Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Mayra Flores
... Religion, Schwangerschaftsabbruch und Grenzsicherung eher von den Republikanern vertreten wurden. Etwa fünf Jahre, bevor sie 2022 für das …
Inhalt5 Abschnitte
Überblick und Bedeutung
Mayra Flores (* 1. Januar 1986 in Burgos, Tamaulipas, Mexiko) ist eine US-amerikanische Politikerin der Republikanischen Partei in Texas. Durch eine Nachwahl zog sie im Juni 2022 für den 34. Wahlbezirk von Texas in das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten ein. Damit war sie die erste in Mexiko geborene Abgeordnete im Kongress der Vereinigten Staaten. Ihr Mandat dauerte bis Januar 2023. Bei den regulären Kongresswahlen 2022 und 2024 gelang ihr keine Wiederwahl.
Herkunft und Beruf
Flores wanderte im Alter von sechs Jahren mit ihren Eltern aus Mexiko in die Vereinigten Staaten ein und wuchs im Rio Grande Valley in Texas auf. 2004 schloss sie die High School in San Benito ab. Anschließend studierte sie am South Texas College und arbeitete später als Atmungstherapeutin. Sie ist mit einem Beamten der Grenzschutzbehörde verheiratet.
Politischer Einstieg und Wahlsieg 2022
Flores wuchs in einer Familie auf, die überwiegend die Demokratische Partei unterstützte. Später kam sie zu dem Schluss, dass ihre Ansichten zu Religion, Schwangerschaftsabbruch und Grenzsicherung eher von der Republikanischen Partei vertreten würden. Etwa fünf Jahre vor ihrer Kandidatur für das Repräsentantenhaus im Jahr 2022 begann sie, in der örtlichen Republikanischen Partei mitzuarbeiten. Schließlich leitete sie im Hidalgo County ein Parteiprogramm zur Ansprache von Latinos.
Ursprünglich hatte Flores ihre Kandidatur für die reguläre Repräsentantenhauswahl im November 2022 angemeldet. Nachdem der demokratische Abgeordnete Filemon Vela im März 2022 seinen Rücktritt erklärt hatte, kandidierte sie zusätzlich bei der Nachwahl um dessen Sitz. Im Wahlkampf verfügte sie über etwa zehnmal so viel Wahlkampfgeld wie ihr demokratischer Konkurrent. Im Mittelpunkt ihrer Kampagne standen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Wähler infolge der hohen Inflation.
Bei der Nachwahl am 14. Juni 2022 erhielt Flores 51 % der Stimmen. Am 21. Juni 2022 trat sie ihr Amt an und vertrat den Wahlbezirk bis Januar 2023.
Wahlniederlagen 2022 und 2024
Bei der regulären Kongresswahl am 8. November 2022 verlor Flores ihren Sitz an den Demokraten Vicente González. Im Wahlkampf war sie durch das Young-Guns-Programm des National Republican Congressional Committee besonders gefördert worden. Nach der Niederlage erklärte sie auf Twitter, die erhoffte „Rote Welle“, also ein breiter republikanischer Wahlerfolg, sei ausgeblieben.
2024 kandidierte Flores erneut im 34. Wahlbezirk. In der republikanischen Vorwahl setzte sie sich mit 81 % gegen zwei Herausforderer durch. Für den Wahlkampf sammelte sie erhebliche Spenden; allein im ersten Quartal 2024 waren es 1,1 Millionen US-Dollar. Das National Republican Congressional Committee nahm sie erneut in sein Young-Guns-Programm auf, weil republikanische Führungskräfte den Wahlbezirk als besonders aussichtsreich betrachteten. Im August 2024 gab das Komitee 600.000 US-Dollar für Wahlwerbespots zugunsten von Flores aus. Dies war seine erste entsprechende Investition für einen texanischen Kandidaten in dieser Wahl.
Flores trat unter anderem bei kirchlichen Veranstaltungen in Harlingen, Brownsville und San Benito auf und wurde regelmäßig von einem Pastor begleitet. Dennoch verlor sie erneut gegen Vicente González.
Kandidatur für die Wahl 2026
Zunächst beabsichtigte Flores, bei der Kongresswahl 2026 den Abgeordneten Henry Cuellar im 28. Kongresswahlbezirk herauszufordern. Nach einem Neuzuschnitt der texanischen Kongresswahlbezirke entschied sie sich im August 2025 jedoch dafür, wieder im 34. Wahlbezirk gegen Vicente González anzutreten.
In der republikanischen Vorwahl konkurrierte sie mit dem nicht mit ihr verwandten Armeeveteranen Eric Flores. Dieser wurde von Präsident Trump, Gouverneur Abbott und dem Sprecher des Repräsentantenhauses Johnson unterstützt. Er argumentierte, Mayra Flores könne nach zwei aufeinanderfolgenden Wahlniederlagen nicht gewinnen. Sie unterlag ihm mit 23,7 % gegenüber 56,7 %.