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Michael Hanfeld
Michael Hanfeld (* 1965 in Bonn) ist ein deutscher Journalist und Publizist. Inhaltsverzeichnis. 1 Leben; 2 Leistungsschutzrecht und Urheberrechtsreform …
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Person und beruflicher Werdegang
Michael Hanfeld, geboren 1965 in Bonn, ist ein deutscher Journalist und Publizist. Er studierte Geschichts-, Politik- und Rechtswissenschaften an der Universität Bonn und arbeitete währenddessen als freier Journalist, unter anderem für die Kölnische Rundschau.
1991 wechselte Hanfeld zum „Institut für Medienentwicklung und Kommunikation“, einer Tochter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Nachdem er drei Jahre lang Redakteur der Medienseite gewesen war, übernahm er 1998 die Leitung des Medienressorts. Seit Dezember 2013 ist er einer der Stellvertreter des Feuilleton-Chefs und für das Online-Angebot des Feuilletons zuständig. In der FAZ verwendet er auch das Autorenkürzel „miha“.
Themen und weitere Tätigkeiten
Neben seiner journalistischen Arbeit ist Hanfeld als Herausgeber tätig. Außerdem gehört er dem wissenschaftlichen Beirat des Humboldt-Forschungsinstitutes Eigentum und Urheberrecht in der Demokratie an.
Beruflich beschäftigte er sich unter anderem mit arabischen Medien, dem Internet und dem Bundeswehrarzt Reinhard Erös, der nach Afghanistan gegangen war. Auf dessen Spuren bereiste Hanfeld das Paschtunengebiet in Afghanistan und Nordpakistan. Hanfeld ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Positionen zum Medien- und Urheberrecht
Hanfeld befürwortete in mehreren FAZ-Artikeln ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger auf der Ebene der Europäischen Union. Ein solches Recht betrifft den rechtlichen Schutz verlegerischer Presseleistungen. Der Blogger Stefan Niggemeier kritisierte Hanfelds Aussagen und Argumente dazu als „offensichtlich falsch“. Er warf den Verlagen bei der Durchsetzung ihrer Interessen eine grenzenlose „Radikalität“ vor.
Auch bei der Urheberrechtsreform der Europäischen Union setzte sich Hanfeld in mehreren Artikeln für die vorgeschlagene Reform ein. Sie sollte seiner Auffassung nach sicherstellen, „dass Kreative und Urheber einen Lohn für die Verwertung ihrer Werke bekommen“. Damit vertrat er eine Position, die auch der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) sowie mehr als 240 europäische Verbände von Autoren, Komponisten, Schriftstellern, Journalisten und Fotografen unterstützten. Zahlreiche Gegner der Reform kritisierten Hanfelds Haltung.
Auszeichnung und Veröffentlichung
1999 erhielt Hanfeld den Bert-Donnepp-Preis für Medienpublizistik des Adolf-Grimme-Instituts. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Instituts kritisierte er später, dass während der Amtszeit von Frauke Gerlach kaum noch Impulse für die medienkritische Debatte von ihm ausgingen.
Gemeinsam mit Souad Mekhennet und Claudia Sautter veröffentlichte Hanfeld 2006 bei Piper in München das Buch „Die Kinder des Dschihad. Die neue Generation des islamistischen Terrors in Europa“ (ISBN 3-492-04933-8). Im Juni 2015 erschien dort eine aktualisierte Taschenbuchausgabe (ISBN 978-3-492-30858-8).