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Tony Awards 1999
Tony Awards 1999 ; Erstmals verliehen, 1947 ; Meiste Auszeichnungen, Death of a Salesman (4) ; Meiste Nominierungen, Parade (9) ; Webseite, www.tonyawards.com.
Inhalt5 Abschnitte
Einordnung und Ablauf
Die 53. Tony Awards wurden am 6. Juni 1999 im Gershwin Theatre in New York City verliehen. Ausgezeichnet wurden Theaterstücke und Musicals der Broadway-Saison 1998/99, die dort ihre Erstaufführung hatten. Die von American Theatre Wing und The Broadway League vergebene Veranstaltung wurde vom Columbia Broadcasting System im Fernsehen übertragen und hatte keinen festen Moderator.
Die Tony Awards heißen vollständig Antoinette Perry Awards for Excellence in Theatre. Sie werden seit 1947 jährlich in zahlreichen Kategorien für herausragende Leistungen in Broadway-Produktionen und -Aufführungen der jeweils vergangenen Theatersaison vergeben. Daneben existieren Sonderauszeichnungen wie der Regional Theatre Tony Award. Die Preise wurden nach dem Tod Antoinette Perrys im Jahr 1946 vom American Theatre Wing zu ihrem Gedenken gestiftet; Perry hatte 1940 das wiederbelebte und überarbeitete American Theatre Wing mitbegründet.
Auszeichnungen für Theaterstücke
Als bestes Theaterstück gewann Side Man von Warren Leight. Ebenfalls nominiert waren Closer von Patrick Marber, The Lonesome West von Martin McDonagh und Not About Nightingales von Tennessee Williams. Den Preis für die beste Wiederaufnahme eines Theaterstücks erhielt Arthur Millers Death of a Salesman; weitere Nominierte waren Electra, The Iceman Cometh und Twelfth Night.
Brian Dennehy wurde für seine Darstellung des Willy Loman in Death of a Salesman als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Judi Dench gewann als beste Hauptdarstellerin für die Rolle der Esme Allen in Amy’s View. Die Preise für Nebenrollen gingen an Frank Wood als Gene in Side Man und Elizabeth Franz als Linda in Death of a Salesman.
Robert Falls gewann für Death of a Salesman den Preis für die beste Theaterregie. In dieser Kategorie waren außerdem Howard Davies für The Iceman Cometh, Garry Hynes für The Lonesome West und Trevor Nunn für Not About Nightingales nominiert. Insgesamt war Death of a Salesman mit vier Auszeichnungen die erfolgreichste Produktion des Abends.
Auszeichnungen für Musicals
Bestes Musical wurde Fosse; weitere Nominierungen gingen an The Civil War, It Ain’t Nothin’ But the Blues und Parade. Als beste Wiederaufnahme eines Musicals gewann Annie Get Your Gun von Irving Berlin sowie Herbert und Dorothy Fields. Nominiert waren außerdem Little Me, Peter Pan und You’re a Good Man, Charlie Brown.
Martin Short erhielt für Noble Eggleston und verschiedene weitere Rollen in Little Me den Preis als bester Hauptdarsteller. Bernadette Peters gewann als beste Hauptdarstellerin für Annie Oakley in Annie Get Your Gun. Die Auszeichnungen für Nebenrollen gingen an Roger Bart als Snoopy und Kristin Chenoweth als Sally Brown, beide in You’re a Good Man, Charlie Brown.
Parade gewann zwei Preise: Alfred Uhry erhielt die Auszeichnung für das beste Musicallibretto, also den gesprochenen und dramaturgischen Text eines Musicals. Jason Robert Brown gewann für Musik und Liedtexte die Kategorie beste Originalmusik. Matthew Bourne wurde für Swan Lake als bester Musicalregisseur ausgezeichnet. Zu den weiteren Nominierten für die Musicalregie gehörten Richard Maltby, Jr. und Ann Reinking für Fosse, Michael Mayer für You’re a Good Man, Charlie Brown sowie Harold Prince für Parade.
Gestaltung und Sonderpreise
In den gemeinsamen Kategorien für Theaterstücke und Musicals gewann Richard Hoover für Not About Nightingales den Preis für das beste Bühnenbild. Matthew Bourne erhielt für Swan Lake zusätzlich zur Musicalregie auch den Preis für die beste Choreographie. Die Kostüme von Swan Lake brachten Lez Brotherston eine weitere Auszeichnung ein.
Fosse gewann für das Lichtdesign von Andrew Bridge sowie für die Orchestrierung von Ralph Burns und Douglas Besterman. Orchestrierung bezeichnet die Ausarbeitung der Musik für die beteiligten Instrumente und Klangkörper.
Außerhalb des Wettbewerbs erhielt das Crossroads Theatre in New Brunswick, New Jersey, den Regional Theatre Award. Arthur Miller, Uta Hagen und Isabelle Stevenson wurden jeweils mit einem Special Lifetime Achievement Tony Award für ihr Lebenswerk geehrt. Fool Moon von Bill Irwin und David Shiner erhielt einen Special Tony Award For a Live Theatrical Presentation.
Nominierungen und Gewinnbilanz
Parade führte die Statistik mit neun Nominierungen an, gefolgt von Fosse mit acht. Death of a Salesman und Not About Nightingales kamen auf jeweils sechs Nominierungen. Je fünf entfielen auf The Iceman Cometh, Swan Lake und Twelfth Night. Footloose, It Ain’t Nothin’ But the Blues, Little Me, The Lonesome West und You’re a Good Man, Charlie Brown wurden jeweils viermal nominiert.
Annie Get Your Gun und Electra erhielten je drei Nominierungen. Amy’s View, The Civil War, Marlene, Ring Round the Moon und Side Man kamen jeweils auf zwei.
Die meisten Preise gewann Death of a Salesman mit vier Auszeichnungen. Fosse und Swan Lake folgten mit jeweils drei. Annie Get Your Gun, Parade, Side Man und You’re a Good Man, Charlie Brown erhielten jeweils zwei Tony Awards. Damit war die am häufigsten nominierte Produktion Parade nicht zugleich diejenige mit den meisten Gewinnen.