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Kim English
Kim English (* 6. September 1970 in Chicago, Illinois; † 2. April 2019 ebenda) war eine US-amerikanische Disco- und Soulsängerin sowie Songwriterin, …
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Überblick und Bedeutung
Kim English (* 6. September 1970 in Chicago, Illinois; † 2. April 2019 ebenda) war eine US-amerikanische Disco- und Soulsängerin sowie Songwriterin. Sie wurde Mitte der 1990er Jahre bekannt und hatte besonders in der Dance-Musik Erfolg. Zu ihren größten Hits zählen „Unspeakable Joy“ (1999), „Missing You“ (2000) und „Everyday“ (2001).
Ihre Bedeutung zeigt sich vor allem an den Erfolgen in den Billboard Dance-Charts: Von 1999 bis 2007 erreichten insgesamt acht ihrer Tracks Platz 1. Dazu gehörten „Unspeakable Joy“ (1999), „Missing You“ (2000), „Bumpin’ and Jumpin’“ und „Everyday“ (beide 2001), „Treat Me Right“ (2002), „It Makes a Difference“ und „C’est la vie“ (beide 2006) sowie „My Destiny“ (2007). English verband ihre Gesangsstimme mit Produktionen und Remixen aus der House-Musik.
Leben und musikalischer Weg
English sang zunächst in einem Gospelchor. Außerdem war sie aktives Mitglied des evangelikalen Family Christian Center, einer Megachurch in Munster, Indiana.
Ihre erste Single „Nite Life“ entstand 1994 in Zusammenarbeit mit Byron Burke und Byron Stingily, die früher Mitglieder von Ten City gewesen waren. Beide traten als Produzenten auf und steuerten den „Original Ten City Remix“ bei. Weitere Mixe stammten von Armand Van Helden und Masters at Work. „Nite Life“ erschien auf dem Debütalbum „Higher Things“ und erreichte Platz 35 der britischen Charts.
Weitere frühe Erfolge in Großbritannien waren „Time for Love“ (1995, Platz 48) und „Supernatural“ (1997, Platz 50). Ein weiteres „Time for Love“, das von Burke und Stingily geschrieben wurde und nicht auf dem Album erschien, erreichte 1995 Platz 52 der UK-Charts. In den US-Dance-Charts kam „Supernatural“ 1997 auf Platz 5, „Learn 2 Luv“ wenig später auf Platz 4. Der Titelsong „Higher Things“ erreichte dort im Jahr 2000 Platz 2.
Für ihre drei bei Nervous Records erschienenen Alben arbeitete English mit bekannten House-Produzenten und -Projekten wie Junior Vasquez, Razor n’ Guido, Wamdue Project sowie Boris & Beck zusammen. Ende der 1990er Jahre gründete sie den Musikverlag „Simply English Music“. Zuletzt stand sie bei Nervous Records in New York unter Vertrag.
Nach Angaben ihres Managements starb English am 2. April 2019 im Alter von 48 Jahren an Nierenversagen. Zuvor hatte sie fünf Jahre lang an einer Krankheit gelitten und vergeblich auf eine Spenderniere gewartet.
Alben
Kim English veröffentlichte drei Alben bei Nervous Records:
- „Higher Things“ (1998), Nervous 20258. Das Album enthielt unter anderem „Nite Life“, „Time for Love“, „Supernatural“, „Learn 2 Luv“, „Tomorrow“ und „Unspeakable Joy“.
- „Re-Energized“ (2000), eine Kompilation, Nervous 20410.
- „My Destiny“ (2006), Nervous 20516. Auf diesem Album erschien unter anderem „Everyday“, außerdem „Treat Me Right“, „It Makes a Difference“, „C’est la vie“ und „My Destiny“.
Die Albumveröffentlichungen zeigen die Entwicklung von Englishs Arbeit im Bereich Disco, Soul und House. Die Kompilation „Re-Energized“ erschien 2000 zwischen dem Debütalbum und „My Destiny“.
Singles und Chartplatzierungen
Die wichtigste Chartübersicht betrifft die britischen UK-Charts und die US-amerikanischen Billboard Dance-Charts. Einige Singles erschienen in Remixversionen; die Chartplatzierungen beziehen sich dabei teilweise ausdrücklich auf diese Fassungen.
- „Nite Life“ (1994): UK Platz 35, 4 Wochen; auf „Higher Things“.
- „Time for Love“ (1995): UK Platz 48, 2 Wochen; auf „Higher Things“.
- „I Know a Place“ (1995): UK Platz 52, 2 Wochen, und Dance Platz 32, 8 Wochen.
- „Supernatural“ (1997): UK Platz 50, 2 Wochen, und Dance Platz 5, 13 Wochen; auf „Higher Things“.
- „Learn 2 Luv“ (1997): Dance Platz 4, 13 Wochen; auf „Higher Things“.
- „Bumpin’ and Jumpin’“ (1998): Dance Platz 14, 11 Wochen.
- „Tomorrow“ (1999): Dance Platz 35, 7 Wochen; auf „Higher Things“.
- „Unspeakable Joy“ (1999): Dance Platz 1, 12 Wochen; auf „Higher Things“.
- „Missing You (Mind Trap Remixes)“ (2000): Dance Platz 1, 13 Wochen; auf „Higher Things“.
- „Higher Things“ (2000): Dance Platz 2, 14 Wochen; auf „Higher Things“.
- „Bumpin’ and Jumpin’ (The Michael T. Diamond Mix)“ (2001): Dance Platz 1, 12 Wochen.
- „Everyday“ (2001): Dance Platz 1, 14 Wochen; auf „My Destiny“.
- „Treat Me Right (Guido Osorio and Jon Cutler Remixes)“ (2002): Dance Platz 1, 11 Wochen; auf „My Destiny“.
- „It Makes a Difference“ (2006): Dance Platz 1, 15 Wochen; auf „My Destiny“.
- „C’est la vie (Remixes)“ (2006): Dance Platz 1, 14 Wochen; auf „My Destiny“.
- „My Destiny“ (2007): Dance Platz 1, 14 Wochen; auf „My Destiny“.
Daneben führt die Diskografie weitere Singles auf: „Missing You“ (1988), „Been So Long“ und „Diva2Diva“ (beide 2001), „Simply Grateful“ (2002), „C’est la vie“ (2004), „Love That Jazz“ (2005), „Nitelife (Encore)“ (2006), „Nothing’s Impossible“ (2009), „The Only One“ und „When You Were Mine“ (beide 2011), „4 the Luv of Music“ (2014), „Natural High“ (2015), „Unspeakable Joy“ in einer Fassung von Dirty Disco feat. Kim English (2016) sowie „Moving All Around (Jumpin’)“ von Schak feat. Kim English (2022).