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Statistik (Studienfach)
Statistik ist ein Studienfach, das die Anwendung und theoretischen Grundlagen statistischer Methoden vermittelt. Statistiker planen Umfragen und Experimente …
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Gegenstand und Bedeutung des Studiums
Statistik ist ein Studienfach, das die theoretischen Grundlagen und die Anwendung statistischer Methoden vermittelt. Statistiker planen Umfragen und Experimente, stellen erhobene Daten dar, werten sie aus und interpretieren die Ergebnisse. Gemeinsam mit Fachleuten anderer Wissenschaften bilden sie praktische Sachverhalte durch mathematische Modelle ab. Dadurch sollen objektive Entscheidungen ermöglicht und Prognosen erstellt werden.
In Deutschland kann Statistik laut Artikel an der Technischen Universität Dortmund, der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie in Magdeburg in einer Kooperation der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg studiert werden. In Österreich werden die Universität Wien und die Johannes Kepler Universität Linz genannt. Statistik-Masterstudiengänge gibt es außerdem unter anderem in Bielefeld, Magdeburg, Göttingen, Wien, Berlin und an der ETH Zürich. Neueinschreibungen erfolgen meist in Bachelor- oder Masterstudiengänge. Häufig besteht keine Zulassungsbeschränkung; für weiterführende Studiengänge wie Master oder Promotion müssen jedoch oft bestimmte Kriterien erfüllt sein.
Der Artikel weist selbst darauf hin, dass viele Angaben nicht ausreichend belegt und teilweise nicht mehr aktuell sein könnten. Das betrifft besonders die im Präsens dargestellten Diplomstudiengänge, die wahrscheinlich inzwischen ausgelaufen sind.
Bachelorstudium
Der Bachelor-/Masteraufbau unterscheidet sich inhaltlich nur wenig vom früheren Diplomstudium. Er folgt dem im Bologna-Prozess eingeführten mehrstufigen Studienmodell und ist modularer sowie praxisorientierter aufgebaut.
Das Bachelorstudium dauert sechs oder sieben Semester. Die genaue Gestaltung unterscheidet sich je nach Hochschule. Typische Inhalte sind:
- Deskriptive Statistik, also die übersichtliche Beschreibung vorhandener Daten, und elementare Wahrscheinlichkeitsrechnung
- mathematische Grundlagen in Analysis I und II
- Lineare Algebra oder Vektor- und Matrizenrechnung
- Grundlagen statistischer Software
- Seminare und andere praxisnahe Veranstaltungen
- Ökonometrie, also die Anwendung statistischer Verfahren auf wirtschaftliche Fragen, oder andere Spezialgebiete der Statistik
Nicht an allen Hochschulen ist ein Nebenfach vorgeschrieben. Das Studium endet mit einer Bachelorarbeit, für die drei Monate vorgesehen sind.
Masterstudium
Der Masterstudiengang baut auf einem Bachelorabschluss in Statistik oder einem ähnlichen Fach auf und dauert vier Semester. Auch hier unterscheiden sich die konkreten Inhalte zwischen den Hochschulen. Häufig gehören Wahrscheinlichkeitstheorie und mathematische Statistik, Spezialgebiete der Statistik, stochastische Prozesse oder Zeitreihenanalyse sowie Seminare und weitere praxisnahe Lehrveranstaltungen zum Studium. Stochastische Prozesse sind mathematische Modelle für zeitlich oder räumlich veränderliche, vom Zufall beeinflusste Vorgänge; die Zeitreihenanalyse untersucht zeitlich geordnete Daten.
Welche statistischen Spezialgebiete verpflichtend sind und welche gewählt werden können, hängt von der jeweiligen Hochschule ab. Auch ein Nebenfach ist nicht überall vorgeschrieben. Den Abschluss bildet eine Masterarbeit mit einer Bearbeitungszeit von sechs Monaten.
Aufbau des früheren Diplomstudiums
Der klassische Diplomstudiengang bestand aus einem viersemestrigen Grundstudium und einem fünfsemestrigen Hauptstudium, wobei die tatsächliche Studiendauer von dieser Regelstudienzeit abweichen konnte.
Im Grundstudium wurden Grundlagen in Statistik, Analysis, Linearer Algebra und Stochastik vermittelt. Stochastik bezeichnet die mathematische Untersuchung zufälliger Vorgänge. Zu den Veranstaltungen gehörten Analysis I und II, Vektor- und Matrizenrechnung als Spezialfall der Linearen Algebra, deskriptive Statistik, elementare Wahrscheinlichkeitsrechnung, Schätzen und Testen, statistische Verfahren, Versuchsplanung, Erhebungstechniken und statistische Software.
