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Rondò Veneziano

Rondò Veneziano ist ein italienisches Orchester. Sein Repertoire schöpft sich mehrheitlich aus Originalkompositionen des Orchestergründers und -leiters Gian …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Profil und Klang
  2. 2. Entwicklung des Orchesters
  3. 3. Kammerorchester und heutige Formen
  4. 4. Alben und Veröffentlichungen
  5. 5. Chart- und Verkaufserfolge

Profil und Klang

Rondò Veneziano ist ein italienisches Orchester. Es ist vor allem für Originalkompositionen seines Gründers und Leiters Gian Piero Reverberi bekannt. Diese Stücke sind dem Stil der venezianischen Barockmusik nachempfunden, verbinden ihn aber mit modernen Klangmitteln wie Schlagzeug, E-Gitarre, E-Bass und Synthesizerklängen. Dadurch entstand ein für die Entstehungszeit neuartiger Musikstil, der laut Artikel bis heute kontrovers diskutiert wird.

Als Co-Komponisten werden Dario Farina, Laura Giordano, Ivano Pavesi und Giuseppe Zuppone genannt. Eine wichtige Rolle im Klangbild spielt die Oboe: Sie tritt solistisch hervor und führt häufig die Melodie. Öffentlich wurde die Gruppe außerdem stark durch das Bild eines neunköpfigen Ensembles in Rokoko-Kostümen geprägt, besonders durch viele Fernsehauftritte. Bei Live-Auftritten spielen rund 30 Musiker unter der Leitung von Gian Piero Reverberi.

Entwicklung des Orchesters

Das Orchester wurde 1979 gegründet. Die ersten Alben Rondò Veneziano, La Serenissima, Venezia 2000 und Odissea Veneziana sowie die daraus ausgekoppelten Singles waren große Erfolge. Auch spätere Alben erreichten in vielen europäischen Ländern Chartplatzierungen.

1985 lieferte Rondò Veneziano Musik zum Film „Not Quite Jerusalem“, der in den Vereinigten Staaten unter dem Titel „Not Quite Paradise“ erschien. Der Soundtrack enthielt neu bearbeitete Fassungen von Stücken aus den Alben Rondò Veneziano / Venice in Peril und La Serenissima / The Genius of Venice.

Obwohl Rondò Veneziano weiterhin Konzerte gibt, erschien das letzte Studioalbum mit neuen Titeln im Jahr 2002. Danach wurden vor allem Wiederveröffentlichungen, Best-of-CDs und ein zweites Livealbum veröffentlicht; dieses enthielt die bis dahin unveröffentlichte Komposition Risveglio. Das erfolgreiche Konzept wurde im Lauf der Jahre von anderen Gruppen aufgegriffen, zum Beispiel von der deutschen Gruppe Rondo Classico und der US-amerikanischen Gruppe Nova Era.

Kammerorchester und heutige Formen

Im Herbst 2008 wurde das Rondò Veneziano Chamber Orchestra gegründet. In dieser Besetzung begleitet ein Ensemble aus 14 Streichern und einem Waldhorn Gian Piero Reverberi als Solisten am Flügel. Diese Formation verzichtet bewusst auf Elektronik und Rhythmusinstrumente, um ein rein klassisches Konzerterlebnis zu schaffen.

Auch das äußere Auftreten unterscheidet sich: Die Musiker treten in dieser Kammerorchesterbesetzung nicht in historischen Kostümen auf, sondern in schwarzer Abendkleidung. Die Melodien stammen aus dem bekannten Repertoire von Rondò Veneziano, wurden aber von Gian Piero Reverberi für diese kleinere Orchesterformation neu arrangiert. Daneben gibt Rondò Veneziano weiterhin Konzerte in der großen Formation, also mit Elektronik, Rhythmusinstrumenten und historischen Kostümen.

