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Polnische Popmusik
Die Szene der polnischen Popmusik ist eine der größten Musikszenen Europas. Die kulturellen Zentren der Szene sind Warschau und Krakau.
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Merkmale und Bedeutung
Die polnische Popmusik gehört zu den größten Musikszenen Europas. Ihre kulturellen Zentren sind Warschau und Krakau. Obwohl es keine gesetzlich geregelte Quote für polnische Musik gibt, ist sie in Polen sehr beliebt. Englisch spielt in den Liedern polnischer Künstler eher eine geringe Rolle.
Für den polnischen Musikmarkt gibt es im Gegensatz zu Deutschland keine offiziellen Singleverkaufscharts. Erfasst werden die offiziellen Albumverkaufscharts OLIS sowie seit März 2010 die Airplay Charts.
Künstler und internationale Erfolge
Zu den wichtigsten Gruppen und Solokünstlern der polnischen Popmusik gehören unter anderem 2 plus 1, Czerwone Gitary, Maryla Rodowicz, Czesław Niemen, Edyta Górniak, Kayah, Doda, Anna Maria Jopek, Krzysztof Krawczyk, Marek Grechuta, Budka Suflera, Bajm, Maanam, Lady Pank, Myslovitz und Varius Manx. Die Szene umfasst neben Pop auch zahlreiche Spielarten von Rock und anderen populären Musikrichtungen.
Durch den engen Austausch der RGW-Staaten waren polnische Interpreten und Bands auch in der DDR bekannt. Über längere Zeit erfolgreich waren besonders 2 plus 1, Czerwone Gitary, die als „Die Roten Gitarren“ auftraten, und Maryla Rodowicz. Deutschsprachige Aufnahmen, die speziell für das Publikum in der DDR produziert wurden, unterstützten ihre Popularität.
2 plus 1 erreichte 1979 mit „Easy Come, Easy Go“ auch in der Bundesrepublik Deutschland einen Charthit. In den 1980er Jahren war Basia Trzetrzelewska international erfolgreich; ihr Titel „Time And Tide“ erreichte Platz 26 in den USA. In jüngerer Zeit erzielte Margaret, bürgerlich Małgorzata Jamroży, Erfolge im deutschsprachigen Raum.
Im Mai 2014 gewann Aneta Sablik die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“. Ihre Single „The One“ erreichte in Deutschland und der Schweiz Platz 1 der Verkaufscharts. Laut Artikel war sie damit die erste polnische Künstlerin, der dies gelang.
Wichtige Musikfestivals
Das Festival der polnischen Musik in Opole findet jährlich im Mai statt und besteht seit 1963. Es gehört damit zu den ältesten Songfestivals Europas. Zu den zentralen Wettbewerben gehören die „Debiuty“ und die „Premiery“. Beim Debüt-Konzert treten jedes Jahr elf junge, noch unbekannte Sängerinnen und Sänger gegeneinander an. Bei den „Premiery“ präsentieren bekannte und erfolgreiche polnische Künstler ihre neuesten Songs erstmals im Wettbewerb. Weitere Höhepunkte sind Konzerte, die einem einzelnen Künstler gewidmet sind, sowie die „Superjedynki“ mit den besten aktuellen Songs.
Das Sopot Festival wird seit 1961 im polnischen Bade- und Kurort Sopot fast jährlich veranstaltet. Ursprünglich war es als internationaler Liederwettbewerb angelegt, bei dem bekannte Künstler aus verschiedenen Ländern um den „Grand Prix du Disque“ antraten.
1977 wurde das Festival zum Intervision-Festival umgestaltet, das als osteuropäisches Gegenstück zum Eurovision Song Contest gedacht war. Die letzte Intervision fand 1980 statt. Von 1981 bis 1983 wurde wegen der innenpolitischen Situation in Polen kein Festival veranstaltet. 1984 kehrte man zum früheren Konzept zurück. 1993 ging die Intervision/OIRT in die EBU über; seitdem nehmen die beteiligten Länder am Eurovision Song Contest teil.
Ab 1994 organisierte die TVP das Festival. Es verlor seinen Wettbewerbscharakter und bestand nun vor allem aus verschiedenen Konzerten. 2005 fanden wegen der Rivalität zwischen dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen und dem Privatsender TVN zwei unabhängige Festivals statt. Wegen Bauarbeiten in der Opera Leśna fiel das Festival 2010 und 2011 aus.
Zu den polnischen Gewinnern des Sopot Festivals zählen Dana Lerska (1967), Andrzej Dąbrowski (1972, ex aequo), Czesław Niemen (1979), Krystyna Giżowska (1984), Lora Szafran (1990), Varius Manx (1994), Kasia Kowalska (1995), Andrzej Piaseczny (2005), Feel (2007) und Ewa Farna (2014). In mehreren Jahren, darunter 1996 sowie 1999 bis 2004, wurden keine Sieger gekürt.
Idol und World-Idol
Polen war das zweite Land, in dem die Castingshow „Idol“ ausgestrahlt wurde. Mit Alicja Janosz kam außerdem die erste weibliche Idol-Gewinnerin aus Polen. Neben ihr wurden unter anderem Ewelina Flinta, Tomasz Makowiecki, Szymon Wydra und Ania Dąbrowska bekannt.
Die Gewinner der ersten drei Staffeln waren Alicja Janosz, auch Alex genannt, Krzysztof Zalewski und Monika Brodka. Alicja Janosz wurde 1985 geboren; im Artikel werden als Album „Ala Janosz“ und die Singles „Moze sie wydawac“, „Zmien siebie“, „Zbudzilam sie“ und „I´m still alive“ genannt.
Beim World-Idol trat Alicja Janosz alias Alex für Polen an. Sie belegte den siebten von 11 Plätzen.
Musikmedien und Plattenfirmen
In Polen gibt es eine polnische Version von MTV und eine VIVA-Version. Weitere im Artikel genannte Musiksender sind VH1, Eska TV, 4.fun.tv und tuba TV. Zu den größten in Polen vertretenen Plattenfirmen zählen SONY BMG, Universal Music, Pomaton EMI und Magic Records.
Die Überschriften zum Eurovision Song Contest, zu den Platzierungen Polens und zu den nationalen Vorentscheiden sowie zum Fryderyk-Preis enthalten im Artikel keine weiteren ausgeführten Angaben.