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Richard White (Historiker)

Richard White (* 28. Mai 1947 in New York City) ist ein Historiker an der Stanford University. Unter anderem befasst er sich mit Umweltgeschichte und der …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Fachgebiet und Bedeutung
  2. 2. Leben und akademische Laufbahn
  3. 3. Auszeichnungen für Bücher
  4. 4. Schriften und Forschungsschwerpunkte

Fachgebiet und Bedeutung

Richard White (* 28. Mai 1947 in New York City) ist ein US-amerikanischer Historiker und Professor für Amerikanische Geschichte an der Stanford University. Seine Forschung befasst sich unter anderem mit der Umweltgeschichte und der Geschichte der Indianer Nordamerikas. Damit untersucht er, wie Umwelt, gesellschaftliche Veränderungen, indigene Bevölkerungen und die politische sowie wirtschaftliche Entwicklung der Vereinigten Staaten zusammenhängen.

Leben und akademische Laufbahn

White wuchs in der Nähe von Los Angeles auf. Nach eigenen Angaben kam er eher zufällig zur Geschichtswissenschaft, als er sich Ende der 1960er Jahre für die Fischereirechte der Indianer engagierte.

1969 erhielt er einen Bachelor von der University of California, Santa Cruz. Anschließend erwarb er 1972 einen Master und 1975 einen Ph.D. an der University of Washington. 1976 erhielt White eine erste Professur an der Michigan State University. Ab 1983 war er Professor an der University of Utah, ab 1990 an der University of Washington. Seit 1998 ist er Professor für Amerikanische Geschichte an der Stanford University.

Zu seinen akademischen Auszeichnungen und Funktionen gehören die MacArthur Fellowship von 1995, die Wahl in die American Academy of Arts and Sciences 1998 und in die American Philosophical Society 2016. Von 2006 bis 2007 war White Präsident der Organization of American Historians.

Auszeichnungen für Bücher

Whites Bücher wurden mehrfach ausgezeichnet. Für The Middle Ground: Indians, Empires, and Republics in the Great Lakes Region, 1650–1815 erhielt er 1992 den Albert J. Beveridge Award der American Historical Association und den Francis Parkman Prize der Society of American Historians. Für Railroaded: The Transcontinentals and the Making of Modern America erhielt er 2011 den Los Angeles Times Book Prize in Geschichte und 2012 erneut den Francis Parkman Prize. Für beide Schriften war White außerdem jeweils Finalist für einen Pulitzer-Preis.

Schriften und Forschungsschwerpunkte

Whites ausgewählte Schriften behandeln Umwelt, Landnutzung, soziale Veränderungen, indigene Gesellschaften, den amerikanischen Westen und die Entwicklung der Vereinigten Staaten. Zu den frühen Arbeiten gehören Land Use, Environment, and Social Change in a Western County, Island County, Washington, 1790–1940 (1980) und The Roots of Dependency: Subsistence, Environment, and Social Change Among the Choctaws, Pawnees and Navajos (1983).

Weitere wichtige Werke sind The Middle Ground: Indians, Empires, and Republics in the Great Lakes Region 1650–1815 (1991), “It’s Your Misfortune and None of My Own”: A History of the American West (1991), The Native Americans (1993, mit Peter Nabakov, Jay Miller et al.), The frontier in American culture (1994, mit James Grossman und Patricia Limerick) und The Organic Machine: The Remaking of the Columbia River (1995).

Spätere Veröffentlichungen sind Remembering Ahanagran: Storytelling in a Family’s Past (1998), Power and place in the North American West (1999, herausgegeben mit John M. Findlay), Railroaded: The Transcontinentals and the Making of Modern America (2011) sowie The Republic for Which It Stands: The United States during Reconstruction and the Gilded Age, 1865–1896 (2017).

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