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Norman Rockwell’s World… An American Dream
Norman Rockwell's World… An American Dream ist ein US-amerikanischer Kurzfilm von Robert Deubel aus dem Jahr 1972, der von Richard Barclay produziert und …
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Gegenstand und Bedeutung
Norman Rockwell’s World… An American Dream ist ein US-amerikanischer Kurzfilm aus dem Jahr 1972. Der 25 Minuten lange, englischsprachige Film wurde von Robert Deubel inszeniert, von Gaby Monet geschrieben und von Richard Barclay produziert. Im Mittelpunkt steht der US-amerikanische Maler und Illustrator Norman Rockwell (1894 bis 1978), der im Film sich selbst darstellt.
Der Film untersucht Rockwells künstlerische Welt und seine Bedeutung für die amerikanische Kultur. Rockwell schuf in mehr als vierzig Jahren 322 Titelbilder für die amerikanische Wochenzeitschrift The Saturday Evening Post und wurde dadurch sehr populär. Außerdem ist er für Illustrationen, Kalender und Cover des Boys’-Life-Magazins bekannt, die für den Jugendverband Boy Scouts of America entstanden.
Rockwells Arbeiten werden im Film als amerikanisch-patriotisch und zugleich als kommerziell eingeordnet. Sie gehören zur sogenannten Americana, also zu Darstellungen, die mit dem amerikanischen Alltag und Selbstbild verbunden sind. Rockwell gilt unabhängig von der Bewertung seiner Werke als einer der einflussreichsten und bekanntesten Künstler der Amerikanischen Geschichte.
Darstellung von Rockwells Welt
Rockwells Welt wird durch Nachstellungen, Standbilder, Gemälde sowie alte und neue Filmaufnahmen gezeigt. In seinem Studio in Stockbridge in Massachusetts präsentiert Rockwell Titelbilder, die er im Laufe der Jahre für The Saturday Evening Post malte.
Eine zentrale Aussage des Films betrifft seine Vorstellung von Wirklichkeit: Rockwell erklärt, dass er die Welt nicht so darstelle, wie sie sei, sondern so, wie er sie gerne hätte. Hässliche Dinge festzuhalten, widerstrebe ihm. Seine Bilder zeigen daher eine gewünschte oder idealisierte Sicht auf die amerikanische Gesellschaft.
Die Rezeption seiner Arbeiten wird als geteilt beschrieben. Manche Menschen begeistern sich für seine Bilder; als Beispiele werden die amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan und Bill Clinton genannt. Andere können seinen Arbeiten nichts abgewinnen und bezeichnen sie als Kitsch. Der Film stellt diese gegensätzlichen Bewertungen dar, ohne Rockwells Bedeutung grundsätzlich infrage zu stellen.
Die Serie Four Freedoms
Besonders hervorgehoben wird Rockwells Serie Four Freedoms. Sie entstand aufgrund der Inspiration durch eine Rede des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt vom Januar 1941. Die vier dargestellten Freiheiten sind:
- Freedom of Speech – Redefreiheit
- Freedom of Worship – Religionsfreiheit
- Freedom from Want – Freiheit von Not
- Freedom from Fear – Freiheit von Furcht
Ab 1943 tourte das Office of War Information mit der Serie durch die USA. Dabei wurden 130 Mio. US-Dollar an Kriegsanleihen gesammelt. Die Serie zeigt damit nicht nur ein wichtiges Motiv in Rockwells Kunst, sondern hatte auch eine konkrete Funktion im Zusammenhang mit der Unterstützung der amerikanischen Kriegsfinanzierung.
Produktion, Kritik und Auszeichnung
Die Filmaufnahmen wurden von der Columbia Pictures Corporation gedreht. Sie entstanden in erster Linie in Stockbridge, Massachusetts, wo sich auch ein Rockwell-Museum befindet. Zur weiteren Filmcrew gehörten Patrick Fox für die Musik, Bob Bailin, Carroll Ballard und Sal Guida für die Kamera sowie Burt Rashby für den Schnitt.
Eine Besprechung auf der Seite Library Media bewertet den Film als gute Untersuchung des über lange Zeit populären Künstlers. Der Film veranschauliche außerdem die Geschichten hinter vielen seiner ikonischen Titelbilder für The Saturday Evening Post. Nach dieser Einschätzung gewinnen Rockwells Arbeiten im Laufe der Zeit zunehmend an Bedeutung.
Bei der Oscarverleihung 1973 erhielt Richard Barclay für den von ihm produzierten Film einen Oscar. Die Auszeichnung erfolgte bei den 45. Academy Awards und zählt zu den wichtigsten im Artikel genannten Merkmalen des Kurzfilms.