Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Songwriters Hall of Fame
Die Songwriters Hall of Fame ist eine Organisation mit Sitz in New York City zu Ehren verdienter Songschreiber in der populären Musik.
Inhalt5 Abschnitte
Aufgabe und Bedeutung
Die Songwriters Hall of Fame ist eine Organisation mit Sitz in New York City. Sie ehrt bedeutende Komponisten und Texter der populären Musik und soll deren Werke und Nachlässe für kommende Generationen bewahren und zugänglich machen.
Gegründet wurde sie 1969 vom Songwriter Johnny Mercer sowie den Musikverlegern Abe Olman und Howie Richmond. Die Organisation erstellt Biografien und Werkverzeichnisse ihrer Mitglieder und sammelt systematisch deren Nachlässe. Langfristiges Ziel ist ein eigenes Museums- und Archivgebäude, in dem diese Materialien öffentlich zugänglich sind. Seit 2010 gibt es eine physische Galerie im Grammy Museum in Los Angeles. Das Projekt wird ausschließlich durch Spenden finanziert.
Organisation und Leitung
Nach dem Gründungspräsidenten Johnny Mercer, der das Amt von 1969 bis 1973 ausübte, wurde Sammy Cahn Präsident. Er gründete zur Unterstützung des Projekts die National Academy of Popular Music und blieb bis 1993 im Amt. Weitere Präsidenten waren Bobby Weinstein von 1993 bis 1999 und Al Feilich von 2000 bis 2002.
Als Vorsitzende beziehungsweise „Chairman emeritus“ wirkten Frank Sinatra von 1993 bis 1998, Jimmy Webb von 2010 bis 2014 sowie Kenneth Gamble und Leon Huff von 2015 bis 2018. Heute wird die Organisation von einem achtköpfigen Vorstand und einem 22-köpfigen Board of Directors geleitet. CEO und Präsidentin ist Linda Moran.
Aufnahme und Preisverleihung
Die Songwriters Hall of Fame vergibt gemeinsam mit der National Academy of Popular Music jedes Jahr mehrere Auszeichnungen. Am wichtigsten ist die Aufnahme neuer Mitglieder. Aufgenommen werden einzelne Songwriter, Songwriter-Teams und gelegentlich Bands. Die weiteren Preise können teilweise auch Personen erhalten, die nicht Mitglied der Hall of Fame sind.
Die Preisträger werden jeweils im Februar bekannt gegeben. Die Verleihung findet im Juni bei einer Gala in New York statt.
Weitere Auszeichnungen
Der Johnny Mercer Award geht ausschließlich an bereits aufgenommene Künstler, die darüber hinaus ein Gesamtwerk von besonderer Güte in der Tradition Johnny Mercers geschaffen haben.
Der Sammy Cahn Lifetime Achievement Award würdigt das Lebenswerk eines Künstlers. Der Abe Olman Publisher Award wird an Musikproduzenten vergeben, die in ihrer beruflichen Funktion besonders herausragende Musikstücke betreut haben.
Der Hal David Starlight Award richtet sich an Nachwuchskünstler, die sich bereits um die populäre Musik verdient gemacht haben. Der Howie Richmond Hitmaker Award ehrt Sänger oder Persönlichkeiten der Musikindustrie, die über einen längeren Zeitraum für besonders erfolgreiche Hits verantwortlich waren.
Der Towering Song Award wird den Autoren eines Songs verliehen, der über längere Zeit Musikgeschichte geschrieben und die Musikkultur der Vereinigten Staaten beeinflusst hat.
Mitglieder und Beispiele
Bis 2023 waren insgesamt 459 Mitglieder aufgenommen. Die umfangreiche Mitgliederliste umfasst Songwriter aus unterschiedlichen Zeiten und Bereichen der populären Musik. Zu den 1970 aufgenommenen Persönlichkeiten gehören unter anderem Irving Berlin, George Gershwin, Scott Joplin, Cole Porter, John Philip Sousa, Fats Waller und Hank Williams. 1971 folgten unter anderem Duke Ellington, Ira Gershwin und Johnny Mercer; 1972 wurden beispielsweise Burt Bacharach, Leonard Bernstein, Sammy Cahn, Hal David und Pete Seeger aufgenommen.
Spätere Aufnahmen zeigen die große musikalische Bandbreite: Bob Dylan und Paul Simon wurden 1982 Mitglieder, Stevie Wonder 1983, Chuck Berry und Buddy Holly 1986, John Lennon und Paul McCartney 1987 sowie Elton John und Bernie Taupin 1992. Es folgten unter anderem die Bee Gees 1994, Bruce Springsteen 1999, Michael Jackson 2002, David Bowie 2005, Leonard Cohen und Bob Marley 2010, Jay-Z 2017, Missy Elliott 2019 und Mariah Carey 2022.
Für 2023 nennt die Liste Glen Ballard, Gloria Estefan, Jeff Lynne, Liz Rose, Teddy Riley und Snoop Dogg. Für 2024 werden Hillary Lindsey, Prince, Timothy Mosley, Dean Pitchford, R.E.M., Steely Dan und Cindy Walker aufgeführt. 2025 kamen George Clinton, Ashley Gorley, Rodney Jerkins, Tony Macaulay sowie Tom Johnston, Mike Love, Michael McDonald und Patrick Simmons hinzu. Für 2026 wird Taylor Swift genannt.