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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Resonanzsaite

Eine Resonanzsaite ist eine Aliquot-Saite bei einigen Lauteninstrumenten und Zithern, die, im Gegensatz zu den Melodiesaiten, üblicherweise nicht direkt zum …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Definition und Funktion
  2. 2. Streich- und Zupfinstrumente
  3. 3. Klavier und vergleichbare Saiten

Definition und Funktion

Eine Resonanzsaite ist eine Aliquot-Saite bei bestimmten Lauteninstrumenten und Zithern. Anders als eine Melodiesaite wird sie üblicherweise nicht direkt gespielt. Stattdessen beginnt sie bei bestimmten Tonhöhen mitzuschwingen. Dadurch erweitert und bereichert sie das Klangspektrum der gespielten Melodie.

Von der Resonanzsaite ist die Bordunsaite zu unterscheiden: Eine Bordunsaite wird vom Musiker direkt in Schwingung versetzt. Ihr gleichbleibender Bordunton bildet ein Intervall zum jeweiligen Melodieton. Meist besitzt ein Instrument mehrere Resonanzsaiten. Besonders häufig kommen sie bei Saiteninstrumenten der indischen Musik vor, vereinzelt auch bei Lauten der europäischen Barockmusik.

Streich- und Zupfinstrumente

Zu den Streichinstrumenten mit Resonanzsaiten gehören das Baryton und die Viola d’amore, beides europäische Kastenhalslauten des 17. und 18. Jahrhunderts. Weitere Beispiele sind die norwegische Hardangerfiedel, die schwedische Nyckelharpa oder Schlüsselfidel und die bulgarische Gadulka. Aus Indien beziehungsweise Indien und Pakistan stammen Dilruba, Esraj, Ravanahattha und Sarangi.

Bei den Zupfinstrumenten finden sich Resonanzsaiten unter anderem bei den indischen Langhalslauten Gottuvadyam, Mayuri vina, Sarod und Sitar sowie bei der indischen Stabzither Vichitra vina. Weitere Beispiele sind die französische Angelica, der Rawap aus Xinjiang und der afghanische Rubab. Auch eine elektrische Sitar in Gitarrenform und die zehnsaitige Gitarre können Resonanzsaiten besitzen.

Klavier und vergleichbare Saiten

Beim Blüthner-Piano nutzt der patentierte Flügel der Julius Blüthner Pianofortefabrik Resonanzsaiten im Diskant, also im hohen Tonbereich. Über den drei angeschlagenen Saiten einer Taste liegt jeweils eine zusätzliche Saite, die eine Oberoktave höher gestimmt ist. Sie schwingt mit und lässt den Gesamtklang heller und transparenter wirken.

Auf vergleichbare Weise werden auch die Schnarrsaiten unter der Membran einiger Rahmentrommeln sowie unter der Membran der Kleinen Trommel und der Tenortrommel indirekt in Schwingung versetzt.

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