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Substitution (Musik)

Unter Substitution wird im Bereich der Musik das Ersetzen eines Akkordes durch einen anderen verstanden. Substitutionen finden zumeist bei der Variation von …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Anwendung
  2. 2. Ersetzung im Tritonusabstand
  3. 3. Begründung und Beispiel
  4. 4. Ersetzung im Abstand einer kleinen Terz
  5. 5. Literaturhinweis

Bedeutung und Anwendung

Substitution bedeutet in der Musik, einen Akkord durch einen anderen zu ersetzen. Sie wird vor allem verwendet, um Akkordverbindungen wie II–V–I zu variieren. Der Artikel behandelt zwei Formen: die Tritonus-Substitution und die Kleine-Terz-Substitution.

Bei Tasteninstrumenten bezeichnet Substitution außerdem den stummen Fingerwechsel auf derselben Taste. Dieser Fingersatz heißt Substitutionsfingersatz.

Ersetzung im Tritonusabstand

Bei der Tritonus-Substitution wird ein Dominantseptakkord (dom7) durch einen anderen Dominantseptakkord ersetzt, dessen Grundton einen Tritonus höher oder tiefer liegt. Ein Tritonus ist hier das für die Ersetzung entscheidende Intervall. Beispielsweise kann Cdom7 durch F#dom7 ersetzt werden.

Der Ersatzakkord wird grundsätzlich alteriert verwendet, etwa als F#dom7 alt. „Alteriert“ bedeutet, dass Akkordtöne verändert werden. Dadurch lassen sich seine Optionstöne auf der 9., 11. und 13. Stufe an die des ursprünglichen Akkords angleichen. Die Substitution kann Spannung aufbauen oder einen chromatischen, also in Halbtonschritten verlaufenden, Durchgang ermöglichen.

Begründung und Beispiel

Der instabile Klang eines Dominantseptakkords entsteht durch den Tritonus zwischen seiner 3. und 7. Stufe. Bei der Substitution übernimmt die 7. Stufe des Ersatzakkords die Funktion der 3. Stufe des Ausgangsakkords und umgekehrt. Aus dieser Vertauschung ergibt sich für den Ersatzakkord ein neuer Grundton.

Eine typische II–V–I-Verbindung lautet Dmin7 – Gdom7 – Cmaj7. Durch Tritonus-Substitution wird daraus Dmin7 – Dbdom7 alt. – Cmaj7. Der Bass bewegt sich dadurch chromatisch von D über Db nach C. Beispiele für dieses Verfahren finden sich in den meisten Jazzstandards von Antonio Carlos „Tom“ Jobim.

Ersetzung im Abstand einer kleinen Terz

Die Kleine-Terz-Substitution folgt demselben Grundschema wie die Tritonus-Substitution, verwendet jedoch statt eines Tritonus eine kleine Terz als entscheidendes Intervall.

Dabei wird die kleine Terz zwischen der 5. und 7. Stufe des Ausgangsakkords durch die kleine Terz zwischen der 3. und 5. Stufe des Ersatzakkords substituiert. So kann beispielsweise Bbdom7 durch Dbdom7 ersetzt werden. Der Artikel verweist dafür auf „Over the Rainbow“ in Es-Dur.

Literaturhinweis

Als weiterführende Literatur nennt der Artikel „The Jazz Theory Book“, Sher Music, Petaluma CA 1995, ISBN 1-883217-04-0. Die deutsche Ausgabe erschien als „Das Jazz-Theorie-Buch“, Advance Music, Rottenburg 1996, ISBN 3-89221-046-2.

Lernvideos zu Substitution (Musik)

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