Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Säulendiagramm

Das Säulendiagramm, bei schmalen Säulen auch Stabdiagramm genannt, ist ein Diagramm zur vergleichenden Darstellung, das durch auf der x {\displaystyle x} …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Grundidee und Einsatz
  2. 2. Proportionalität der Säulen
  3. 3. Gestapelte und gruppierte Darstellungen
  4. 4. Überlappende Säulen und Balken
  5. 5. Weitere Formen und Anwendungen

Grundidee und Einsatz

Ein Säulendiagramm, bei schmalen Säulen auch Stabdiagramm genannt, ist ein Diagramm zur vergleichenden Darstellung. Es zeigt die Häufigkeitsverteilung einer diskreten (Zufalls-)Variablen: Jede Ausprägung wird durch eine zur x-Achse senkrechte Säule dargestellt. Die Säulen sind Rechtecke; ihre Breite hat keine Bedeutung.

Besonders geeignet ist diese Darstellungsform für wenige Ausprägungen, etwa bis zu 15. Bei mehr Kategorien wird sie unübersichtlich; dann sind Liniendiagramme vorzuziehen. Für Daten eines metrischen Merkmals ist ein Säulendiagramm ebenfalls nicht geeignet; dafür soll ein Histogramm verwendet werden.

Proportionalität der Säulen

Das Säulendiagramm ist höhenproportional: Die Höhe jeder Säule ist proportional zur Häufigkeit der zugehörigen Merkmalsausprägung. Haben alle Säulen dieselbe, über alle Ausprägungen konstante Breite, sind dadurch auch ihre Flächen proportional zu den Häufigkeiten.

Anders als eine Linie umfasst eine Säule optisch alle Werte vom Ursprung bis zu ihrem Endwert. Deshalb passen Säulen nicht zu jeder Anwendung. Je nach Wert kann eine Säule nach oben oder nach unten wachsen.

Gestapelte und gruppierte Darstellungen

Ein gestapeltes Säulendiagramm oder Stapeldiagramm zeigt relative oder absolute Häufigkeiten von mindestens zwei Datenreihen innerhalb einer Rechtecksäule. Die Häufigkeiten erscheinen als Flächen und werden übereinander angeordnet; die gesamte Säule steht für den Gesamtwert. Damit lassen sich Gesamtwerte besser vergleichen. Veränderungen der dargestellten Anteile sind jedoch weniger gut abzulesen.

Ein gruppiertes Säulendiagramm ordnet die Werte mehrerer Kategorien nebeneinander an. Dadurch können verschiedene Variablen direkt verglichen werden. Aggregierte Daten lassen sich in diesem Diagrammtyp dagegen schwer ablesen und vergleichen.

Überlappende Säulen und Balken

Beim überlappenden Säulendiagramm liegen die Säulen einer Merkmalsausprägung übereinander. Diese Variante wird häufig für mehrere Zeitreihen genutzt. Die neueste Zeitreihe befindet sich dabei im Vordergrund, während ältere Zeitreihen teilweise verdeckt sind.

Ein Balkendiagramm entspricht einem Säulendiagramm mit vertauschten Achsen: Aus vertikalen Säulen werden horizontale Balken, die in die Breite wachsen. Es eignet sich besser für viele Daten, weil es leichter auf anderen Seiten fortgesetzt werden kann. Für Übersichtlichkeit sollen die Balken gleich breit sein und nicht aneinanderstoßen. Besonders geeignet sind Balkendiagramme für Rangfolgen, beispielsweise die Hattie-Rangliste.

Weitere Formen und Anwendungen

Weitere Sonderformen sind das Paretodiagramm und das Wasserfalldiagramm.

Eine Anwendung im öffentlichen Raum ist der 2014 errichtete „Klimazaun“ des Wettermuseums Alte Schule Schreufa in Frankenberg-Schreufa. Die zugleich als Zaun dienenden Zaunlatten zeigen in ihrer Abfolge die Entwicklung der durchschnittlichen Jahrestemperatur in Deutschland seit 1914. Sie geben damit einen Hinweis auf den Klimawandel in den letzten 100 Jahren. Eine weitere bekannte Anwendung in Deutschland ist das Wahldiagramm.

Lernvideos zu Säulendiagramm

Weiterlesen