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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Schiv’a

Am Sabbat nehmen die Trauernden am Gottesdienst teil. Das Seelenlicht (eine kleine Lampe) brennt im Trauerhaus und soll an den verstorbenen Menschen erinnern.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Dauer
  2. 2. Gemeinschaft und religiöse Praxis
  3. 3. Trauervorschriften und Grabstein

Bedeutung und Dauer

Die Schivʿa ist im Judentum die Trauerzeit während der ersten Woche unmittelbar nach dem Begräbnis eines Elternteils, Ehegatten, Geschwisters oder Kindes. Sie beginnt für die Hinterbliebenen nach der Bestattung und dauert sieben Tage.

Gemeinschaft und religiöse Praxis

Die Trauernden bleiben eine Woche zu Hause. Verwandte, Freunde und Bekannte besuchen sie, versorgen sie mit Speisen und Getränken, unterstützen sie und spenden Trost. Die Besuche sollen den Trauernden zeigen, dass sie in ihrem Schmerz nicht allein sind.

Die Schivʿa beginnt mit dem Essen eines Hühnereis, das mit Asche bestreut wurde. Die Asche ist ein Zeichen der Trauer. Morgens und abends findet im Trauerhaus ein Gottesdienst statt. Dabei sprechen die Trauernden das Kaddisch, das Gebet der „Heiligung Gottes“. Es handelt nicht vom Tod, sondern preist Gott und bekennt sich zu ihm; im Gottesdienst wird es vom Vorbeter vorgetragen.

Am Sabbat nehmen die Trauernden am Gottesdienst teil. Im Trauerhaus brennt außerdem das Seelenlicht, eine kleine Lampe, die an den verstorbenen Menschen erinnern soll.

Trauervorschriften und Grabstein

Während der sieben Tage wird nicht gearbeitet. Die Trauernden tragen keine Lederschuhe, ziehen sich nicht um und kauern auf der Erde oder sitzen auf niedrigen Stühlen. Diese Praxis wird auch „Schive sitzen“ genannt.

Der Grabstein, die Mazewa, wird in Israel am dreißigsten Tag eingeweiht. In anderen Ländern geschieht dies in der Regel erst nach einem Jahr.

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