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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Stiftung KlimaWirtschaft

Im Rahmen der Initiative setzen die Förderunternehmen der Stiftung 2° in ihren jeweiligen Branchen Beispiele zur Umsetzung der Dekarbonisierung der Wirtschaft …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Profil und Zweck
  2. 2. Aufbau und Leitung
  3. 3. Unternehmerisches Netzwerk
  4. 4. Initiativen und politische Appelle

Profil und Zweck

Die Stiftung KlimaWirtschaft ist eine 2011 gegründete, rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Berlin. Sie ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern und setzt sich für langfristiges unternehmerisches Engagement im Klimaschutz ein. Bis November 2021 hieß sie „Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz“.

Die Stiftung will die Politik dabei unterstützen, marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen für den Klimaschutz zu schaffen. Zugleich soll die Lösungskompetenz deutscher Unternehmer für den Klimaschutz aktiviert werden. Unternehmen sollen ihr Wissen und ihre Erfahrungen gebündelt in den öffentlichen Dialog und in gemeinsame Projekte einbringen.

Aufbau und Leitung

Die Stiftung besitzt drei Organe:

  • Das Kuratorium besteht laut Satzung aus vier bis acht Mitgliedern.
  • Das Präsidium umfasst drei bis fünf Mitglieder.
  • Der Vorstand besteht aus einem oder zwei Mitgliedern.

Michael Otto ist Vorsitzender des Kuratoriums und des Präsidiums. Max Schön gehörte dem Vorstand bis Herbst 2014 an und zog sich aus familiären Gründen zurück. Seit dem 1. September 2014 ist Sabine Nallinger Vorständin der Stiftung. Im Jahr 2022 beschäftigte die Stiftung 19 Personen.

Unternehmerisches Netzwerk

Die Stiftung ist als branchenübergreifende Unternehmerstiftung und als CEO-Initiative organisiert. Das bedeutet, dass sich die Führungspersönlichkeiten der unterstützenden Unternehmen unmittelbar an den Aktivitäten beteiligen und sich persönlich mit den Zielen der Stiftung identifizieren. Gemeinsam mit Wissenschaft, Gesellschaft und Politik arbeiten sie an konkreten Lösungen für einen ambitionierten und effizienten Klimaschutz.

Zu den Unterstützern zählen Unternehmen aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen, darunter ALDI SÜD, Alterric, die Bausparkasse Schwäbisch Hall, BNP Paribas Deutschland, Daikin Airconditioning Germany, die Deutsche Bahn, DEUTSCHE ROCKWOOL, die Deutsche Telekom, EnBW, die GLS Gemeinschaftsbank, Goldbeck, Heidelberg Materials, OTTO FUCHS, die Otto Group, die Papier- und Kartonfabrik Varel, Puma, Salzgitter, Schüco International, die SMS group, STRABAG, Thyssenkrupp Steel Europe, Union Asset Management, VTG und Wacker Chemie.

Initiativen und politische Appelle

2015 begann die Initiative „Auf dem Weg in die 2°-Wirtschaft“. Sie forderte die Politik auf, ambitionierte Klimaziele im oberen Zielkorridor festzulegen. Die Förderunternehmen zeigten zugleich in ihren jeweiligen Branchen Beispiele dafür, wie die Wirtschaft dekarbonisiert werden kann. Dekarbonisierung bezeichnet hier die Verringerung beziehungsweise Vermeidung klimaschädlicher Kohlenstoffemissionen.

Zur Pariser Klimakonferenz COP 21 unterstützte die Stiftung gemeinsam mit dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management und Germanwatch die von 35 großen und mittelständischen Unternehmen getragene Erklärung „Paris macht die globale Energiewende unumkehrbar“. Die Unterzeichner forderten unter anderem stärkere Maßnahmen, um das deutsche 40-Prozent-Klimaziel bis 2020 zu erreichen, einen ambitionierten Klimaschutzplan 2050 und eine umfassende Verkehrswende.

Am 27. April 2020 veröffentlichte die Stiftung einen Aufruf, den 68 deutsche Unternehmen unterzeichnet hatten. Darin wurde verlangt, mögliche Konjunkturhilfen nach der Corona-Krise mit Klimaschutzauflagen und entsprechenden Investitionen zu verbinden. Außerdem sollten die bisherigen klimapolitischen Maßnahmen und der Green Deal der Europäischen Kommission beibehalten werden. Der Aufruf vereinte Unternehmen unterschiedlicher Branchen, darunter DAX-Konzerne und mittelständische Unternehmen.

Am 27. Januar 2024 startete die Stiftung mit mehr als 60 deutschen Unternehmen einen weiteren Appell. Die Unterzeichner bezeichneten die Transformation zur Klimaneutralität als Chance, den Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfähig zu machen. Für langfristige Investitionen verlangten sie einen verlässlichen, partei- und legislaturübergreifenden Transformationskonsens. Dieser sollte Lösungen für wettbewerbsfähige Energiepreise, eine Weiterentwicklung der Schuldenbremse, eine schnellere Digitalisierung der Verwaltung, Anreize für private Investitionen und die soziale Akzeptanz der Transformation umfassen.

Im März 2026 traf sich die Stiftung in Berlin mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Sie stellte Klimapolitik angesichts der geopolitischen Lage als wichtigen Treiber für Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit heraus. Gefordert wurden mehr Planungssicherheit auf dem Weg zur Klimaneutralität, weniger Hindernisse durch Verfahren und Regulierungen sowie grüne Leitmärkte. Solche Märkte sollen dazu beitragen, klimafreundliche Grundstoffe und Technologien schneller in den Markt zu bringen.

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