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The Big Challenge
The Big Challenge (engl.: Die große Herausforderung) ist ein europaweiter Englischwettbewerb für Schüler der 3. bis 9. Klasse, die Englisch als Fremdsprache …
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Überblick und Aufgabenformen
The Big Challenge ist ein europaweiter Englischwettbewerb für Schülerinnen und Schüler der 3. bis 9. Klasse, die Englisch als Fremdsprache lernen. Sein Hauptziel besteht laut Veranstalter darin, einen pädagogischen Anreiz zu geben und Englischkenntnisse spielerisch zu verbessern. Muttersprachler dürfen teilnehmen, müssen aber als solche gemeldet werden und werden gesondert untereinander bewertet.
Der Wettbewerb findet jährlich statt und dauert eine Schulstunde beziehungsweise 45 Minuten. Er wird als Multiple-Choice-Quiz durchgeführt: Zu jeder Frage stehen vier Antworten zur Auswahl, von denen genau eine richtig ist. Die Papierversion umfasst 45 Fragen, die Online-Version 55 Fragen.
Die Papierversion enthält 11 Kategorien. Dazu gehören Leseverstehen, zweimal Medienkompetenz, Vokabeln, eine oder mehrere Grammatik-Kategorien, Situationen, Redewendungen, Aussprache, Betonung, Kultur und eine abschließende Kategorie. Die Online-Version prüft unter anderem Hörverstehen anhand von Bildern, Aussagen, Situationen und Zusammenfassungen sowie Aussprache, Betonung und landeskundliche Allgemeinbildung. Zum schriftlichen Verstehen gehören Grammatik, Leseverstehen, Landeskunde und wechselnde Themen.
Im Jahr 2025 nahmen 52 % online und 48 % auf Papier teil. Besonders stark vertreten sind die Klassen 5 und 6: In Deutschland kamen 2025 fast 60 % aller Teilnehmenden aus diesen beiden Jahrgangsstufen.
Entwicklung und Verbreitung
Eine Gruppe französischer Englischlehrer entwickelte den Wettbewerb als landesweiten Vergleich der Englischkenntnisse. Die erste Austragung fand am 18. Mai 1999 in Frankreich statt. Dabei nahmen genau 17.493 Schülerinnen und Schüler von der Sixième bis zur Troisième teil; die historische Übersicht nennt gerundet 15.000. Nach dem erfolgreichen Beginn wurde eine Gesellschaft mit dem Namen The Big Challenge gegründet. Im Jahr 2000 beteiligten sich bereits 200.000 Schüler aus 30 % der französischen Collèges. Die Zahl stieg weiter und erreichte 2005 mit 355.000 ihren damaligen Höchststand. Danach ging sie langsam zurück: 2010 waren es 325.000, 2011 noch 310.000 und 2025 genau 191.647 Teilnehmende.
Deutschland und Polen übernahmen den Wettbewerb 2005. In Deutschland stieg die Zahl von 20.000 im ersten Jahr auf 65.000 im Jahr 2006, 180.000 im Jahr 2008, etwa 275.000 im Jahr 2010 und etwa 300.000 im Jahr 2011. Für 2013 werden 273.000 Personen genannt; im Schuljahr 2024/25 waren es 192.806. Deutschland führte 2007 wegen der unterschiedlichen Schulformen getrennte Kategorien ein: Gymnasiasten starten in der Marathonkategorie, Teilnehmende anderer Schulformen in der Sprinterkategorie.
In Polen nahmen 2005 zunächst 50.000 und 2006 etwa 60.000 Schüler teil. Das polnische Bildungs- und Sportministerium setzte den Wettbewerb im Juni 2005 auf die Liste der empfohlenen Lehrmittel. Ab 2007 fiel er jedoch aus organisatorischen Gründen aus; auch die geplante Wiederaufnahme 2008 gelang nicht.
Spanien kam 2007 mit 8.000 Teilnehmenden hinzu. Die Zahl stieg 2008 auf 20.000, 2009 auf 30.000 und 2010 auf 40.000; 2011 gab es keinen weiteren Anstieg. Österreich trat 2012 bei, Schweden 2013 und die Niederlande 2016. Seit 2017 beteiligen sich außerdem die Benelux-Staaten und Italien. Nach Angaben des Wettbewerbers nehmen europaweit jährlich etwa 630.000 Schülerinnen und Schüler aus 11 Ländern teil (Stand 2025).
Anmeldung und Organisation
Die Anmeldung beginnt in den meisten Jahren im September. Onlineformulare sind ab Anfang September verfügbar; Ende November erhalten die Schulen vollständige Unterlagen und gedruckte Formulare. Der gewünschte Anmeldeschluss liegt Ende Januar, der endgültige Anfang März.
Teilnehmen können Schüler der Klassen 3 bis 9, die Englisch als Unterrichtsfach haben und Englisch weder als Hauptsprache des Unterrichts an einer internationalen Schule noch als Familiensprache sprechen. Muttersprachler können angemeldet werden, müssen jedoch markiert werden, damit sie nach eigenen Grundsätzen bewertet werden. Für Schüler mit besonderen Bedürfnissen können mit dem Veranstalter individuelle Anpassungen vereinbart werden.
