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Logic Pro
Logic [ˈlɑːdʒɪk] ist eine Digital Audio Workstation (DAW) und ein Software-Audio- und Midisequenzer des Herstellers Apple.
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Überblick und Plattformen
Logic Pro ist eine proprietäre Digital Audio Workstation (DAW), also eine Software zum Aufnehmen, Bearbeiten, Arrangieren und Mischen von Musik. Zugleich dient sie als Audio- und MIDI-Sequenzer. MIDI speichert dabei keine Klänge, sondern musikalische Steuerdaten wie Tonhöhe, Anschlag und Dauer. Hersteller ist Apple Inc.; die aktuelle Version ist 12.2 vom 9. April 2026. Logic Pro ist deutschsprachig und für macOS und iPadOS erhältlich.
Das Programm unterscheidet unter anderem MIDI-, Audio-, Film-, Plug-in- und Mischpult-Automationsspuren. Früher gab es eine günstigere Express-Version mit geringerem Funktionsumfang und eine Pro-Version; heute vertreibt Apple nur noch Logic Pro.
Bis Logic 6 wurde die Software vom deutschen Unternehmen Emagic entwickelt. Apple übernahm Emagic 2002 und beendete die Entwicklung für Windows. Logic 5.5.1 ist die letzte unter Windows lauffähige Version. Logic 6 trug noch den Namen Emagic, ab Logic 7 war die Software offiziell ein Apple-Produkt. Apple bündelte zudem mehr als 20 Emagic-Produkte, darunter Instrumente, Effekt-Plug-ins, Waveburner Pro und das Pro Tools TDM Support Package, unter dem Namen Logic Pro.
Seit dem 23. Mai 2023 gibt es Logic Pro auch für das iPad. Diese Version ist für Touch-Bedienung optimiert und unterstützt den Apple Pencil. Sie benötigt mindestens iPadOS 18 und einen Apple-A12-Bionic-Chip oder neuer. Während die macOS-Version einmalig gekauft wird, kostet die iPad-Version 4,99 € pro Monat oder 49,00 € pro Jahr.
Arbeitsweise und Musikproduktion
Logic Pro bietet Funktionen für Aufnahme, Bearbeitung, Mischung und Musiknotation. MIDI-, Audio- und Parameterdaten werden als Sequenzen, sogenannte Regionen, aufgenommen und grafisch auf Spuren angeordnet. Virtuelle, individuell konfigurierbare Mischpulte dienen zur weiteren Bearbeitung. MIDI- und Audiospuren können exportiert werden.
Im sogenannten Environment lassen sich Audio- und MIDI-Geräte konfigurieren und an die Arbeitsweise des Benutzers anpassen. Fast alle Programmfunktionen können über frei konfigurierbare Tastaturbefehle ohne Maus ausgeführt werden. Für fertige Arrangements und Einstellungen verwendet Logic hauptsächlich Dateien mit der Endung .LSO.
Zum Lieferumfang gehören Audioeffekte, virtuelle Instrumente und eine Sample-Bibliothek. Samples sind aufgenommene Klänge; Apple Loops sind wiederverwendbare musikalische oder rhythmische Abschnitte und werden seit Version 7 mitgeliefert. Auch für GarageBand erstellte Loops und Software-Instrumente sowie die Inhalte der fünf Jam Packs können in Logic verwendet werden.
Zu den Effekten gehören Modulationseffekte wie Chorus, Phaser, Flanger und Ensemble, Dynamikprozessoren wie Kompressor, Limiter, Gate und Expander sowie verschiedene Delays. Space Designer ist ein Faltungshall, der Räume mithilfe von Impulsantworten nachbildet; EVOC20 ist ein Vocoder. Logic enthält außerdem Synthesizer wie ES1, ES2, EFM1 und Sculpture, den Sampler EXS24, Instrumentenemulationen wie EVP88, EVB3 und EVD6 sowie den Drumcomputer Ultrabeat mit Step-Sequenzer. Logic 7 beziehungsweise 7.2 ergänzte Guitar Amp Pro und Bass Amp. Logic 8 brachte unter anderem das Multi-Tap-Delay Delay Designer, neue Kompressortypen und Funktionen für die räumliche Mischung im 5.1-Surround-Format.
