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Telekonnektion
Unter Telekonnektion versteht man in der Meteorologie einen Zusammenhang zwischen Wettervorgängen in zwei weit voneinander entfernten Gebieten.
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Begriff und Bedeutung
Telekonnektion bezeichnet in der Meteorologie einen Zusammenhang zwischen Wettervorgängen in zwei weit voneinander entfernten Gebieten. Solche Zusammenhänge helfen zu beschreiben, wie Irregularitäten, also Abweichungen oder Unregelmäßigkeiten, in einer Weltgegend mit Wetter- oder Klimamustern in anderen Regionen korrelieren können. Die Verbindung kann direkt oder zeitlich etwas verzögert auftreten.
Der Artikel weist darauf hin, dass wichtige Informationen noch fehlen. Die dargestellten Inhalte beschreiben daher vor allem Grundidee, Beispiele und wichtige Maße der Telekonnektion.
Typische Zusammenhänge
Telekonnektionen beziehen sich zum Beispiel auf ein gegensätzliches Verhalten von Luftdruck oder Temperatur. Ein Beispiel ist die Tendenz zu einem gegensätzlichen Luftdruckverlauf zwischen Island und den Azoren: Ist der Luftdruck über Island niedriger, ist er über den Azoren über ein längeres Zeitintervall, etwa einen Monat, gemittelt eher höher, und umgekehrt. Diese Erscheinung heißt Nordatlantische Oszillation.
Ein weiteres Beispiel betrifft Temperaturen im Winter: Im Durchschnitt sind unternormale Temperaturen im Raum Ostkanada / Grönland mit übernormalen Temperaturen über Europa verbunden. „Unternormal“ bedeutet hier unter dem üblichen Durchschnitt, „übernormal“ entsprechend darüber.
Globale Wirkungsmuster
Mit den heute bekannten Telekonnektionen lässt sich erfassen, dass Wetter- und Klimaanomalien verschiedener Regionen miteinander verbunden sein können. Dadurch können sich Extremwetterereignisse weltweit häufen.
Als ein grundlegender „Wettermotor“ gilt heute der El-Niño-Zyklus des Pazifik. In intensiven Phasen kann er weltweit Auswirkungen haben. Im Gegensatz dazu wird der Golfstrom im Artikel als stabilisierendes System beschrieben.
Wichtige Maße
Wichtige Maße oder Muster für Telekonnektion sind: El Niño-Southern Oscillation (ENSO, zentraler Pazifik), Pazifik-Nordamerika-Telekonnektionsmuster (Pacific-North American Pattern, PNA), Madden-Julian-Oszillation (MJO, Indik–Pazifik), Nordatlantische Oszillation (NAO), Arktische Oszillation (AO), Atlantische Multidekaden-Oszillation (AMO), Pazifische Dekaden-Oszillation (PDO), Interdekadische Pazifische Oszillation (IPO), Äquatoriale Kelvinwelle und Quasi-zweijährige Schwingung (Quasi-biennale Oszillation, QBO, Nordhemisphäre).