Das Hauptstudium vertiefte und erweiterte die statistischen Kenntnisse. Es umfasste Wahrscheinlichkeitstheorie, Entscheidungstheorie, stochastische Prozesse, Numerik und praxisnahe Veranstaltungen. Hinzu kamen vertiefende Bereiche wie Biometrie, Ökonometrie und Technometrie, in denen theoretische Verfahren mit Anwendungen verbunden wurden. Als statistische Spezialgebiete nennt der Artikel Ökonometrie, nichtparametrische Verfahren, multivariate Verfahren, Bayes-Statistik und amtliche Statistik. Daraus konnten Studierende nach Interesse oder Schwerpunkt auswählen.
Zum Diplomstudium gehörte außerdem ein Nebenfach. Häufig waren dies Wirtschaftswissenschaften, theoretische Medizin, Ingenieurwissenschaften, Sozialwissenschaften, Mathematik oder Informatik. Den Abschluss bildete eine Diplomarbeit mit einer Bearbeitungszeit von sechs Monaten.
Verwandte Studienrichtungen
Der Bachelorstudiengang Datenanalyse und Datenmanagement an der Technischen Universität Dortmund vermittelt den Umgang mit großen Datenmengen. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen zur Entwicklung von Methoden und zur Lösung praktischer Probleme genutzt werden. Das erste Studienjahr ähnelt dem Statistikstudium und behandelt Analysis, Vektor- und Matrizenrechnung, Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik. Im zweiten und dritten Jahr nimmt die Zusammenarbeit mit der Informatik zu. Dann stehen die Darstellung, Verarbeitung und Auswertung von Daten sowie Datenstrukturen und Programmierung im Mittelpunkt.
Der Dortmunder Masterstudiengang Datenwissenschaft baut auf diesem Bachelor auf. Auch Absolventen der Statistik, Informatik oder Mathematik können mit Auflagen zugelassen werden; weitere Ausnahmen sind auf Antrag möglich. Das Studium soll zu wissenschaftlicher Arbeit, zur kritischen Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und zu verantwortlichem Handeln befähigen. Pflicht- und Wahlpflichtmodule decken multivariate und computergestützte Statistik, effiziente Algorithmen und Optimierung, Datensicherheit sowie ausgewählte Anwendungsgebiete ab.
Der Masterstudiengang Biostatistik baut auf einem Statistikabschluss auf und wird laut Artikel in München, Bremen, Zürich sowie berufsbegleitend in Heidelberg angeboten. Er behandelt statistische Konzepte und Methoden zur verantwortungsvollen, angemessenen Analyse biostatistischer Daten und deren interdisziplinäre Anwendung in Biologie und Medizin. Dazu zählen auch Postgenomik und Systembiologie. Studierende sollen biostatistische Methoden verstehen sowie neu- und weiterentwickeln können.
Der Masterstudiengang Angewandte Stochastik der Hochschule München vermittelt Methoden zur stochastischen Modellierung komplexer Prozesse in Wirtschaft und Finanzen, Technik und Biologie. Grundlage ist eine fundierte mathematische Ausbildung mit dem Schwerpunkt stochastische Prozesse. Der konsekutive Studiengang ist mit dem Bachelorstudium Informatik verbunden, steht aber auch Quereinsteigern aus verwandten Fächern mit überdurchschnittlichem Bachelor- oder Diplomabschluss offen.
Der fakultätsübergreifende Masterstudiengang Statistische Wissenschaften der Universität Bielefeld vertieft Statistik und empirische Methoden auf anspruchsvollem Niveau. Er richtet sich an Absolventen der Mathematik oder Wirtschaftsmathematik sowie an Personen mit einem quantitativ ausgerichteten Abschluss in Wirtschaftswissenschaften, Soziologie oder Psychologie.
Berufliche Einsatzgebiete
Die Arbeitsmarktsituation für Absolventen der Statistik wird im Artikel als gut bezeichnet, weil statistische Methoden in vielen Bereichen benötigt werden. Als mögliche Arbeitsfelder werden die pharmazeutische Industrie, Banken und Versicherungen, die Qualitätssicherung und die Forschung genannt. Diese Einschätzung gehört allerdings zu den Angaben des Artikels, die ohne Einzelnachweise präsentiert werden und möglicherweise nicht aktuell sind.