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Umweltmedium
Zu den Umweltmedien zählen Subsysteme der Umwelt, wie Gewässer, Böden oder die Atmosphäre. Diese Umweltmedien sind als Lebensraum Teil von Ökosystemen, …
Begriff und Bedeutung
Ein Umweltmedium ist ein Oberbegriff für Elemente der natürlichen Umwelt menschlicher Gesellschaften. Dazu gehören Subsysteme der Umwelt wie Gewässer, Böden oder die Atmosphäre. Als Lebensräume sind diese Umweltmedien Teil von Ökosystemen, also von Lebensgemeinschaften aus Tieren und Pflanzen. Teilweise werden auch die Organismen selbst und ihre systematischen Wechselwirkungen als Umweltmedien bezeichnet.
Der Begriff wird vor allem in der Ökobilanzierung, der ökologieorientierten Betriebswirtschaftslehre und der Umweltökonomik verwendet. Umweltmedien gelten als natürliche Ressourcen. Sie können durch menschliche Einflüsse belastet und verändert werden, zum Beispiel wenn sie als Senke menschlicher Emissionen dienen. Eine Senke ist hier ein Bereich der Umwelt, der Stoffe oder Belastungen aufnimmt.
Weil Umweltmedien für Leben, Naturhaushalt und Gesellschaft wichtig sind, gelten sie als zu schützende Güter des Umweltschutzes und der Umweltpolitik. In der deutschen Umweltverträglichkeitsprüfung gehören nach § 2 UVPG zu den Schutzgütern neben der menschlichen Gesundheit und dem kulturellen Erbe auch Tiere, Pflanzen, Biodiversität, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft sowie deren Wechselwirkungen.