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Salz der Erde
Die Bildrede vom Salz der Erde steht im Evangelium nach Matthäus (Mt 5,13 EU). Es ist ein Teil der Bergpredigt und schließt an die Seligpreisungen an.
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Einordnung und Bedeutung
Die Bildrede vom „Salz der Erde“ steht in Matthäus 5,13 und ist Teil der Bergpredigt. Sie schließt an die Seligpreisungen an und richtet sich besonders an die Jünger Jesu. Diese werden mit dem damals wertvollen und wichtigen Salz verglichen. Ihre Aufgabe in der Welt soll dadurch beschrieben werden. Im unmittelbar folgenden Vers werden sie außerdem mit dem „Licht der Welt“ verglichen.
Eine weitere Bildrede Jesu über den Wert und die Vergänglichkeit des Salzes findet sich in Markus 9,50 und Lukas 14,34.
Wortlaut
In der revidierten Fassung der Übersetzung Martin Luthers von 2017 lautet Matthäus 5,13:
„Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.“
Die Aussage besteht aus einem Zuspruch an die Jünger und einer Warnung: Salz soll seine Wirkung behalten; verliert es diese, ist es unbrauchbar.
Deutung des Bildes
Salz machte Nahrung genießbar und schützte sie vor Fäulnis. Zur Zeit Jesu wurde es aus dem Toten Meer gewonnen, besaß aber nur eine eingeschränkte Haltbarkeit. Wenn es schal geworden war, konnte es nicht mehr verwendet werden.
Das Bild beschreibt daher die Aufgabe der Jünger: Ihr Leben soll der hereinbrechenden Gottesherrschaft entsprechen. Maßstab dafür sind die Forderungen und Maßstäbe der unmittelbar vorangehenden Verse, insbesondere der Abschluss der Seligpreisungen. Die Warnung lautet, dass es den Jüngern wie unbrauchbar gewordenem Salz ergehen kann, wenn sie ihr Leben nicht entsprechend führen. Dann werden sie weggeworfen, wie Salz, das von den Leuten zertreten wird.
Rezeption
1996 veröffentlichte Joseph Ratzinger das Buch „Salz der Erde: Christentum und katholische Kirche im 21. Jahrhundert – Ein Gespräch mit Peter Seewald“ bei der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart (ISBN 3-421-05046-5).
Der 28. deutsche Evangelische Kirchentag 1999 in Stuttgart stand unter dem Thema „Ihr seid das Salz dieser Erde“. Das Kirchentagslied „Ihr seid das Salz dieser Erde, wir sind das Salz dieser Welt“ basiert auf diesem Bibelwort. Auch der zweite Vers des Liedes „Ihr seid das Volk, das der Herr sich ausersehn“ greift die biblischen Motive vom Salz der Erde und vom Licht der Welt auf.