Alben und Veröffentlichungen

Die Diskografie ist umfangreich und umfasst Studioalben, Tributalben, Livealben, Kompilationen, Singles und Videoalben. Der CD-Katalog bei Sony Music, früher BMG, enthält nur Titel bis 1996, die ursprünglich bei Baby Records und DDD, La Drogueria di Drugolo, veröffentlicht wurden. Von 1997 bis 2000 war Rondò Veneziano bei KOCH Music unter Vertrag, von 2001 bis 2002 erneut bei Baby Records und seit 2003 exklusiv bei der CLEO Music AG.

Zu den frühen und besonders wichtigen Studioalben gehören Rondò Veneziano von 1980, La Serenissima von 1981, Scaramucce von 1982, Odissea veneziana von 1984 und Casanova von 1985. Weitere Studioalben waren unter anderem Rapsodia veneziana, Arabesque / Misteriosa Venezia, Concerto / Poesia di Venezia, Armonie / Masquerade / Visioni di Venezia, Barocco / Mystère / Musica… Fantasia / Capriccio Veneziano, Prestige / Magica melodia, Stagioni di Venezia, Il Mago di Venezia, Sinfonia di Natale – Weihnachten mit Rondò Veneziano, Marco Polo, Zodiaco – Sternzeichen, Honeymoon – Luna di Miele, Papagena, Vénetienne und La Piazza / Concertissimo. Manche Veröffentlichungen unterscheiden sich je nach Land in Reihenfolge oder zusätzlichen Titeln.

Neben den Studioalben erschienen Tributalben wie The Genius of Vivaldi, The Genius of Mozart, Concerto per Beethoven und La storia del Classico. Livealben sind Gian Piero Reverberi conducts Rondò Veneziano – In Concerto von 1997 und 25 – Live in concert von 2005. Zu den Kompilationen gehören unter anderem Venezia 2000, Concerto futurissimo, Odissea veneziana, Rondò 2000 – The Best of Rondò Veneziano, Venezia romantica – The Best of Rondò Veneziano und I grandi successi. Als Single wird La Serenissima genannt, die 1983 im Vereinigten Königreich Platz 58 erreichte und nach einer Wiederveröffentlichung 1988 erneut auf Platz 99 kam. Videoalben sind Rondò Veneziano Live in Las Vegas von 2005 und Rondò Veneziano Once upon a time von 2010.

Chart- und Verkaufserfolge

Rondò Veneziano erreichte in mehreren europäischen Ländern Chartplatzierungen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für Musikverkäufe. In den Charttabellen werden unter anderem Deutschland, Österreich, die Schweiz, das Vereinigte Königreich und Italien genannt. Einige Veröffentlichungen waren besonders erfolgreich: Venezia 2000 erreichte Platz 2 in Deutschland, Platz 1 in der Schweiz und Platz 3 in Italien; Rapsodia veneziana erreichte Platz 4 in Deutschland und Platz 1 in der Schweiz; Arabesque / Misteriosa Venezia erreichte Platz 1 in Deutschland und Platz 2 in der Schweiz; Concerto / Poesia di Venezia erreichte Platz 1 in der Schweiz.

Bei den Auszeichnungen werden insgesamt 25 Goldene Schallplatten und 11 Platin-Auszeichnungen genannt. Nach Ländern aufgeführt sind Deutschland mit 6× Gold und 1× Platin bei 2.000.000 Verkäufen, Frankreich mit 10× Gold bei 1.000.000 Verkäufen, Italien mit Gold bei 25.000 Verkäufen, Österreich mit 5× Gold bei 125.000 Verkäufen, die Schweiz mit 2× Gold und 10× Platin bei 550.000 Verkäufen sowie das Vereinigte Königreich mit Gold bei 100.000 Verkäufen. Zusätzlich nennt der Artikel französische Goldauszeichnungen, etwa 1984 für Rondò Veneziano, 1985 für L’Odyssée de Venise, 1987 für Casanova und 1990 für Masquerade, sowie doppelte Goldauszeichnungen in Frankreich für Arabesque, Concerto und Mystère.

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