Zusätzliche Instrumenten- und Effekt-Plug-ins anderer Hersteller lassen sich einbinden. Unter OS 9 unterstützte Logic bis Logic 6 Pro die VST-Schnittstelle. In der ersten unter OS X lauffähigen Version 6 wurde sie durch Audio Units (AU) ersetzt. VST-Plug-ins können bei Bedarf mit dem VST-AU-Adapter von Fxpansion in AU konvertiert werden. Seit Version 7 unterstützt Logic neben der gleichstufigen Stimmung auch feste historische oder selbst definierte Stimmungen sowie das dynamische Hermode Tuning (HMT) für interne Audioinstrumente.
Logic Pro 8 und 9
Logic Pro 8 erschien ab 2008 als Teil eines Softwarepakets mit MainStage, Soundtrack Pro und dem inzwischen integrierten Waveburner. Das One-Window-Konzept fasste die Bedienung in einem Fenster zusammen; die frühere Arbeitsweise mit mehreren Fenstern, den sogenannten Screensets, blieb möglich. Mehrere Plug-ins wurden verbessert und für Stereo beziehungsweise Surround erweitert. Space Designer unterstützte nun True Stereo statt nur Mono-to-Stereo und erhielt eine Bibliothek mit Surround-Impulsantworten. Ultrabeat konnte vollständige Sample-Sets laden, das Mischpult erhielt Post-Pan-Send-Regler und der Media Browser erleichterte das Vorhören und Einfügen von Samples und Instrumenten. Das CAF-Format beseitigte die vorherige Dateigrößengrenze von 4 GB.
Im Sommer 2009 folgte Logic Pro 9. Zu den Verbesserungen gehörten eine deutlich bessere Verteilung der Prozessorlast auf Mehrkernprozessoren, ein verbesserter Node-Betrieb über Ethernet, ein verbesserter Projektimport in „Songs“, Flex Time, Bounce to Track sowie die Plug-ins Amp Designer und Pedalboard. Seit Version 9.1.1 kann Logic Pro ohne Einschränkungen im 64-Bit-Modus arbeiten. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass Logic Pro das Pro Tools TDM System von Avid bis auf Weiteres nicht mehr unterstützt.
Logic Pro X und wichtige Werkzeuge
Apple stellte Logic Pro X am 16. Juli 2013 vor. Die Plug-in-Bibliotheken wurden erweitert, neue Plug-ins kamen hinzu und die gesamte Bedienoberfläche erhielt ein dunkelgraues Erscheinungsbild.
Flex Time bezeichnet Funktionen zur schnellen Bearbeitung von Timing und Tempo. Damit lässt sich aufgenommenes Audiomaterial zeitlich verändern, ohne es schneiden zu müssen. Weitere Produktionswerkzeuge ermöglichen es Musikern, beliebige Teile von Aufnahmen, Schnitten oder Mischungen zu bearbeiten.
Beim Gitarren-Equipment können Verstärker, Equalizer (EQs), Hallgeräte, Lautsprecherboxen und Mikrofone frei kombiniert und mit einer Sammlung virtueller Effektpedale, den „stomp boxes“, bearbeitet werden. Die eigenständige Software MainStage 3 stellt auf der Bühne die Instrumente und Effekte bereit, die auch bei der Aufnahme verwendet wurden. Sie ergänzt außerdem einen virtuellen Spieler für die Background-Spur und einen Live-Loop-Recorder.
Vertrieb und Kopierschutz
Seit 2012 wird Logic ab Mac OS X 10.6 nur noch über den App Store verkauft und kann auf bis zu fünf Macs gleichzeitig genutzt werden. Zuvor schützte eine Seriennummer die Software vor unerlaubter Vervielfältigung. Laut Anleitung durfte sie auf einem Desktop-Mac und einem mobilen Mac installiert werden.
Ein Dongle, also ein physischer Kopierschutzstecker, wird grundsätzlich nicht mehr benötigt. Der Artikel nennt allerdings eine Besonderheit: Eine Aktualisierung verlangt im Gegensatz zu einer Neuinstallation den Abgleich mit dem Dongle.