Bis Ende Januar bestimmt jede Schule einen Koordinator. Dieser organisiert Räume und Aufsichten und erhält die Fragebögen für alle Teilnehmenden. Die Mindestanmeldezahl beträgt 20 Personen pro Schule (Stand 2026). Melden sich weniger an, muss dennoch der Preis für 20 Personen bezahlt werden; die Schule erhält dafür 20 Preise. Eine Obergrenze pro Schule gibt es nicht. Im Jahr 2009 hatten noch andere Mindestzahlen gegolten: 35 Personen in Deutschland und Spanien sowie 25 in Frankreich.
Der Wettbewerb finanziert sich ausschließlich über Teilnahmegebühren. 2026 betragen sie pro Schüler 4,50 Euro für die Papierversion und 4,30 Euro für die Online-Version.
Durchführung und Zeitplan
Der Test wird während einer Schulstunde in der Schule durchgeführt, online oder auf Papier. Nach der aktuellen Beschreibung legt der Betreiber dafür einen Zeitraum im März fest; die Schule bestimmt darin den genauen Zeitpunkt. Historisch wurde der gemeinsame Wettbewerbstag meist im Mai als „Challenge Day“ bezeichnet. Kann eine Schule den vorgesehenen Termin nicht einhalten, darf sie den Wettbewerb nach Sondergenehmigung vorverlegen, aber nicht nachholen.
Bei der Papierversion werden Fragebögen mit Anweisungen und Antwortzettel verteilt. Die Schüler kreuzen darauf die Buchstaben ihrer Antworten an und tragen Name, Klasse, Geburtsdatum sowie den Big-Challenge-Code ihrer Schule ein. Hilfsmittel wie Wörterbücher sind nicht erlaubt. Die Antwortbögen sollen möglichst noch am Wettbewerbstag an den Veranstalter geschickt werden. Bei der Online-Teilnahme gelten dieselben Regeln, die Daten werden jedoch sofort übertragen.
Kurz nach dem Wettbewerb werden die Lösungen veröffentlicht. Die persönlichen Ergebnisse sind nach wenigen Tagen bis Wochen, spätestens ungefähr einen Monat nach dem Wettbewerb, im Internet verfügbar. Die Preise werden an die Schulen geschickt. Da der Wettbewerbszeitraum länderübergreifend gleich ist, die Teilnehmerzahlen aber unterschiedlich sind, kann sich die Auswertung je nach Land um einige Tage verschieben.
Auswertung und Preise
Der Veranstalter wertet die Lösungen aus und erstellt Ranglisten. Die Fragen sind nach Schwierigkeit gegliedert: Mit zunehmender Schwierigkeit steigt die erreichbare Punktzahl. Für jede Klassenstufe entstehen getrennte Listen für die Marathonkategorie der Gymnasien und die Sprinterkategorie der anderen Schulformen. Innerhalb dieser Kategorien gibt es eine Schul-, eine Landes- und eine Bundeswertung.
Alle Teilnehmenden erhalten unabhängig von Ergebnis und Platzierung ein Diplom und einen kleinen Preis in Form eines Rubbelloses. Zusätzlich werden drei Arten von Preisen zufällig vergeben: unter den Personen mit mehr als der Hälfte richtiger Antworten, unter denen mit dem besten Verhältnis richtiger Antworten in den verschiedenen Kategorien und unter denen, die sich gegenüber ihrer Teilnahme im Vorjahr verbessert haben.
Die besten Schüler einer Schule erhalten, nach Altersstufen getrennt, jährlich wechselnde Preise über QR-Codes mit interaktiven Inhalten. Die besten Teilnehmenden eines Bundeslandes bekommen weitere Preise; die jeweilige Siegerperson erhält den Pokal „Landessieger“. Auch auf Bundesebene werden Zusatzpreise vergeben, und die Bundessieger erhalten einen Pokal „Bundessieger“.
Online-Angebote und weitere Angaben
Ein französischer Internetauftritt des Wettbewerbs ist im Internet Archive seit November 2000 belegt. Seit 2003 gab es einen Internettest, der vor allem Fragen früherer Wettbewerbe verwendete. Für die Antworten wurden Punkte vergeben, und das Ergebnis konnte in eine Bestenliste eingetragen werden. Zwischen September 2007 und Mai 2008 wurde dieses Trainingsquiz mehr als eine Million Mal gespielt; ein Zehntel der Aufrufe entfiel auf den Tag vor dem Wettbewerb. Seit 2008 ergänzten der Big Challenge Club für Schüler und der Teacher’s Club zur Vorbereitung von Lehrkräften das Angebot.
Der Internetauftritt ist 2026 in acht Versionen verfügbar: für Frankreich, Deutschland, Spanien, Polen, Österreich, Italien, die Benelux-Länder und Brasilien. Der Wettbewerb wird außerdem vom Bildungsserver empfohlen.