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Nürnberg (2025)

Zu Beginn des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher wird der US-amerikanische Gefängnispsychiater Douglas Kelley nach Nürnberg abkommandiert.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Vorlage und filmische Umsetzung
  3. 3. Wichtige Figuren und Besetzung
  4. 4. Musik und Veröffentlichung
  5. 5. Kritiken, Publikum und Auszeichnungen

Überblick

„Nürnberg“ (Originaltitel: „Nuremberg“) ist ein US-amerikanischer englischsprachiger Spielfilm aus dem Jahr 2025. Regie und Drehbuch stammen von James Vanderbilt. Der 148 Minuten lange Film ist in Deutschland ab FSK 12 und in Österreich ab JMK 14 freigegeben.

Im Mittelpunkt steht der Beginn des Nürnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher. Der US-amerikanische Gefängnispsychiater Douglas Kelley wird nach Nürnberg beordert, um die Psyche führender Männer des untergegangenen Dritten Reichs zu begutachten. Besonders wichtig ist dabei Hermann Göring, ehemaliger Reichstagspräsident und Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches, der nach Adolf Hitler zu den mächtigsten Männern zählte.

Vorlage und filmische Umsetzung

Der Film beruht auf dem Sachbuch „The Nazi and the Psychiatrist. Hermann Göring, Dr. Douglas M. Kelley, and a Fatal Meeting of Minds at the End of WW II“ des US-amerikanischen Autors Jack El-Hai. Die deutsche Übersetzung trägt den Titel „Der Nazi und der Psychiater“.

James Vanderbilt schrieb das Drehbuch nach dieser Vorlage und führte Regie. Als Kameramann arbeitete Dariusz Wolski, den Schnitt übernahm Tom Eagles. Die Musik komponierte Brian Tyler. Die Dreharbeiten fanden von Februar bis Mai 2024 in Ungarn statt.

Wichtige Figuren und Besetzung

Russell Crowe spielt Hermann Göring und Rami Malek den Psychiater Douglas M. Kelley. Michael Shannon verkörpert Robert H. Jackson, Richter am Obersten Gerichtshof der USA und Hauptanklagevertreter seines Landes in Nürnberg. Richard E. Grant spielt Sir David Maxwell Fyfe, den britischen Lordkanzler und Angehörigen des Anklagestabs. John Slattery ist als Colonel Burton C. Andrus zu sehen.

Weitere im Film dargestellte Angeklagte sind unter anderem Karl Dönitz, Hans Frank, Rudolf Heß, Alfred Jodl, Ernst Kaltenbrunner, Wilhelm Keitel, Joachim von Ribbentrop, Alfred Rosenberg, Albert Speer und Julius Streicher. Zu den dargestellten Richtern gehören Francis Biddle, Geoffrey Lawrence, Iona Nikittschenko und Henri de Vabres.

In der deutschen Synchronfassung spricht Martin Umbach Hermann Göring, Bastian Sierich Douglas Kelley und Torben Liebrecht Robert H. Jackson. Andreas Pietschmann, Tom Keune und Peter Jordan synchronisierten sich selbst; Dieter Riesle wurde von Rainer Doering gesprochen.

Musik und Veröffentlichung

Brian Tyler komponierte die Filmmusik. Das Soundtrack-Album mit 18 Stücken erschien am 7. November 2025 bei Sony Classical als Download.

Die Weltpremiere fand am 7. September 2025 beim Toronto International Film Festival statt. Im September 2025 lief der Film außerdem im Wettbewerb des San Sebastian International Film Festivals, Ende Oktober 2025 beim Savannah Film Festival. Der US-Kinostart war am 7. November 2025; in den deutschsprachigen Kinos startete der Film am 7. Mai 2026.

Kritiken, Publikum und Auszeichnungen

Bei Rotten Tomatoes waren 70 Prozent der aufgeführten Kritiken positiv. Metacritic vergab einen Metascore von 61 von 100 Punkten. Weltweit spielte der Film durch Kinovorführungen über 70 Millionen US-Dollar ein; in deutschen Kinos wurden 320.522 Besucher gezählt.

Zu den genannten Auszeichnungen und Nominierungen gehören der Publikumspreis „Overall Narrative“ beim Heartland International Film Festival 2025 für James Vanderbilt sowie Nominierungen beim San Sebastian International Film Festival 2025, bei Camerimage 2025, den Movies for Grownups Awards 2025 und den AACTA International Awards 2026. Für die AACTA International Awards wurden der Film als Bester Film und Russell Crowe als Bester Hauptdarsteller nominiert.

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