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U-Kurve
Die U-Kurve (englisch Stuck in the Middle) bezeichnet den Zusammenhang zwischen Marktanteil und Rentabilität im Rahmen der branchenbezogenen Erfolgsforschung.
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Definition und Bedeutung
Die U-Kurve bezeichnet in der branchenbezogenen Erfolgsforschung den Zusammenhang zwischen Marktanteil und Rentabilität eines Unternehmens. Nach empirischen Untersuchungen von Michael E. Porter weisen sowohl Unternehmen mit sehr kleinen als auch Unternehmen mit sehr großen Marktanteilen eine hohe Rentabilität auf. Unternehmen mit mittleren Marktanteilen erzielen dagegen häufig eine geringere Rentabilität. Dadurch entsteht schematisch eine U-förmige Kurve.
Unternehmenstypen und strategische Lage
Unternehmen mit sehr geringem Marktanteil werden als „Spezialisten“ bezeichnet und verfolgen eine Fokussierung auf bestimmte Marktnischen. Unternehmen mit sehr großem Marktanteil gelten als „Generalisten“ und setzen auf Standardisierung.
Wettbewerber mit mittleren Marktanteilen befinden sich dagegen „zwischen den Stühlen“ („Stuck in the Middle“): Sie sind zu klein, um erfolgreich mit den Marktführern zu konkurrieren, zugleich aber zu groß, um die Nischeneconomies, also die wirtschaftlichen Vorteile einer spezialisierten Marktnische, nutzen zu können.
Marktanteile und Rentabilität
Die in empirischen Untersuchungen genannten Größenordnungen unterscheiden sich. Mehrere Studien ordnen Unternehmen mit zehn bis 20 Prozent Marktanteil dem Bereich „Stuck in the Middle“ zu. Spezialisten besitzen demnach meist einen Marktanteil von etwa ein bis fünf Prozent; alle Spezialisten zusammen erreichen jedoch nicht mehr als zehn Prozent. Bei Unternehmen mit mehr als 40 Prozent Marktanteil werden wiederum steigende Rentabilitäten beobachtet.
Der Artikel weist darauf hin, dass diese Angaben nicht ausreichend mit Belegen ausgestattet sind. Die genannten Grenzen sind daher als variierende empirische Befunde und nicht als allgemeingültige feste Schwellenwerte zu verstehen.