten wieder stärker unmittelbar unterrichtsbezogene, zum Teil praktizistische Themen in den Vordergrund. Als Organ der fremdsprachendidaktischen Forschung verlor fh laut Artikel dadurch an Bedeutung.

Mehrsprachigkeit und Verbandsentwicklung

Mit europäischen Perspektiven wurde eine ausschließlich auf eine Zielsprache bezogene Begründung für Französischunterricht zunehmend als unvereinbar mit EU-Ansätzen dargestellt. Zugleich gewannen Mehrsprachigkeit und Englischunterricht an Bedeutung. Als wichtige Entwicklungsschritte nennt der Artikel die Schwellenniveau-Listen von 1976 und den Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen: lehren, lernen, beurteilen (GeR) von 2001.

Unter dem Vorsitzenden Franz-Joseph Meißner erweiterte die VdF nach 1995 die Didaktik des Französischen um europäische Mehrsprachigkeit. Französisch wurde dabei, neben dem von den meisten Schülerinnen und Schülern belegten Englisch, als wichtiger Baustein für romanische Mehrsprachigkeit verstanden. Die seit den 1990er Jahren entwickelte Interkomprehensionsdidaktik soll das Verstehen verwandter Sprachen fördern; ihr Methodenrepertoire gehört laut Artikel heute zu einem zeitgemäßen Fremdsprachenunterricht, nicht nur bei romanischen Sprachen.

Im Zusammenhang damit wurde ein Zusammenschluss des plurilingualen Fachverbands Moderne Fremdsprachen mit einzelsprachlichen Organisationen wie dem Deutschen Spanischlehrerverband und der VdF zum Gesamtverband Moderne Fremdsprachen (GMF) angestrebt. 2020 verließ die VdF den GMF wieder. Der Artikel bewertet dies kritisch und sagt, dass die VdF dadurch nicht mehr am sprachenpolitischen Gespräch aller Verbände mit den Kultusministerien teilnehme. Im Jahr 2000 wurde der Verein nach einer Mitgliederbefragung in „Vereinigung der Französischlehrerinnen und -lehrer“ umbenannt. Für die feminine Nennung gab es nur eine knappe Mehrheit; der Rücklauf lag bei weniger als 10 Prozent der Mitgliedschaft.

Vorsitz

Erster Vorsitzender war Jürgen Olbert (1924–2012) von 1970 bis 1995. Ihm folgten Franz-Joseph Meißner (1995–2004), Julitte Ring (2004–2008), Jürgen Mertens (2008–2012), Andreas Nieweler (2012–2014), Ulrike Lange (2014–2016) und Rolf Beck (2016–2021). Als weiterer Vorsitzender wird Grégoire Fischer genannt; ein Zeitraum ist im Artikel nicht angegeben.

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