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Orff-Schulwerk

Das Orff-Schulwerk ist ein nach Carl Orff benanntes musikpädagogisches Konzept für Kinder. Grundlage des Orff-Schulwerks ist der kreative Umgang mit den …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Konzept und Ziel
  2. 2. Lernen durch Musik, Sprache und Bewegung
  3. 3. Entstehung und Verbreitung
  4. 4. Instrumente des Orff-Schulwerks

Konzept und Ziel

Das Orff-Schulwerk ist ein nach Carl Orff benanntes musikpädagogisches Konzept für Kinder. Es beruht auf dem kreativen Umgang mit Musik, Sprache und Bewegung. Zum Orff-Schulwerk gehören zwei Bereiche: Orff-Kompositionen, vor allem die „Musik für Kinder“, und Orff-Instrumente.

Im Mittelpunkt steht nicht nur das Nachmachen vorgegebener Musik oder Tänze. Kinder sollen spielen, singen und tanzen, aber auch selbst improvisieren und gestalten. Improvisieren bedeutet, musikalische Ideen unmittelbar selbst zu erfinden und auszuführen. Das Konzept versteht Musizieren und Tanzen als elementare Ausdrucksformen des ganzen Menschen: Körper, Gefühle und Denken wirken dabei zusammen.

Lernen durch Musik, Sprache und Bewegung

Für Kinder bilden Sprache, Tanz und Musik zunächst ein noch nicht getrenntes Handlungsfeld. Zum Singen kommt von Anfang an das Spielen auf Instrumenten hinzu. Neben dem Wiedergeben gehörter oder notierter Musik sowie dem Tanzen überlieferter Formen gehört daher das Selbsterfinden und Gestalten.

Die Modelle, Ideen und Anregungen des Orff-Schulwerks werden nicht nur in der Früherziehung verwendet. Sie können auch in der Bildungsarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt werden. Außerdem hat das Orff-Schulwerk besondere Bedeutung in der Sozial- und Heilpädagogik.

Entstehung und Verbreitung

Die Idee des Orff-Schulwerks entstand in den 1920er-Jahren in München. Carl Orff und Gunild Keetman gaben von 1950 bis 1954 die „Musik für Kinder“ heraus. Die fünf Bände enthalten Texte, Lieder und Instrumentalstücke als Modelle. Sie sollen Kinder und Lehrkräfte zum Spielen, Singen und Tanzen anregen sowie zum eigenen Improvisieren und Gestalten führen.

1961 gründete Carl Orff in Salzburg ein Institut für die authentische Ausbildung von Lehrkräften. Das Orff-Institut gehört zur Universität Mozarteum Salzburg. Seine Absolventinnen und Absolventen organisierten Schulwerkgesellschaften in heute 46 Ländern und unterrichten die Konzeption von Orff und Keetman weltweit.

Instrumente des Orff-Schulwerks

Zu den typischen Orff-Instrumenten zählen Glockenspiele, Metallophone und Xylophone in verschiedenen Stimmlagen, also etwa Sopran, Alt, Tenor und Bass. Das Sopran- und das Alt-Glockenspiel haben den Umfang von c′ bis a′′. Später kamen klingende Stäbe aus Holz und Metall in allen Stimmlagen hinzu.

Weitere Instrumente sind Orff-Pauken mit einem unten offenen Holzzylinder statt eines Kessels, Rahmentrommeln oder Handpauken, Schellentrommeln, Schellen und Schellenringe. Hinzu kommen Holzblocktrommeln, Rasseln, Maracas, Becken, Triangeln, Fingerzimbeln, Kastagnetten sowie Geräuschmacher, Lärm- und Effektinstrumente.

Seit 1949 entwickelte und stellte Studio 49 in Gräfelfing bei München, aufbauend auf der Vorarbeit von Karl Maendler, Instrumente für das Orff-Schulwerk her. Es war der erste bundesdeutsche Betrieb mit dieser Ausrichtung.

Lernvideos zu Orff-Schulwerk

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