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Kurt-Tucholsky-Preis (Deutschland)

Der Preis wurde aus Anlass des 60. Todestags von Kurt Tucholsky gestiftet und war bis 2013 mit 3000 Euro dotiert. Seit 2015 beträgt die Dotierung 5000 Euro.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ziel und Kriterien
  3. 3. Dotierung
  4. 4. Preisträger

Überblick

Der Kurt-Tucholsky-Preis ist eine deutsche Auszeichnung für literarische Publizistik. Er würdigt „engagierte und sprachlich prägnante Werke der literarischen Publizistik“. Gemeint sind journalistische oder publizistische Texte, die literarische Formen nutzen und zugleich kritisch auf Wirklichkeit, Politik oder Gesellschaft blicken.

Der Preis wurde aus Anlass des 60. Todestags von Kurt Tucholsky gestiftet. Er wurde erstmals 1995 vergeben und wird seit 1997 alle zwei Jahre von der Kurt Tucholsky-Gesellschaft vergeben. Bis 2003 war auch die Kurt-Tucholsky-Stiftung beteiligt; sie beteiligte sich 2003 zum letzten Mal an der Finanzierung.

Ziel und Kriterien

Ausgezeichnet werden Journalisten oder Publizisten, die den „kleinen Formen“ verpflichtet sind. Dazu gehören Essay, Satire, Song, Groteske, Traktat oder Pamphlet. Diese Formen sind meist kürzere, pointierte Texte oder Ausdrucksweisen, die argumentieren, kritisieren, zuspitzen oder gesellschaftliche Missstände sichtbar machen.

Die Texte sollen „im Sinne Tucholskys der Realitätsprüfung dienen, Hintergründe aufdecken und dem Leser bei einer kritischen Urteilsfindung helfen“. Der Preis betont also nicht nur sprachliche Qualität, sondern auch eine aufklärerische und kritische Funktion von Publizistik.

Dotierung

Bis 2013 war der Kurt-Tucholsky-Preis mit 3000 Euro dotiert. Seit 2015 beträgt die Dotierung 5000 Euro.

Preisträger

Die Preisträgerinnen und Preisträger sind: 1995 Konstantin Wecker, 1996 Heribert Prantl, 1997 Kurt Marti, 1999 Daniela Dahn, 2001 Harry Pross, 2003 Wolfgang Büscher, 2005 Erich Kuby, 2007 Lothar Kusche und Otto Köhler, 2009 Volker Weidermann, 2011 Deniz Yücel, 2013 Mario Kaiser, 2015 Jochanan Trilse-Finkelstein, 2017 Sönke Iwersen, 2019 Margarete Stokowski, 2021 Mely Kiyak, 2023 Alexander Estis und 2025 Maryam Aras.

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