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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Undine (Prokofjew)

Mit dem Kontrast zwischen Einfachheit und Kompliziertheit, Diatonik und Chromatik, wird das wichtigste Prinzip des Prokofjewschen Werkes sichtbar, das …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Werk und Entstehung
  2. 2. Musikalische Merkmale und Einflüsse

Werk und Entstehung

Undine, auch Undina genannt, ist die erste Oper von Sergei Prokofjew. Das Libretto, also der Text der Oper, schrieb die Dichterin A. M. Kilštedt nach Friedrich de la Motte Fouqués Märchen Undine aus dem Jahr 1811. Prokofjew komponierte das Werk zwischen 1904 und 1907. Die Oper blieb unvollendet und wurde nicht veröffentlicht.

Undine gehört neben Maddalena zu den Opern, die Prokofjew am Sankt Petersburger Konservatorium schuf. Erhalten ist lediglich das Klaviermanuskript des zweiten und dritten Aktes.

Musikalische Merkmale und Einflüsse

Der noch junge Prokofjew orientierte sich stark an der romantischen Musik. Das gewählte Sujet hatte zuvor bereits die russischen Komponisten Pjotr Tschaikowski und Sergei Rachmaninow beschäftigt. Neben Tschaikowski prägten Edvard Grieg und Richard Wagner die Musik der Oper.

Nach der Musikwissenschaftlerin Natalja Swankina zeigt Undine den Entwicklungsstand von Prokofjews musikalischer Sprache im Jahr 1907. Zu den bereits erkennbaren Merkmalen gehören eine komplexe musikalische Struktur und die Chromatik, also die Verwendung von Halbtonschritten außerhalb der Grundtonleiter. Diese Gestaltung wird häufig durch eine entwickelte Stimmführung und Verschiebungen um Halbtöne getragen.

Besonders wichtig ist der Gegensatz zwischen Einfachheit und Komplexität sowie zwischen Diatonik, der Bindung an die Töne einer Tonleiter, und Chromatik. Darin wird ein Grundprinzip von Prokofjews späterem Stil sichtbar: die Gegenüberstellung und Wechselwirkung musikalischer Gegensätze.

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